Venture Plus Fonds 4 ++ Wagniskapital mit vollem Risiko

Im Jahr 2005 wurde die Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG gegründet. Sie bietet Kleinanlegern Wagniskapital als sichere Kapitalanlage an. Dabei ist die Beteiligung an dem Venture plus Fonds 4 mit einem hohen Risiko verbunden. Können Anleger des Venture Plus Fonds 4 ihre Beteiligung beenden und ihr Geld zurückverlangen?

Venture Plus Fonds 4: Was macht der Wagniskapital Fonds?
Die Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG ist auf dem Markt für Wagniskapital tätig. Das geplante Gesamtvolumen beträgt 100 Millionen Euro. Das Kapital der Anleger wird über den Venture Plus Fonds 4 deshalb fremden Unternehmen zur Verfügung gestellt, deren Risiko des Scheiterns hoch ist. Venture Capital Unternehmen, also Unternehmen die Wagniskapital einsammeln, hoffen, dass sie neben vielen Flops eben auch mal einen goldenen Treffer landen und damit die Misserfolge nicht nur ausgleichen, sondern unterm Strich einen Gewinn erzielen. Venture Capital Anlagen sind deshalb nur etwas für Profis, die auch Verluste wegstecken können.

Venture Plus Fonds 4: Wagniskapital für Kleinanleger
Die Venture Plus GmbH & Co. Fonds 4 KG wendet sich allerdings an Kleinanleger, die mit geringen Einmalzahlungen oder auch Ratenzahlungen ihre Einlagen am Venture Plus Fonds 4 einbringen. Ratenzahler verfügen eben nicht über das nötige Kapital, sondern wollen ihre monatlichen Raten in sichere Kapitalanlagen investiert wissen. Sie können sich regelmäßig kein Risiko erlauben, das zum Totalverlust ihres eingezahlten Kapitals führt. Das ist aber quasi das Wesenselement von Wagniskapital.

Venture Plus Fonds 4: Alle V+ Vorgängerfonds gescheitert!

Der Venture Plus Fonds 4 hat, wie leicht nachzuvollziehen, seine Vorgängerfonds, nämlich die

V+ GmbH & Co. Fonds 1 KG
V+ GmbH & Co. Fonds 2 KG
V+ GmbH & Co. Fonds 3 KG


Alle V+ Fonds sind faktisch gescheitert. In den Gesellschafterversammlungen des Jahres 2016 wurde deutlich, dass in den drei V+ Fonds fast 90 % des Kapitals verbrannt sind. Nach diesseitiger Einschätzung besteht nicht einmal mehr eine theoretische Chance, dass die V+ Fonds sich so entwickeln könnten, dass die Anleger ihr eingezahltes Geld zurückerhalten könnten.

Venture Plus Fonds 4: Hohe Provisionen und sonstigen Weichkosten
Der Venture Plus Fonds 4 hat seinen Namen ausgeschrieben. Er folgt aber dem gleichen Geschäftsmodell. Für die Berater und Vermittler waren die laut Prospekt ausgewiesenen Provisionen von 15,43 % besonders verlockend. Fast 15 Millionen Euro sollten so in die Vertriebsstrukturen fließen. Ein sehr gutes Geschäft, freilich nur für die Vermittler. Hinzu kommt eine Beratungsgebühr für die Dienste der V+ AG. Hier werden 6,9 % der Anlegergelder, also fast 7 Millionen Euro, verprasst.

Venture Plus Fonds 4: Aus sicherer Kapitalanlage in Wagnisfonds
Besonders perfide ist es, dass die Anlageberater regelmäßig den Anlegern empfohlen haben, Kapitallebensversicherungen oder Bauspardarlehen zu kündigen, um diese in die V+ Fonds bzw. die Venture Plus Fonds 4 zu investieren. Ein schwerer Beratungsfehler, so sagt der Bundesgerichtshof, wenn ein Vermittler seinen ahnungslosen Kunden überredet, eine sichere Kapitalanlage aufzukündigen und diese in einen Wagniskapitalfonds zu investieren.

Venture Plus Fonds 4: Anlageberater waren vorgewarnt!
Die Anlageberater, die den Venture Plus Fonds 4 verkauft haben, konnten sich freilich leicht ein Bild davon machen, welche Risiken die Anleger eingehen würden, wenn sie sich die drei Vorgängerfonds angeschaut hätten. Auch die waren aus der Sicht der Anlageberater wegen ihrer hohen Provisionssätze ein Erfolgsmodell. Aber alle von ihnen gemachten Versprechungen auf Rendite, Ausschüttungen und auf Exits waren nicht eingehalten worden. Dass keiner der Jahresabschlüsse bei den Vorgängerfonds rechtzeitig vorgelegt wurde, hätte jedem Anlageberater, der den Venture Plus Fonds 4 vermittelte, ein Warnsignal sein müssen.

Venture Plus Fonds 4: Anleger wurden falsch beraten
Es gibt also zahlreiche Ansätze für eine Falschberatung. Neben dem Herunterspielen der Risiken ist auch das Verschweigen der hohen Provision ein Grund zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen. Der Bundesgerichtshof hat in der Vergangenheit entschieden, dass ein Vertriebskostenanteil von mehr als 15 % dem Kunden unaufgefordert offengelegt werden muss.

Venture Plus Fonds 4: Anleger fordern Schadensersatz

Wird ein Anleger des Venture Plus Fonds 4 falsch beraten oder werden ihm die oben genannten Informationen verschwiegen, steht ihm grundsätzlich ein Schadensersatzanspruch zu. Er wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung nicht gezeichnet.

Venture Plus Fonds 4: Wann können Anleger Ratenzahlung stoppen?
Für viele Anleger ist es allerdings auch wichtig, nicht mehr weiterhin Geld in diese riskante Kapitalanlage zu stecken. Sie wollen ihre Ratenzahlung stoppen. Vielen Anlegern ist aber gar nicht bewusst, dass sie sich an einer Kommanditgesellschaft beteiligt haben und selber Kommanditist geworden sind. Damit sind sie grundsätzlich in der persönlichen Haftung in Höhe der Zeichnungssumme, also der Summe, für die sie in der Beitrittserklärung unterschrieben haben. Einfach nicht mehr zu zahlen, löst das Problem nicht. Die Schulden gegenüber der Kommanditgesellschaft bleiben offen.

Venture Plus Fonds 4: Stellung als Kommanditist muss beendet werden

Die Anleger müssen also ihre Beteiligung als Kommanditist beenden. Mit der Beendigung der Kommanditistenstellung entfällt die persönliche Haftung. Zudem entfällt die Verpflichtung, weiter die monatlichen Raten bezahlen zu müssen.

02.02.2016

Resch Rechtsanwälte - Anlegerschutz seit 1986.

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des Venture Plus Fonds 4 die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030- 8859770