V+ Fonds 2 ++ Berater muss Schadensersatz leisten

Das Landgericht Konstanz hatte einen Anlageberater zu Schadensersatz verurteilt, der einem Anleger eine Beteiligung an der V+ GmbH & Co. Fonds 2 KG vermittelt hat. Der Anleger des V+ Fonds 2 wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung nie gezeichnet.

V+ Fonds 2: Umfassende Beratung erforderlich
Der V+ Fonds 2 ist ein Wagniskapitalfonds, der damit schon allein überdurchschnittlichen Risiken unterliegt. Über diese Risiken wurde nicht aufgeklärt. Der beklagte Anlageberater hatte zunächst bestritten, überhaupt eine Beratung vorgenommen zu haben. Das Landgericht Konstanz hat aber einen konkludenten Beratungsvertrag angenommen, weil auch ohne schriftlichen Vertrag erkennbar die Beratung für den Anleger eine hohe Bedeutung hatte.

V+ Fonds 2: Zur Altersvorsorge völlig ungeeignet
Dem Anleger war die Beteiligung an dem Wagniskapitalfonds V+ Fonds 2 als eine sichere Kapitalanlage empfohlen worden. Ihm wurde geraten eine Lebensversicherung zu beenden und das Geld als erste Teilzahlung in den V+ Fonds 2 einzuzahlen. Das Gericht hatte sich davon überzeugt, dass es dem Anleger um eine sichere Kapitalanlage ging, die sogar zur Altersvorsorge geeignet sein sollte. Gerade dafür ist der V+ Fonds 2 völlig ungeeignet. Ein sachkundiger Anlageberater hätte auf die Risiken hinweisen oder dem Anleger erklären müssen, dass er sich in der Materie nicht auskenne und ihm mithin auch keinen Rat erteilen könne.

V Fonds 2: Anlegerberater hatte Risiken erkennen müssen
In seiner Parteivernehmung hatte der Anlageberater auch noch Jahre später fast schwärmerisch von den Chancen der V+ Fondsbeteiligungen berichtet. Insbesondere war ihm noch gut in Erinnerung, dass der V+ Fonds sich unter anderem an einem Unternehmen beteiligte, das ein Mittel gegen Herzinfarkt erarbeiten wollte. An diesem Beispiel machte das Gericht deutlich, dass der Anlageberater durchaus hätte erkennen können und müssen, dass dieses Unternehmen keineswegs eine optimistische Perspektive ausgewiesen hat. Seit Jahren hatte das Unternehmen Verluste geschrieben und einen erheblichen Fehlbetrag ausgewiesen. Entsprechend war der Anlageberater zu Schadensersatz verurteilt worden. Denn auf all diese Risiken hätte er hinweisen müssen. Das von Rechtsanwältin Katherina Wagener erstrittene Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

V+ Fonds 2: Viele Anlageberater hatten sich selber täuschen lassen
Die geradezu schwärmerischen Aussagen des Anlageberaters bestätigen ein Erlebnis, das Rechtsanwalt Jochen Resch als Teilnehmer der Gesellschafterversammlungen der V+ Fonds im Jahr 2016 vielfach selber erlebt hatte. Obwohl alle V+ Fonds faktisch zusammengebrochen waren, waren die in den Versammlungen anwesenden Vermittler und Anlageberater immer noch sichtlich überzeugt von dem Konzept. Die Ahnungslosigkeit vieler Anlageberater schützt diese aber nicht vor Schadensersatzansprüchen. Anlageberater haben zu wissen, was für ein Produkt sie verkaufen.

V+ Fonds: Gehirnwäsche für die Anlageberater
Außerordentlich viele Anlageberater hatten sich selber an den V+ Fonds beteiligt. Der Beobachter konnte fast den Eindruck haben, als sei es den V+ Vertriebschefs gelungen, ihre Berater einer Art Gehirnwäsche zu unterziehen. In den Gesellschafterversammlungen versuchten die Anlageberater, selbst wenn sie selber zu Opfern ihrer eigenen Propaganda geworden waren, das offenkundige Fiasko zu ignorieren.

Interessengemeinschaft V+ Fonds macht irrenführende Aussagen
Die Fakten sind offenkundig, aber bis heute wird über die Interessengemeinschaft V+ Fonds I-IV immer noch versucht, an der auch viele Anlageberater mehr oder weniger unterstützend mitwirkend sind, die Sache schönzureden und vor den gierigen Anlegeranwälten zu warnen.

IG V+ Fonds: Anleger sollen von Klagen abgehalten werden
Anleger hätten gar keine Chance, durch Schadensersatzklagen ihr Geld wiederzuerlangen. Das Urteil des Landgerichts Konstanz ist nach zahlreichen weiteren Prozessen und unzähligen abgeschlossenen Vergleichen ein weiterer Beweis dafür, dass die Propaganda der Interessengemeinschaft V+ weitgehend den Interessen der Anlageberater dient und Anleger davon abhalten soll, ihre Rechte wahrzunehmen.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986

Wenn auch Sie eine Beteiligung an einem der V+ Fonds hatten, sollten Sie Ihre rechtlichen Möglichkeiten auf Schadensersatz prüfen lassen. Rufen Sie an unter 030 885 97 70 oder füllen Sie den Fragebogen aus.