Debi Select classic Fonds 2 GmbH & Co. KG ++ Kapital der Anleger aufgezehrt

09.02.2015

Das Eigenkapital der Debi Select classic Fonds 2 GmbH & Co. KG war zum 31.12.2012 bereits nahezu verbraucht.

Die Debi Select classic Fonds 2 GmbH & Co. KG ist neben der Debi Select flex Fonds GbR und der Debi Select classic Fonds GbR die dritte Fondsgesellschaft die von der Debi Select Verwaltungs GmbH als Emissionshaus aufgelegt wurde.

Nach dem letzten veröffentlichten Jahresabschluss der Debi Select classic Fonds 2 GmbH & Co. KG zum 31.12.2012 standen den noch ausgewiesenen Kapitalanteilen der Kommanditisten von € 45.096.100,00 ein negatives Kapitalkonto von € 45.015.046,85 gegenüber, so dass ein Eigenkapital von lediglich € 82.000,00 übrig war.

Obwohl die Fondsgeschäftsführung nach § 264 HGB verpflichtet war, spätestens bis Mitte 2014 auch den Jahresabschluss zum 31.12.2013 aufzustellen und nach Feststellung zu veröffentlichen, ist dieses bislang unterlassen worden.

Vertrieben wurden die Beteiligungen an den Debi Select Fonds über verschiedene Vertriebsunternehmen, denen umfangreiches Prospektmaterial zur Verfügung gestellt worden ist. Anhand von Prognoseberechnungen wurde eine Renditeerwartung von mehr als 8% pro Jahr dargestellt.

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs stehen einem Anleger der bei Zeichnung einer Kapitalanlage von einem Anlageberater unvollständig oder falsch über das Produkt und die damit verbundenen  Risiken aufgeklärt oder getäuscht worden ist, gegenüber dem Anlageberater ein Schadensersatzanspruch in Höhe des ihm entstandenen Verlusts zu.

Ein solcher Aufklärungs- und Beratungsfehler kommt nach Auffassung des Bundesgerichtshofs (BGH, III ZR 122/05) beispielsweise dann in Betracht, wenn der Anlageberater oder Anlagevermittler dem Anleger gegenüber die von ihm empfohlene Anlage als "sicher" bezeichnet hat, obwohl diese mehr oder weniger spekulativ, bzw. mit dem Risiko eines Totalverlusts behaftet ist.

Die im Verkaufsprospekt enthaltenen Risikohinweise einer solchen Kapitalanlage, bedeuten nicht, dass ein Anlageberater Risiken herunter spielen und mit seinen Erklärungen ein Bild zu zeichnen darf, das die Risikohinweise im Prospekt neutralisiert (BGH, III ZR 159/07).

Zudem muss ein Anlageberater das von ihm empfohlene Produkt auf seine Plausibilität prüfen und gegebenenfalls von einer Beteiligung abraten. Dem Anleger ist auch zu erläutern dass das empfohlene Produkt in Ermangelung eines entsprechenden Marktes nur eingeschränkt wieder verkäuflich ist, dass also grundsätzlich eine Fungibilität (Handelbarkeit) fehlt (BGH, III ZR 44/06).

Eine unvollständige und damit fehlerhafte Aufklärung und Beratung liegt regelmäßig auch dann vor, wenn der Anleger von seinem Anlageberater oder Anlagevermittler nicht darauf hingewiesen oder darüber im Unklaren gelassen wurde, dass nur ein vergleichsweise geringer Teil der Anlegergelder überhaupt zu Investitionszwecken verwendet wird, während mit einem Großteil des Geldes sog. Weichkosten bezahlt werden (BGH, II ZR 310/03).

Resch Anlegerrecht

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

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Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
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Referenzen

Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
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