V+ Fonds - Liquidation abgelehnt

Am 11.12.2018 fand in München die Gesellschafterversammlung für die drei V+ Fonds statt. Der Antrag, die drei V+ Fonds zu liquidieren, wurde abgelehnt. Welche Konsequenzen hat das für die Gesellschafter der V+ Fonds?

V+ Fonds: Geld der Anleger verbrannt.

Die V+ Fonds erleben seit der Gesellschafterversammlung aus dem Jahr 2015 ein Desaster. Durch die Einsetzung eines neuen Verwalters mussten die echten Zahlen auf den Tisch. In den Gesellschafterversammlungen im Jahr 2015 wurde allen Gesellschaftern deutlich, dass rund 90 % ihres Kapitals verbrannt sind.

V+ Fonds: Ratenzahler füllen die weiterhin Kasse
Trotzdem konnten die Fonds zunächst ganz gut weiterleben, weil es einen stetigen Mittelfluss aus den Ratenzahlungsverträgen gab. Den Anlegern der V+ Fonds war nämlich erklärt worden, es handele sich um einen Ratensparplan zur Altersvorsorge. Viele Anleger haben damals ihre Lebensversicherungen aufgekündigt, um diese als Einmalzahlung in ihren jeweiligen V+ Fonds einzuzahlen. Meist wurde dann noch eine Ratenzahlung vereinbart.

V+ Fonds: Haftung für Zeichnungssumme
Den wenigsten Gesellschaftern wurde bewusst gemacht, dass es sich bei den V+ Fonds um eine hoch riskante Anlageform handelt. Die Gesellschafter wurden Kommanditisten in einer Kommanditgesellschaft. Damit hatten sie die Verpflichtung, den vollen Zeichnungsbetrag, der in der Beitrittserklärung festgehalten war, der den meisten aber gar nicht so aufgefallen war, tatsächlich einzuzahlen. Dies ist der Betrag, den sie der Gesellschaft schulden. Dass es ihnen ausnahmsweise gestattet ist, diese Schuld in Raten zu begleichen, ist so nie erklärt worden. Die Anlageberater haben das ganze Konzept als Ratensparplan zur Altersvorsorge verkauft.

V+ Fonds: Ungeeignet zur Altersvorsorge
Durch die Gesellschafterversammlungen wurde den Anlegern natürlich nach und nach klar, dass die Idee der Altersvorsorge völliger Unsinn ist. Viele haben ihre Anlageberater auf Schadensersatz verklagt. Aber letztlich gab es immer noch eine Menge Anleger, die ganz brav weitergezahlt haben, wenn sie Post von der Fondsverwaltung bekommen haben oder Schreiben von Anwälten oder Interessengemeinschaften.

V+ Fonds: Anlageberater schützen sich selber
Sie haben stets ihren Anlageberater gefragt und dieser hat ihnen regelmäßig erklärt, das könnten sie alles ignorieren, alles sei in Ordnung und wenn Anwälte geschrieben haben, dann ginge es denen doch  nur darum, dass die Geld verdienen wollten. Vielleicht ist sogar verständlich, dass die Anlageberater so gehandelt haben, denn letztlich hätten sie sich selber anzeigen und erklären müssen, dass sie für den Schaden, den sie ihren Anlegern angetan haben, in der persönlichen Haftung sind.

V+ Fonds: Immer mehr Anleger scheiden aus
Nach und nach haben aber immer mehr Anleger ihre Beteiligungen gekündigt, so dass der Mittelfluss deutlich abgenommen hat. Das dürfte auch der Hintergrund sein, weswegen jetzt über die Liquidation der V+ Fonds nachgedacht wurde. Kurzfristig wurde eine Anlegerversammlung einberufen, um einen solchen Beschluss zu fassen.

V+ Fonds: Wie geht es nun weiter?
Da aber erhebliche Zweifel bestehen, ob eine solche Auflösung der noch verbliebenen Werte tatsächlich seriös durchgeführt werden kann, hat die Gesellschafterversammlung dem Plan der Liquidation nicht zugestimmt. Wie es nun weitergehen soll, bleibt offen. Gesellschafter sind nach wie vor in der Haftung. Viele Anleger wollen einfach nur raus. Wie das Ganze funktionieren kann, wissen die meisten nicht.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern der V+ Fonds die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Wenn Sie wissen wollen, wie Sie aus dieser Gesellschaft ausscheiden können, füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 97 70. Sie erhalten eine kostenlose Ersteinschätzung.