V+ Fonds ++ nun endlich neue Gesellschafterversammlung

Zwei Anläufe sind gescheitert. Am 14. Oktober 2016 sollten die Gesellschafterversammlungen  der V+ Fonds stattfinden. Die im Gesellschaftsvertrag  der V+ Fonds vorgegebene Regelung, dass eine beschlussunfähige Gesellschafterversammlung  binnen zwei Wochen erneut einberufen werden muss, ist nicht eingehalten worden. Stattdessen hat die V+ Fonds Verwaltung versucht, Beschlüsse im Umlaufverfahren durchzuführen. Auch dieses hat nicht funktioniert. So gibt es jetzt wieder eine Präsenzveranstaltung und zwar am 13.02.2017 im Ramada Hotel München Messe.

Dass diese Gesellschafterversammlungen der V+ Fonds auch beschlussfähig ist, soll durch die Einholung unwiderruflicher Vollmachten aller notwendigen Beteiligten sichergestellt werden. Daran war die erste Versammlung gescheitert. Die Geschäftsführung der V+ Fonds und der Treuhänder waren nicht erschienen. Weil eine Informationsveranstaltung bereits am 14. Oktober 2016 durchgeführt wurde, sollen die jeweiligen Gesellschafterversammlungen nur eine Stunde dauern. Es bleibt zu hoffen, dass an dieser Gesellschafterversammlung jene Gesellschafter und deren Vertreter teilnehmen, deren Informationsbedürfnis im Oktober bereits gestillt wurde.

Nach der Tagesordnung für die V+ Fonds soll der Jahresabschluss 2015 festgestellt werden, der in allen Gesellschaften wieder Millionenverluste ausweist.

Erklärungsbedürftig ist der Tagesordnungspunkt 3. Hier soll eine Satzungsänderung durchgeführt werden, um die starre Liquiditätsreserve aufzuheben. Das mag erklärt werden, sonst ist dieses Geld auch noch für die Anleger verloren. Dies wird man nur im Zusammenhang mit einer Reduzierung der Verwaltungskosten sehen müssen, die bislang praktisch die gesamten laufenden Einnahmen auffressen.

Sinnvoll ist der Austausch der Komplementärin der jeweiligen V+ Fonds. Es besteht die Gefahr, dass die Komplementärin als haftende Gesellschafterin in die Insolvenz geht. Sie wird nämlich von diversen Anlegern in Anspruch genommen. Auf Dauer wird das nicht gut gehen. Von daher ist es richtig, eine neue Gesellschaft einzusetzen, die diese Funktion als Komplementärin übernimmt.

Gewarnt sei vor den Unkenrufen, dass die persönliche Haftung der Anleger der V+ Fonds droht. Da müssen Umstände zusammenkommen, die sicherlich abgewehrt werden können. Der Austausch der Komplementärin ist genau der richtige Weg dafür.

Für Resch Rechtsanwälte wird Rechtsanwalt Jochen Resch an der Versammlung teilnehmen und im Anschluss seinen Erlebnisbericht veröffentlichen.