V+ Fonds ++ Bericht von den Gesellschafterversammlungen Juni 2016

Ein Desaster nannte es Xolaris-Chef Stefan Klaile. Im Herbst 2015 hatte er von der Metapriori die nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) vorgeschriebene Funktion der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG)  übernommen. Trotz der verweigerten Zuarbeit der Metapriori konnte von der Xolaris jetzt der Jahresabschluss 2014 vorgelegt werden. Die Ergebnisse sind für alle drei V+ Fonds ernüchternd, für manchen der anwesenden Gesellschafter regelrecht ein Schock. Ihre Altersvorsorge ist verloren. Was kann man tun? Von wem können die Anleger der V+ Fonds ihr Geld zurückverlangen?

Die Verantwortlichen der V+ Fonds erscheinen nicht
Die früheren Verantwortlichen der V+ Fonds waren von Xolaris-Chef Klaile eingeladen worden. Die extra reservierten Stühle blieben leer. Keiner der früheren Initiatoren wollte sich der Verantwortung stellen. Für viele Anleger war es schwer, die von Klaile dargelegten Fakten in ihrer ganzen Tragweite zu verstehen.

V+Fonds Versammlung Scholz
V+Fonds Versammlung Schaar
V+Fonds Versammlung Vogel
V+Fonds Versammlung Vogel Scholz

 

Anleger der V+ Fonds wurden belogen
Nichts ist von der sicheren Kapitalanlage übrig geblieben. Alle Versprechungen entpuppen sich wohl als Lüge, zum Beispiel die Absicherung durch Gold oder die ökologische Ausrichtung der von die V+ Fonds getätigten Investments. Stattdessen gibt es ein Portfolio mit unterschiedlichsten Beteiligungen, von denen manche bereits insolvent und deshalb vollständig abgeschrieben werden mussten. Offenkundig waren die Anleger falsch informiert worden. Auffällig war allerdings auch, dass viele Vermittler ebenfalls Anteile bei den V+ Fonds gezeichnet und wohl an die fondseigene Propaganda geglaubt hatten.

Bei V+ Fonds Verwalter laufen Ermittlungen
Über viele Jahre lief der Schwindel, an dem wohl auch der frühere Kapitalverwaltungsgesellschaft Metapriori beteiligt gewesen sein könnte, denn es laufen strafrechtliche Ermittlungen, bei denen es auch um Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung geht.

Sollten die V+ Fonds liquidiert werden?
Die durch das neue KAGB erzwungene Transparenz öffnet allen Anlegern der V+ Fonds die Augen. Nach vorsichtiger Einschätzung dürfte die Chance, dass man jemals sein eingezahltes Geld wieder zurückerhält, gering sein. So wurde dann auch zu den Perspektiven der drei V+ Fonds diskutiert, ob nicht eine Liquidation, also die Auflösung, der bessere Weg sei. Immerhin ist kaum zu verantworten, dass die getäuschten Anleger noch weitere Jahre ihr Geld in Ratensparpläne investieren, von denen schon jetzt klar ist, dass die Anleger ihr Geld zu einem geringen Teil zurückerhalten dürften.

Über die Zukunft der V+ Fonds wird im Herbst 2016 entschieden
Aber auch eine solche Liquidation ist komplex und muss von allen Seiten beleuchtet werden. Immerhin hat Xolaris angekündigt, im Herbst eine weitere Gesellschafterversammlung einzuberufen, in der dann der Jahresabschluss 2015 vorgelegt wird. In diesem Rahmen soll dann auch über Alternativen diskutiert werden, wie zum Beispiel eine vorzeitige Beendigung der Fonds oder eine Liquidation.

Entlastung der V+ Fonds Verantwortlichen versagt
Als dann nach ausführlicher Diskussion zu diesen Themen der Jahresabschluss und die Entlastung der Geschäftsführung zur Beschlussfassung gestellt wurden, war das Ergebnis klar. In allen drei Fonds ist der früheren Geschäftsführung die Entlastung versagt worden. Damit bleiben potenzielle Schadensersatzansprüche gegen die Fondsgeschäftsführung möglich.

Müssen Anleger der V+ Fonds weiter einzahlen?
Viele Anleger werden sich fragen, ob sie Schadensersatzansprüche haben und ob sie ihre Sparraten weiter einzahlen müssen. Die wenigsten der Ratensparer haben verstanden, dass sie Kommanditisten einer Kommanditgesellschaft geworden sind und dass sie in Höhe der Zeichnungssumme persönlich haften. Auch in diesen Gesellschafterversammlungen wurde deutlich, dass die meisten Anleger völlig andere Vorstellungen von dem haben, was wirklich der gesellschaftsrechtliche Hintergrund einer Kommanditbeteiligung ist. Ob Ratenzahlungen eingestellt werden können, hängt vom Einzelfall ab und muss individuell geprüft werden.

Anleger der V+ Fonds haben sichere Kapitalanlagen aufgelöst
Viele Anleger haben bestehende Lebensversicherungen aufgelöst, um diese in die V+ Fonds einzuzahlen. Dabei sagt schon der Name der Venture Plus, dass die V+ Fonds Wagniskapital einsammeln. Das ist das Gegenteil einer sicheren Kapitalanlage.

V+ Fonds von Anfang an zu Scheitern verurteilt?
Wie sich jetzt herausstellt, ist die Art und Weise, wie die Verantwortlichen der V+ Fonds das Geschäft betrieben haben, kein Wagnis mehr. Es scheint von vorn herein für die Anleger zum Scheitern verurteilt gewesen sein. Ein gutes Geschäft war es lediglich für die Initiatoren und die Vertriebe, die über 20 % Provisionen und Gebühren eingestrichen haben.

V+ Fonds Anleger fordern Ersatz des Schadens
Vielen Anlegern bleiben aber die Schadensersatzansprüche. Es gibt auch Möglichkeiten, die laufenden Ratenzahlungen einzustellen, wenn die rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind. Dies muss im Einzelfall geprüft werden.

V+ Fonds ++ Bericht von der Gesellschafterversammlungen Juni 2016
V+ Fonds ++ Bericht von der Gesellschafterversammlungen Juni 2016

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