CONTI Beteiligungsfonds X ++ Conti Schiffsfonds ++ Conti Schiffe

Im Jahr 2007 wurde von der CONTI Unternehmensgruppe der Schiffsfonds CONTI Beteiligungsfonds X aufgelegt. Viele Anleger sind nicht über die mit dem Beitritt zum CONTI Beteiligungsfonds X verbundenen Risiken aufgeklärt worden. So hat das OLG Celle im September 2015 die Commerzbank wegen Falschberatung auf Schadensersatz verurteilt.

Was macht der CONTI Beteiligungsfonds X?

Der CONTI Beteiligungsfonds X ist ein Dachfonds. Anleger können sich über den CONTI Beteiligungsfonds X an vier Containerschiffen beteiligen. Dabei handelt es sich um die Containerschiffe MS „CONTI SALOME“, die MS „CONTI ELEKTRA“, die MS „CONTI CORDOBA“ sowie die MS „CONTI JUPITER“.

Wie bei vielen Conti Schiffsfonds können die Anleger zwischen der Beteiligungsvariante „CLASSIC“ und der Beteiligungsvariante „VARIO“ wählen. Das Gesamtvolumen des CONTI Beteiligungsfonds X betrug 285.468.000,00 Euro. Dieser Gesamtbetrag sollte durch Gesellschaftskapital „CLASSIC“ in Höhe von 120.550.000,00 Euro, durch Gesellschaftskapital „VARIO“ in Höhe von 21.000.000,00 Euro sowie durch Darlehen in Höhe von 89.950.000,00 USD sowie 10.344.000,00 JPY finanziert werden.

Probleme des CONTI Beteiligungsfonds X

Anfangs wurden noch Ausschüttungen geleistet. In den Jahren 2011 und 2012 sind die Ausschüttungen eingestellt worden. Zusätzliche Probleme gab es für den CONTI Beteiligungsfonds X durch das Überschreiten einer Währungsklausel, die die Banken berechtigten, zusätzliche Sicherheiten zu fordern. Die prospektierten Ausschüttungen wurden jedoch zu keinem Zeitpunkt erreicht. Laut zweitmarkt.de, wurde die CLASSIC-Variante zu einem Kurs von 23 % gehandelt.

CONTI Beteiligungsfonds X: Haftung der Kommanditisten

Von den Anlegern war diese Beteiligung an dem CONTI Beteiligungsfonds X vielfach als eine sichere Anlage erworben worden. Dabei ist vielen nicht einmal bewusst, dass sie als Kommanditisten einer Kommanditgesellschaft beigetreten sind. Zwar ist die Haftung des Kommanditisten grundsätzlich erloschen, wenn er seine Einlage vollständig erbracht hat. Wenn aber Ausschüttungen geleistet werden, ohne dass diese durch Gewinne erwirtschaftet sind, lebt die Haftung grundsätzlich wieder auf. Das heißt, der Anleger muss befürchten, dass er seine Ausschüttungen zurückzahlen muss, wenn die Liquiditätslage des Fonds dieses erfordert. Dies ist keine nur theoretische Betrachtung. Es gehört fast zum täglichen Geschäft bei Resch Rechtsanwälte, sich mit Abwehransprüchen gegen die Rückforderung von Ausschüttungen zur Wehr zu setzen. Auf dieses Risiko muss der Anleger aber zwingend hingewiesen werden.

Vermittler muss Anleger des CONTI Beteiligungsfonds umfassen beraten

Der Vermittler muss seine Kunden umfassend, nämlich anlage- und anlegergerecht, beraten. Der CONTI Beteiligungsfonds muss also exakt zu den individuellen Bedürfnissen des Anlegers passen. Dazu gehört auch, dass der Anleger umfassend auf alle Risiken hingewiesen wird. Eine Unternehmensbeteiligung, eine solche ist die Beteiligung an dem CONTI Beteiligungsfonds X, beinhaltet immer auch das Risiko des Totalverlustes. Für sicherheitsorientierte Anleger oder zur Altersvorsorge ist deshalb die Beteiligung an dem CONTI Beteiligungsfonds X nicht geeignet gewesen.

Bank muss Anleger des CONTI Beteiligungsfonds X über Innenprovision aufklären

Wenn die Beteiligung über eine Bank vermittelt worden ist, muss diese ungefragt auf die Innenprovision hinweisen, die sie für die Vermittlung der CONTI Beteiligungsfonds X erhalten hat. Dies ist die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes. Der Bundesgerichtshof sieht einen Interessenkonflikt, wenn solche Provisionen gezahlt werden, der dem Kunden offenbart werden muss.

Anleger des Conti Beteiligungsfonds X haben Anspruch auf Schadensersatz

Wird der Kunde falsch beraten oder wird ihm die Innenprovision von der Bank verschwiegen, stehen dem Anleger Schadensersatzansprüche zu. Der Anleger wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung nicht erworben. Hierzu gibt es eine Vielzahl von Entscheidungen, zuletzt eine Entscheidung des OLG Celle aus dem September 2015, in der die Commerzbank auf Rückabwicklung und Schadensersatz in Sachen CONTI Beteiligungsfonds X verurteilt wurde.

12.01.2016

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