V+ Beteiligungs 2 GmbH auf Schadensersatz verurteilt ++ V+ GmbH & Co.Fonds 2 KG

 

Mit Urteil vom 24.07.2015 hat das Landgericht Landshut die V+ Beteiligungs 2 GmbH auf Schadensersatz verurteilt. Das Urteil ist bemerkenswert, weil die V+ Beteiligungs GmbH Komplementärin der V+ GmbH & Co. Fonds 2 KG ist, einem Venture Capital Fonds mit hochriskanten Kaptalanlagen, die für sicherheitsorientierte Anleger ungeeignet sind.

Komplementärin V+ Beteiligung setzt Vermittler ein

Die V+ Beteiligungs 2 GmbH hat auf einen externen Vertrieb verzichtet und selbstständige Handelsvertreter für die Vermarktung der Beteiligung an den V+ Fonds eingesetzt. Diese selbstständigen Handelsvertreter hatten den Kläger des Verfahrens falsch beraten.

Klage gegen V+ Beteiligung als Gründungsgesellschafterin

Die Klage richtete sich jetzt gegen die Komplementärgesellschaft V+ Beteiligungs 2 GmbH als Gründungsgesellschafterin der V+ GmbH & Co. Fonds 2 KG. Das Landgericht verweist dabei auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes und zitiert dabei BGH NJW 2013, 1255. Diese Fundstelle ist falsch, es muss vielmehr richtig heißen NJW-RR 2013, 1255.

Die Entscheidung des Landgerichts Landshut ist nach Einschätzung von Resch Rechtsanwälte richtig und wichtig. Immer häufiger versuchen Beteiligungsfonds aus allen Sparten, sich der  Haftung zu entziehen, indem sie selbstständige Handelsvertreter einsetzen. Zwar gibt es durchaus Haftungsansprüche gegen diese, vielfach wird allerdings die Umsetzung der Urteile an der mangelnden Liquidität der betreffenden Personen scheitern.

Es werden zwar auch viele Komplementärgesellschaften nicht mit erheblichen finanziellen Mitteln ausgestattet sein. Gleichwie ist der Austausch der Komplementärin für viele Beteiligungsfonds in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft schon eine empfindliche Niederlage.

Keinen direkten Schadensersatzanspruch gegen V+ GmbH & Co Fonds 2 KG

Gegen die Kommanditgesellschaft selber gibt es nach der ständigen Rechtsprechung keine Handhabe. Sobald die Gesellschaft eingetragen ist, stehen dem Anleger gegen die Kommanditgesellschaft selber nur Ansprüche auf das sogenannte Auseinandersetzungsguthaben zu, das häufig genug nur einen Bruchteil des von ihm eingezahlten Geldes ausmachen dürfte.

Das Urteil des Landgerichts Landshut ist nicht rechtskräftig.