greenXmoney - Die E.ON Plattform ohne operatives Geschäft

Der grüne Weg zu festen Erträgen und Profit sollte greenXmoney sein. Der Betreiber war die greenXmoney.com GmbH. Die Crowdinvesting-Plattform aus Neu Ulm hat Anlegern ein Investment in erneuerbare Energien angeboten. Später wurden Anteile von greenXmoney vom Energiekonzern E.ON Energie Deutschland GmbH übernommen, der die in Liquidation befindliche Plattform wohl bis zu ihrem endgültigem Aus betreut.

greenXmoney: Geschichte

In Neu Ulm wurde im Jahre 2014 die Plattform greenXmoney ins Leben gerufen. Im Juni des Jahres 2017 meldete der Energieversorger E.ON seinen Einstieg bei greenXmoney. Schon nach acht Monaten war dann aber überraschend Schluss für greenXmoney. Im Februar vermeldete greenXmoney “...wir werden vorerst kein weiteres Neugeschäft auf die Plattform stellen...” ohne dafür Gründe zu nennen.

greenXmoney: Geschäftsmodell und Herausstellungsmerkmal
Über greenXmoney wurden Forderungskaufverträge, sogenannte Wattpapiere, verkauft. Damit erwirbt der greenXmoney-investor die zukünftigen Stromerträge aus einer von ihm mitfinanzierten Anlage zur Energiegewinnung. Ungewöhnlich war, das auf greenXmoney die Investoren zur Kasse gebeten wurden. Der Investor hat ein sogenanntes Ordergeld von 1,5 Prozent der investierten Summe an greenXmoney zu entrichten, dazu kommt noch halbjährlich 0,2 Prozent der Verwaltungsgebühr. Der Projektinitiator muss greenXmoney zwei Prozent der Fundingsumme überlassen.

greenXmoney: Partnerinstitutionen
Die Zahlungsabwicklung und treuhänderische Verwaltung der eingesammelten Gelder erfolgt bei greenXmoney über die Secupay AG, einen Online-Zahlungsdienstleister aus dem sächsischen Pulsnitz, aus der Nähe von Dresden. Als strategischer Partner war seit seinem Einstieg E.ON vorgesehen, der die Gesellschaft aber komplett übernommen hat.

greenXmoney: Sicherheit und Garantien
Die Betreiber von greenXmoney verfolgten eine interessante Idee, indem sie den Anlegern Wattpapiere zeichnen ließ, anstatt die branchenüblichen Nachrangdarlehen zu vermitteln. Mit den Wattpapieren von greenXmoney sicherten sich die Investoren zukünftige Stromerträge, dessen Einspeisevergütung dank des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) schon bekannt war. Eigentlich sollten die Forderungsverträge auf der Plattform handelbar sein. Dieses Versprechen an die greenXmoney-Anleger wurde aber nicht eingelöst. Die müssen nun  hoffen, dass bis zum Ende der Laufzeit alles in geregelten Bahnen läuft.

greenXmoney: Keine Pleite, dafür Liquidation der Plattform
Weshalb man sich für die Liquidation von greenXmoney entschieden hat ist nicht bekannt. Im Februar 2018 beendete E.ON das operative Geschäft von greenXmoney kurz nachdem es die verbliebenen 74,9 Prozent der Anteile erwarb. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Einer der Gründe war wohl, dass es nicht gelang genügend Kunden anzulocken. Dadurch verfehlte greenXmoney Umsatzziele und konnte nicht in gewünschtem Maß wachsen.

greenXmoney: Welche Optionen bleiben nach einem Verlust der Investition?
Eine gründliche Analyse ist das Mittel der Wahl, um eine Antwort auf die Eingangsfrage zu finden. Neben den grundsätzlichen Fragen nach Ansprüchen auf Schadensersatz, Prospekthaftung, oder der Gültigkeit einer Haftungsfreistellung müssen spezifische beantwortet werden. Zum Beispiel: Lag für greenXmoney eine Erlaubnispflicht nach dem Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) vor? Unterlag der Anbieter auf greenXmoney der Prospektpflicht? Hat der Betreiber greenXmoney Willenserklärungen von Anlegern angenommen?

greenXmoney: Wie macht man Forderungen geltend?
Nach dem Abschluss der fachkompetenten Prüfung aller Sachverhalte können sattelfeste Aussagen zu den Ansprüchen auf Schadenersatz getätigt werden. Die genaue Untersuchung erhöht die Chancen sein Geld wiederzusehen erheblich. Einer Gründe dafür ist, dass man abschliessend weiß, gegen wen man seine Ansprüche erhebt.

Resch Rechtsanwälte - Anlegerschutz seit 1986
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