V+ Fonds Gesellschafterversammlung 13.02.2017 ++ Erlebnisbericht aus München

Am 13.02.2017 fand die Gesellschafterversammlung des V+ Fonds 1 und des V+ Fonds 2 im Ramada Hotel in München-Riem statt. Eigentlich glaubte sich die Fondsverwaltung gut vorbereitet, war doch die letzte, nicht beschlussfähige Gesellschafterversammlung am 14.10.2016 in eine Informationsveranstaltung umgewandelt worden. Nach hitziger Diskussion wurden die Jahresabschlüsse festgestellt. Aber die Liquiditätsreserve wurde nicht angetastet. Wie geht es weiter mit den V+ Fonds?

V+ Fonds: Immer wieder dieselben Fragen ahnungsloser Anleger
Grundsätzlich ist es ja erfreulich, wenn Anleger der V+ Fonds Fragen haben. Aber in den letzten drei Gesellschafterversammlungen im Juni und Oktober 2016 und jetzt, im Februar 2017, wurden immer wieder die alten Diskussionen geführt. Die anwesenden Anleger waren sich oft nicht bewusst, dass sie als Kommanditisten das Risiko des Totalverlustes tragen, das sich hier in den V+ Fonds weitgehend verwirklicht hat. Diskussionen darüber, ob noch etwas zu retten ist und ob man nicht besser die Fonds liquidieren sollte, beherrschten außerhalb der Tagesordnung die Gesprächsthemen. Berechtigte Sorgen der Anleger.

V+ Fonds: Anleger wissen nicht, dass sie Kommanditisten sind
Das Problem ist jedoch, dass im Zuge des seinerzeitigen Vertriebes die Anleger der V+ Fonds nicht annähernd über die Fakten aufgeklärt wurden. So weiß bis heute nur eine Minderheit der Anleger, dass sie bei ihrer V+ GmbH & Co Fonds KG einer Kommanditgesellschaft beigetreten sind und grundsätzlich bis zur Höhe ihrer Einlage persönlich haften. Sie wissen nicht, dass die Beteiligung an einem V+ Fonds Wagniskapital darstellt, das per se schon mit einem außerordentlich hohen Risiko des Totalverlustes versehen ist.

V+ Fonds: Kein Ratensparplan zur Altersvorsorge
Vielen Anlegern wurde die Beteiligung an einem V+ Fonds als Ratensparplan zum Aufbau einer Altersvorsorge dargestellt. Viele wurden zudem dazu überredet, bestehende sichere Kapitalanlagen, wie Lebensversicherungen und Bausparverträge, aufzulösen und diese in die vermeintlich ebenso sichere, aber eben sehr viel renditeträchtigere Kapitalanlage bei einem V+ Fonds zu investieren.

V+ Fonds: Welten liegen zwischen Versprechungen und der Wirklichkeit
Anleger haben mit ihrem Ratensparplan zur Altersvorsorge ein völlig falsches Bild von ihrer Beteiligung, das mit der Wirklichkeit des Gesellschaftsrechts einer Kommanditgesellschaft nichts gemein hat. So wundert es nicht wirklich, dass wohl eine Mehrheit der Anleger gar nicht verstehen kann, was denn in den Informationen zur Vorbereitung der Gesellschafterversammlungen im vergangenen Jahr und jetzt im Februar wirklich gemeint ist.

V+ Fonds: Anleger verlassen sich auf die Aussagen der Vermittler
Sie orientieren sich an dem, was sie von den Anlageberatern gehört haben und verstehen logischerweise überhaupt nicht, was die V+ Fondsverwaltung ihnen zur Vorbereitung der Gesellschafterversammlungen an Informationen an die Hand gibt. Was hat also der Ratensparplan mit der Gesellschafterversammlung zu tun?

V+ Fonds: Gezielte Desinformation vieler Vermittler
Manche versuchen, diesen Widerspruch dadurch aufzuklären, indem sie ihren Berater kontaktieren, der ihnen versichert, es sei alles in Ordnung. Dem entsprach zu mindestens anfänglich auch das Bild der Interessengemeinschaft V+ I bis III, die unter dem Motto „Geld mehren und bewahren“ steht, trotz der aus den Jahresabschlüssen ersichtlichen faktischen Totalverluste das Bild einer heilen oder zumindest zu rettenden Welt vorgegaukelt haben.

V+ Fonds: Die Anlegeranwälte sind schuld!
Schuld wurde den bösen Anlegeranwälten gegeben, die aus lauter Eigennutz und Geldgier Anleger aufhetzen und denen es nur darum geht, aus Eigennutz die V+ Fonds schlecht zu reden. Gegen solche Desinformationen ist nur schwer anzukommen.

V+ Fond: Helfen noch mehr Informationen?
Von manchen Anwesenden wurde angeregt, man möge doch in einfachen Worten die Anleger aufklären und in einfachen Fragestellungen die Anleger zur Beschlussfassung über die Jahresabschlüsse, eine mögliche Liquidation oder andere Dinge zu motivieren. Das zielt aber – leider – daneben.

V+ Fonds: Vermittler müssen Anleger wahrheitsgemäß aufklären
Es mangelte nicht an Informationen, es mangelte an den Fähigkeiten, diese Informationen aufzunehmen und richtig zu bewerten. Zugegebenermaßen ist die Beurteilung der wirtschaftlichen und rechtlichen Komplexe äußerst schwierig! Entscheidende Verantwortung dafür tragen die Vermittler, die bis heute ihren Kunden nicht reinen Wein einschenken, sondern eben, wie oben beschrieben, unter anderem mit Hinweis auf die Interessengemeinschaft V+ Fonds I –III ein heiles Bild vorgaukeln.

V+ Fonds: Vermittler entscheiden Interessenkonflikt zu eigenen Gunsten
Der Grund ist offenkundig. Die Vermittler der V+ Fonds sind grundsätzlich in der Haftung, wenn sie ihren Kunden falsch oder unvollständig beraten haben. Aber nur der jeweilige Vermittler kann seinen Kunden so erreichen, dass er die wahre Dimension und die Komplexität der Fragestellung halbwegs versteht. Aber die Vermittler sind grundsätzlich genau die, die eben dieses aus sehr eigennützigen Gründen, nämlich zur Vermeidung von Schadensersatzansprüchen gegen sich selbst, mit aller Macht zu verhindern suchen, dass die Anleger die Wahrheit erfahren.

V+ Fonds: Vermittler rüsten für den Abwehrkampf
So wurden für den 03.03.2017 die Vermittler zu einer Informationsveranstaltung nach Würzburg eingeladen, zu der zwei Anwälte der Bielefelder Kanzlei BEMK als Referenten eingeladen sind. Diese Bielefelder Kanzlei ist seit Jahren bekannt, dass sie als Vermittleranwälte auftreten und in anderen Fallkomplexen nach allen möglichen zu verklagenden Schuldigen gesucht haben, aber mehr um abzulenken und ihre eigenen Schützlinge, die Vermittler und Vertriebe, zu schonen. So mag es also nicht verwundern, wenn im Ergebnis jener Vertreterversammlung am 03.03.2017 auch für die V+ Fonds ein solches Ablenkungskonzept unter dem Motto „Der Bock macht sich zum Gärtner“ entworfen wird.

V+ Fonds: Wie können die Anleger informiert werden?
Für die V+ Fonds eine missliche Lage. So wurden hier zwar die notwendigen Entscheidungen per Beschluss gefasst, die Jahresabschlüsse wurden genehmigt, die Komplementärgesellschaft wurde ausgetauscht, aber für wichtige Fragen wird man nur schwer eine Mehrheit finden. Die notwendigen Informationen, um eine Entscheidung zu treffen, nehmen die Anleger nicht wahr!

Wie geht es also weiter mit den V+ Fonds?
Die Geschäftsführung der V+ Fonds hat mitgenommen, dass immer wieder das Thema der Liquidation entsteht. Da die Zielerreichung offenkundig illusorisch ist, wird von den Anlegern immer wieder angesprochen, den Fonds zu liquidieren. Ein juristisch hoch komplexes Thema, bei dem viele verschiedene Aspekte berücksichtigt werden müssen. In der Tat ist es vernünftig, diesen Punkt ausführlich zu diskutieren. Das vorstehende Grundproblem wird aber damit nicht gelöst. Die überwiegende Mehrheit der Anleger nimmt an der Diskussion nicht teil, weil sie ja „nur einen Ratensparplan“ abgeschlossen haben. Dass die Vermittler zu Hilfe kommen und ihren Kunden reinen Wein einschenken, wird man ausschließen dürfen. Das Informationsproblem ist also wohl nicht lösbar.

V+ Fonds: Wie kann Anleger ausscheiden und Geld zurückbekommen?
Es bleibt die Beendigung der Stellung als Kommanditist unter den dazu erforderlichen Voraussetzungen. Der Anleger scheidet als Gesellschafter aus, ist nicht mehr in der Haftung und braucht keine weiteren Zahlungen zu leisten. Den Schadensersatzanspruch kann er gegenüber dem Vermittler geltend machen, der ihn mit falschen Versprechungen in diese Beteiligung hineingelockt hat. Der Anleger wird im Ergebnis so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem V+ Fonds nicht gezeichnet.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern der V+ Fonds die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 97 70