Zinsbaustein - Alles gut gelaufen, bis jetzt

Die Crowdinvesting-Plattform Zinsbaustein wurde im Jahr 2016 gestartet und hat ihren Sitz in Berlin. Hinter Zinsbaustein stehen sontowski & partner group (S&P), ein Immobilienunternehmen aus der süddeutschen Stadt Erlangen, mit mehr als 35 Jahren Erfahrung bei der Realisierung komplexer Projekte, und der im Jahre 2014 gegründete Company-Builder für Fintech-Unternehmen, die FinLeap GmbH, mit Sitz in der deutschen Hauptstadt und einem Büro in Mailand. Zinsbaustein ermöglicht Anlegern auf recht einfache Weise und mit geringen Summen in Immobilienprojekte zu finanzieren.

Zinsbaustein: Geschichte

Gleich beim ersten Projekt auf Zinsbaustein sammelte die Plattform 500.000 Euro von der Crowd ein. Zinsbaustein stellte damit eine Finanzierung für das brauHaus Forchheim bereit. Dort wurden 25 Eigentumswohnungen und vier Gewerbeeinheiten mit Hilfe der Crowd von Zinsbaustein gebaut. Das verliehene Geld wurde bis zum 30. April 2017 an die insgesamt 49 Investoren zurückgezahlt. Seitdem ging es bei Zinsbaustein Schlag auf Schlag, 13 weitere Projekte wurden erfolgreich abgeschlossen und 13 andere sind noch vakant. Das gilt auch für das Projekt „Airport Hotels“ für den Düsseldorfer Flughafen, bei dem 773 Anleger 2,45 Millionen Euro investiert haben und auf eine Rückzahlung bis zum 30. April 2021 hoffen. Für das bisher spektakulärste Projekt, “WAVE waterside living berlin”, einem Prestigeprojekt der deutschen Stararchitekten von Graft wurde zuvor ebenfalls 2,45 Millionen eingesammelt und nach 18 Monaten zurückgezahlt. Von Pleiten blieb Zinsland zum Glück für die Anleger bisher verschont.

Zinsbaustein: Geschäftsmodell und Herausstellungsmerkmal
Bei der im Jahr 2016 gegründeten Berliner Plattform Zinsbaustein durchläuft, deren Angaben zufolge, jedes Immobilienprojekt einen intensiven Auswahlprozess, werden bei diesem ernsthafte Unsicherheitsfaktoren festgestellt, wird das Projekt abgelehnt. Zinsbaustein finanziert sich durch die Erlöse aus der Marketinggebühr und eines Anteils aus der projektspezifischen Gebühr für die Vermittlung der Darlehen. Beide Gebühren zieht Zinsbaustein von den Darlehensnehmern ein. Das Mindestanlagevolumen beträgt 500 Euro. Die Zinsbaustein-Investoren müssen nichts zahlen. Die Anleger erhalten für die Darlehen eine jährlichen Zinssatz von 5,25 Prozent, dieser Satz gilt für alle Projekte. Eine Unterscheidung der Risikoklassen findet auf Zinsbaustein nicht statt..

Zinsbaustein: Partner
Die Zinsbaustein GmbH hat mit der sontowski & partner group und der FinLeap GmbH ihre zwei natürlichen Partner. Darüber hinaus gibt es eine Zusammenarbeit mit der genossenschaftlich organisierten PSD Bank Nürnberg. Zinsbaustein greift, wie viele andere Crowdfunding-Plattformen, für Zahlungsdienstleistungen auf den sächsischen Online-Bezahldienst der Secupay AG, aus der Nähe von Dresden, zurück. Zinsbaustein. Weitere Partnerschaften sind nicht bekannt.

Zinsbaustein: Sicherheit und Garantien

Laut eigener Angaben, stellt Zinsbaustein den Anlegern nur Projekte mit erstklassigen Fundamentaldaten zur Verfügung, alle anderen würden abgelehnt. Trotzdem bleibt festzuhalten, bei Zinsbaustein gewähren die Geber der Kredite nur nachrangige Darlehen, das heißt, sie gehen bei einem gescheiterten Immobilienprojekt erfahrungsgemäß leer aus. Da es sich bei einer Plattform, wie Zinsbaustein, nicht um einen Broker oder eine Bank handelt, gibt es weder eine klassische Regulierung, noch greift die Einlagensicherung. Die Anleger bei Zinsbaustein riskieren also den Totalverlust ihrer Einlage. Private Anleger genießen einen gewissen Schutz, weil sie pro Projekt nur maximal 1.000 Euro ohne Bedingungen investieren dürfen. Darüber hinausgehend, ist eine Haftung für die Nachrangdarlehen nicht vorgesehen.

Zinsbaustein - Keine Pleiten in den ersten drei Jahren
Die Zinsbaustein-Anleger hatte bisher Glück. Alle über die Plattform von Zinsbaustein initiierten Projekte sind, Stand Juni 2019, gut gegangen. Allerding kann man aus dem Glück in der Vergangenheit, keines für die Zukunft ableiten. Da es bei Zinsbaustein weder Bürgschaften, noch grundbuchliche Absicherungen gibt, müssen die Anleger darauf hoffen, dass nicht sie sind, die zuerst ein Projektpleite auf Zinsbaustein erwischt.

Zinsbaustein: Wie sieht es mit der Haftung des Vermittler aus?
Bei einer gründlichen und fachkompetenten Prüfung findet man heraus, ob möglicherweise Zinsbaustein, oder aber auch der Emittent in Haftung genommen werden kann. Die Fragen zu den Themen Schadensersatz, Prospekthaftung und Gültigkeit der Haftungsfreistellung sollten zuerst vollständig beantwortet sein, bevor man sie tiefergehenden Fragestellungen widmet? Da braucht man dann Antworten auf Fragen wie:  Hat die Plattform Zinsbaustein eine eventuelle Erlaubnispflicht des Vertragspartners geprüft? Unterlag der Anbieter Wertpapierprospektgesetz (WpPG)? War der Betreiber der Plattform berechtigt Willenserklärungen des Anlegers zum Kauf eines Finanzinstrumentes anzunehmen?

Zinsbaustein: Die folgenden Schritte sind entscheidend
Nachdem eine fachgerechte Revision aller Umstände abgeschlossen ist, können valide Aussagen zu Ansprüchen auf Schadenersatz gemacht werden. Um das angelegte Geld wiederzubekommen, müssen alle Fragen erschöpfend beantwortet sein. Außerdem findet man so heraus, gegen wen man seine Forderungen erfolgreich stellen kann.

Resch Rechtsanwälte: Anlegerschutz seit 1986
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern von gescheiterten Zinsbaustein-Projekten die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie das Kontaktformular aus oder rufen Sie an, unter 030 885 9770.