V+ Fonds 3 - Vermittler vor dem LG Paderborn verurteilt

Mit der Entscheidung des LG Paderborn vom 22. November 2018 (n.r.) wurde ein Versicherungsmakler in vollem Umfang verurteilt, einer Anlegerin ihren Schaden in voller Höhe zu erstatten und sie von künftigen Verpflichtungen aus dem Vertrag mit der V+ GmbH & Co. Fonds 3 KG freizustellen.

V+ Fonds 3: Falschberatung durch Vermittler

Die Anlegerin erwarb im Jahr 2011 auf Grund einer Beratung ihres Versicherungsmaklers eine Beteiligung an der V+ Fonds 3. Dem Erwerb war eine Beratung des Versicherungsmaklers vorausgegangen. Diese Beratung war fehlerhaft. Die Beteiligung wurde als eine sichere Möglichkeit zur ergänzenden Altersvorsorge im Austausch zu einem bereits bestehenden Riester-Rentenvertrag dargestellt, wobei die vielfältigen Risiken, insbesondere eines jederzeit möglichen Teil- oder Totalverlustes verschwiegen wurden.

V+ Fonds 3: Riester Vertrag wurde gekündigt
In der Beratung wurde der Anlegerin vorgeschlagen, die bestehende Riester-Rentenversicherung zu kündigen, um den Erlös aus dem aufgelösten Versicherungsvertrag bei der  V+ Fonds 3.  anzulegen und für die Dauer von 25 Jahren monatliche Raten auf den Beteiligungsvertrag zu zahlen, ohne die Verpflichtung mit der Vertragslaufzeit näher einzugehen.
 
V + Fonds 3: Vermittler muss Schaden ersetzen
In dem Urteil des Landgerichts Paderborn ließ das Gericht deutlich werden, dass die erfolgte Empfehlung des Ratenzahlungsvertrages nicht anlegergerecht war und verurteilte den Berater in voller Höhe zu entsprechendem Schadensersatz.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
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