Conti 148 MT „Conti Greenland“ streicht Ausschüttungen

 

Mit Anlegerrundbrief vom 28.10.2015 werden die Anleger des Schiffsfonds Conti 148. Schifffahrts-GmbH & Co. MT „Conti Greenland“ informiert, dass die Ausschüttungen für das Jahr 2015 nicht geleistet werden. Begründet wird dieses mit der schlechten wirtschaftlichen Situation des Conti Schiffsfonds. Anleger sind verärgert, weil ihnen dieses Modell als sichere Renditeanlage empfohlen wurde.

Was können Anleger des Conti 148 Schiffsfonds jetzt tun?

Die Einstellung der Ausschüttungen ist mit der oben genannten Begründung der wirtschaftlichen Probleme durchaus nachvollziehbar und wohl auch richtig. Das betrifft sowohl die Variante Conti Vario als auch die Conti Classic

Schiffsfonds Conti 148. MT Greenland als sichere Anlage empfohlen

Das Problem liegt darin, dass Anleger bei der Zeichnung nicht hinreichend aufgeklärt wurden, dass es sich bei der Beteiligung an dem Conti 148 MT „Conti Greenland“ um eine unternehmerische Beteiligung handelt der eben auch das Risiko des Totalverlustes innewohnt. Versprochen wurde aber, die Beteiligung an dem Conti 148 als eine sichere Anlage mit einer nachhaltigen Rendite zu rechnen sei. Besser als ein Sparbuch bei der Bank, das zwar sicher ist aber keine Zinsen bringt.

Schiffsfonds Conti Greenland für sicherheitsorientierte Anleger ungeeignet

Nun machen viele Anleger die Erfahrung, dass sie sich an einer Kapitalanlage beteiligt haben, in die für sie und ihre Zwecke völlig ungeeignet ist. Dabei ist es Aufgabe des Anlageberaters, seinen Kunden anleger- und anlagegerecht beraten. Er muss also prüfen, was die Bedürfnisse des Kunden sind und ihm eine entsprechende Kapitalanlage anbieten. Wird die Beteiligung über eine Bank vermittelt, muss zudem auf die Provision hingewiesen werden, die die Bank für die Vermittlung des Schiffsfonds Conti 148 MT „Conti Greenland“ erhält. Bei Provisionszahlungen sieht das Gericht einen Interessenkonflikt, der dem Kunde ungefragt offenbart werden muss.

Anleger des Conti 148. Conti Greenland verlangen Schadensersatz

Wird gegen die oben genannten Grundsätze der ordnungsgemäßen Beratung verstoßen, stehen dem Anleger grundsätzlich Ansprüche auf Ersatz seines Schadens zu. Der Anleger wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Schiffsfonds Conti 148 MT „Conti Greenland“ nicht gezeichnet.