V+ Fonds - Aufforderung zur Zahlung

Säumige oder vermeintlich säumige Anleger der V+ Fonds erhielten im Dezember 2018 ein Schreiben, wonach sie aufgefordert werden, die ausstehenden Raten an den jeweiligen V+ Fonds einzuzahlen. Müssen Anleger der V+ Fonds dieser Aufforderung nachkommen? Wie können  sich wehren?

Die V+ Fonds 1 bis 3 sind in der Rechtsform von Kommanditgesellschaften aufgelegt. So heißen sie

V+ GmbH & Co. Fonds 1 KG
V+ GmbH & Co. Fonds 2 KG
V+ GmbH & Co. Fonds 3 KG


Sie sind mit dem Zweck gegründet worden, Kapital für Risikounternehmen einzusammeln. „V“ steht für Venture = Risiko.

V+ Fonds Zahlungsaufforderung: Geld der Anleger ist verbrannt
Voller Schrecken haben die Anleger im Jahr 2016 erfahren müssen, dass fast 90 % des Kapitals der Gesellschaft verbrannt worden ist. Für Experten war von vornherein klar, dass es nicht einmal theoretisch möglich sein würde, die den Anlegern der V+ Fonds gemachten Versprechungen jemals einzuhalten.

V+ Fonds Zahlungsaufforderung: Kein Ratensparplan zur Altersvorsorge
Die meisten Anleger sind über die Beteiligung an einem V+ Fonds falsch informiert worden. Vielen Anlegern der V+ Fonds wurde die Beteiligung als ein „Ratensparplan zur Altersvorsorge“ verkauft. Nichts könnte falscher sein als das. Aufgrund dieser grundlegend falschen Darstellung des Konzeptes der V+ Fonds haben viele Anleger dann sogar bestehende Lebensversicherungen aufgekündigt, um ihr Geld in diese Risikofonds einzubringen.

V+ Fonds Zahlungsaufforderung: Anleger stellen Ratenzahlungen ein
Aufgrund der desolaten Ergebnisse haben sich dann immer mehr Anleger gefragt, warum sie weiter Geld einzahlen sollen, wo doch völlig klar ist, dass sie niemals ihr Geld zurückbekommen werden. Dabei haben dann diese Anleger völlig übersehen, dass sie dem V+ Fonds als Kommanditist beigetreten sind.

V+ Fonds Zahlungsaufforderung: Kommanditist muss seine Einlage erbringen
Der Kommanditist ist grundsätzlich verpflichtet, seine Einlage vollständig zu erbringen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann er nicht erklären, dass er wegen der fehlenden wirtschaftlichen Erfolgsaussichten nicht mehr bezahlen will. Aufgrund dieses Missverständnisses haben dann viele Anleger einfach die Zahlungen eingestellt und fühlten sich auch insofern bekräftigt, als dass der Einstellung der Zahlungen keine Konsequenzen folgten.

V+ Fonds Zahlungsaufforderung: Schweigen ist nicht Einverständnis
Es passierte einfach nichts, sodass viele Anleger daraus den Schluss zogen, dass damit das Thema für sie erledigt sei. Ein schwerwiegender Irrtum. Solange der Anleger Kommanditist in dem V+ Fonds ist, bleibt die Zahlungsverpflichtung bestehen. Nur, wenn die Kommanditisten-Stellung formgerecht beendet ist, entfällt die Verpflichtung zur Zahlung.

V+ Fonds Zahlungsaufforderung: Was können Anleger jetzt tun?
Viele Anleger werden wissen wollen, wie sie ihre Beteiligung beenden können und sich angesichts der groben Falschberatung auch fragen, ob sie nicht Schadensersatzansprüche geltend machen können. Schadensersatzansprüche dürften in vielen Fällen schon verjährt sein. Unbeschadet bleibt in vielen Fällen die außerordentliche Kündigung der Beteiligung, die aber juristisch formgerecht durchgezogen werden muss.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
Wenn Sie Anleger eines V+ Fonds sind und wissen möchten, was Sie konkret tun können, rufen Sie an unter 030 885 97 70 oder füllen Sie den Fragebogen aus. Sie erhalten eine kostenlose Ersteinschätzung.