Mezzany - Zu wenig Projekte für Diversifikation

Mezzany ist eine Schwesterplattform von dem Startup-Spezialisten Seedmatch und dem Vermittler für grüne Investitionen Econeers. Ihr Betreiber, die Mezzany GmbH hat ihren Sitz ebenso in Dresden. Mezzany wurde im Frühjahr 2015 gestartet und ist auf Immobilieninvestments fokussiert. Seit der Gründung wurden allerdings gerade mal vier Projekte über Mezzany realisiert. Dabei wurden knapp vier Millionen Euro eingeworben, wovon Stand Juni 2019 2.586.317 zurückgezahlt wurden. Zu schön, wenn das immer so weiter ginge, aber die Erfahrung zeigt, dass sich Umstände jeder Zeit, auch zum Schlechten, ändern können. Wenn das passiert, stellt sich automatisch die Frage nach der Verantwortlichkeit und welche Handlungsmöglichkeiten gegeben sind.

Mezzany: Geschichte

Die deutsche Crowdinvesting-Plattform Mezzany wurde 2015 gestartet. Es begann mit dem Millionenprojekt “Glockengießerei” in Berlin. Dabei wurden über Mezzany 2,5 Millionen Euro für den bekannten Projektentwickler und Investor Jürgen Kelber eingesammelt. schon nach sechs Monaten erhielt die Crowd ihre Anleihe zurück. Da neben der geplanten Verzinsung von 4,5 Prozent noch eine Überschussbeteiligung am Verkaufserlös realisiert wurde, betrug die rechnerische Jahresrendite für die Mezzany-Anleger nach der IRR-Methode 17,17 Prozent. Erst 2017 folgte ein zweites Projekt, in der Ludwig-Erhard-Straße in Leipzig. Dafür wurden 500.000 Euro eingesammelt, die inzwischen ebenfalls zurückgezahlt wurden. Anfang 2019 finanzierten 272 Investoren in eine hochwertige Immobilie in Hamburg-Rahlstedt und am 13. Juni 2019 endete das Funding für eine weitere Immobilie in Leipzig.

Mezzany: Geschäftsmodell und Herausstellungsmerkmal
Auf Mezzany können Investoren ab einem Betrag von 250 Euro in Immobilienprojekte unbürokratisch und gebührenfrei investieren. Bei den zwei bisher abgeschlossen Mezzany-Projekten profitieren die Anleger von der festen Verzinsung und den kurzen Laufzeiten. Ursprünglich sollte die Beteiligung bei Mezzany über Wertpapiere laufen, diese könnten ab einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren für den Börsenhandel zugelassen werden und wären dann dadurch jederzeit auf andere Interessenten übertragbar. Leider wurde das von Mezzany aus unbekannten Gründen nicht umgesetzt.

Mezzany: Partnerinstitutionen
Der Online-Bezahldienst Secupay ist für die Zahlungsabwicklungen und treuhänderische Verwaltung der über Mezzany eingeworbenen Gelder verantwortlich. Mit der finanzrechtlichen Beratung ist die überregional agierende Zwickauer Kanzlei Schenk Lechleitner und Krösch betraut. Das externe Controlling und Berichtswesen von Mezzany hat die Kernaussagen GmbH aus Dresden übernommen. Ansonsten bekommt Mezzany digitale Zertifikate von Geotrust und Auskünfte von der Creditreform.

Mezzany: Sicherheit und Garantien
Auf Mezzany wird den Investoren versprochen, dass alle Projekte einen vielstufigen Prozess durchlaufen bevor sie auf Mezzany angeboten werden. Als Kreditsicherung kommt bei Mezzany, zumindest bei einem Projekt in Leipzig, eine sogenannte Patronatserklärung zum Tragen. Bei den anderen drei Projekten wurde durch die Muttergesellschaften der Träger, jeweils eine selbstschuldnerische Bürgschaft auf das eingesetzte Kapital der Mezzany-Investoren gegeben. Grundsätzlich gilt es aber, immer daran zu denken, welches besonders hohe Risiko den Nachrangdarlehen innewohnt.

Mezzany: Keine Pleiten, aber Risiken bleiben
Die Mezzany-Website ist sehr übersichtlich angelegt und so gelangt man auch leicht zu den Investorenhinweisen. Dort wird auch gewarnt, dass Projektgesellschaften in Schieflage und Bauprozesse ins Stocken geraten können, oder sich die Marktsituation plötzlich verändern und es dadurch zu einem Totalausfall kommen kann. Dem kann man normalerweise mit Diversifikation entgegenwirken, allerdings befinden sich dafür auf Mezzany leider nicht genügend Projekte, und selbst wenn, würde das im Fall einer Immobilienkrise, nichts nützen, weil dann alle Objekte betroffen wären.

Mezzany: Wie sieht es mit der Haftung der Vermittler aus?
Eine gründliche Analyse ist das Mittel der Wahl, um eine Antwort auf die Eingangsfrage zu finden. Juristisch geht es zuerst um die Fragen zu Schadensersatzansprüchen, zur Prospekthaftung und der Gültigkeit einer Haftungsfreistellung, und desweiteren um konkrete Fragen, wie: Wurden von der Plattform Mezzany Finanztransfergeschäfte durchgeführt? Hat der auf Mezzany kreditsuchende Anbieter ein erlaubnispflichtiges Einlagengeschäft betrieben? Lag bei Mezzany eine Erlaubnispflicht nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) vor?

Mezzany: Gegen wen und wie kann man Forderungen erheben?
Nachdem eine fachgerechte Revision aller Umstände abgeschlossen ist, können valide Aussagen zu den möglichen Schadensersatzansprüchen gemacht werden. Um investiertes Geld zurückzubekommen, müssen die genannten und viele weitere Fragen detailliert beantwortet sein. Damit sollte dann auch vollständig geklärt sein, gegen wen man seine Forderungen eigentlich richten sollte.

Resch Rechtsanwälte - Anlegerschutz seit 1986
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern von gescheiterten Mezzany-Projekten die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie das Kontaktformular aus oder rufen Sie an, unter 030 885 9770.




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Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
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Referenzen

Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
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