Conda - Gruppe von Plattformen mit verschiedenen Ausrichtungen

Conda war eigentlich eine österreichische Plattform, die von der CONDA Crowdinvesting Austria GmbH aus Wien herausgegeben und betrieben wird. Inzwischen wurde in Österreich die Conda AG gebildet, welche ihre Aktien mittels Ethereum digitalisierte und als CONDA Equity Token an die Aktionäre ausgab und auch mittelbare Eigentümerin der Plattformen ist. Conda unterhält nun mehrere Plattformen, unter anderem in Deutschland. Der deutsche Ableger wird von der CONDA Deutschland Crowdinvesting GmbH aus München betrieben. Im Jahr 2018 wurde bekannt, dass die Conda AG innerhalb eines Jahres, schrittweise von der ebenfalls aus Wien stammenden Startup 300 AG übernommen werden soll.

Conda: Geschichte
Conda wurde im Jahr März 2013 in Österreich gegründet. Der deutsche Ableger von Conda ging eigentlich aus der Münchner Plattform Mashup-Finance hervor, die 2012 gegründet wurde und Genussrechte vermittelte. Bisher wurden über Conda mehr als hundert Crowdinvesting-Projekte mit einem Investitionsvolumen von 26 Millionen Euro über Conda finanziert. Inzwischen hat Conda eigene Plattformen für Europa als Ganzes, Liechtenstein, Polen, Österreich, Schweiz, Slowakei und Slowenien angelegt, dazu kommen noch für ganz Europa Conda Games und eine für österreichische KMUs, außerdem wird Venture Space angezeigt, aber der dazugehörige Link ist tot. Die ebenfalls angezeigt Seite Conda.Pro hat nichts mit Crowdfunding zu tun, sondern ist ein angeschlossenes Beraternetzwerk.

Conda: Geschäftsmodell und Herausstellungsmerkmal
Conda bietet den Investoren die Beteiligung in Form von partiarische Nachrangdarlehen oder bei Startup-Finanzierungen auch Genussrechten an. Für die Investoren stehen die Dienste der Plattform kostenfrei zur Verfügung, während die Initiatoren zuerst die Vorbereitungskosten nach Zulassung der Kampagne zu bezahlen haben. Ist die Kampagne erfolgreich, wird von Conda eine prozentuale Erfolgsgebühr erhoben, welche die Investitionssumme schmälert, anschließend wird der Projektbetreiber jährlich zur Kasse gebeten, um eine sogenannte Service-Pauschale an Conda zu entrichten.

Conda: Partnerinstitutionen
Conda Deutschland ist gut vernetzt und arbeitet mit den Gründerportalen Für Gründer, Gründungsengel, Gründerküche und Gründerszene zusammen. Die Zahlungsabwicklung auf Conda erfolgt durch Lemonway, ein französisches Pendant zur deutschen Secupay AG. Darüber hinaus gibt es Kooperationen zwischen Conda und dem Webentwickler Ktraces, dem 3D-Spezialisten K-arts, dem Event-Ausrichter The Royal Jungle, sowie dem Wirtschaftsberater FAS und dem Impact Hub München. Daneben ist Conda Gründungsmitglied des Bundesverbandes Crowdfunding, trägt dessen Transparenzsiegel und auch dem vom Crowdcircus. Außerdem ist Conda Partnerunternehmen des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW).

Conda: Sicherheit und Garantien
Jede Haftung wird abgelehnt, selbst für die Richtigkeit und Aktualität der Inhalte auf der Webseite von Conda möchte man nicht haftbar gemacht werden. Das ist für Conda wohl auch besser so, gab es doch schon einige heftige Pleiten zu verzeichnen. Wenn ein Projekt in wirtschaftliche Schieflage gerät sieht es für die Investoren schlecht aus. Bei qualifizierten Nachrangdarlehen müssen die Darlehensnehmer nicht zahlen, wenn er dadurch in Schwierigkeiten geraten könnte. Mit Genussrechten geht man bei einer Pleite ebenfalls leer aus, weil diese nur eine Gewinnbeteiligung verbriefen.

Conda: Pleite mit Nixe
Mitte 2015 jubelte man “Auch Nixe, das erste Low-Carb Bier Österreichs, hat innerhalb weniger Stunden die Fundingschwelle und nach ein paar Tagen bereits das Fundinglimit erreicht.” Nach sechs Jahren im Markt schlitterte das Wiener Bier-Startup Nixe in die Insolvenz. Über Conda und Startnext sammelte das junge Unternehmen über die Jahre in vier Crowdfunding-Kampagnen, von 450 Crowd-Investoren insgesamt 365.499 Euro ein, alles für den Versuch ein Low-Carb Bier im Markt zu platzieren. Zudem investierten mehrere Business Angels in Nixe. Die Jungfirma konnte nie die kritische Absatzmenge erreichen, die nötig gewesen wären um das Geschäft profitabel zu gestalten.

Conda: Haftet jemand für die realisierten Verluste?
Das lässt sich nur mittels einer fachgerechten Revision eruieren. Zunächst müssen die Fragen zum Schadenersatzanspruch, der Prospekthaftung, oder der Gültigkeit einer Haftungsfreistellung geklärt werden. Danach erfolgt eine tiefergehende Analyse, bei der Antworten gesucht werden, auf Fragen wie: War der mittels Conda Kreditsuchende prospektpflichtig? Wurden über die Plattform Conda Willenserklärungen der Anleger an die Anbieter weitergeleitet? War der Anbieter auf Conda erlaubnispflichtig?

Conda: Wie erhebt man Ansprüche?
Nach Beendigung einer sachverständigen Kontrolle, lassen sich konkrete Aussagen zu möglichen Ansprüchen auf Schadensersatz treffen. Eine sachgerechte Bewertung aller Einflussfaktoren erhöht die Erfolgsaussichten beim anschließenden Vorgehen deutlich. So wird auch geklärt, gegen wen die Forderung am erfolgversprechendsten gestellt werden kann.

Resch Rechtsanwälte - Anlegerschutz seit 1986
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern von  Conda-Projekten die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie das Kontaktformular aus oder rufen Sie an, unter 030 885 9770.