DS Rendite-Fonds Nr. 123 DS Sapphire ++ DS Schiffsfonds ++ Dr. Peters

Im Jahr 2007 war der von der Dr. Peters GmbH & Co. Emissionshaus KG der Schiffsfonds DS Rendite-Fonds Nr. 123 DS Sapphire aufgelegt. Die Prognosen werden nicht eingehalten. Anleger fragen sich, ob sie die Beteiligung kündigen und ihr Geld zurückverlangen können.

Basisdaten zum DS Rendite-Fonds Nr. 123 DS Sapphire

Das Gesamtvolumen des Schiffsfonds DS Rendite-Fonds Nr. 123 DS Sapphire beträgt 70.300.000 EUR. Die 492 Anleger erbringen ein Eigenkapital von 25.100.000 EUR, der Fremdfinanzierungsanteil beläuft sich auf 45.200.000 EUR. Für einen Kaufpreis von 65.000.000 EUR wurde der 2002 erbaute Rohöltanker DS Sapphire in den DS Rendite-Fonds Nr.123 übernommen.

DS Rendite-Fonds Nr. 123: Anleger zahlen Ausschüttungen zurück

Die Anleger des Schiffsfonds DS Rendite-Fonds Nr. 123 DS Sapphire bekommen die weltweite Schiffskrise sehr direkt zu spüren. Die Ausschüttungen wurden gestrichen. Im Jahr 2011 war dann der Schiffsfonds DS Rendite-Fonds Nr. 123 DS Sapphire nicht mehr in der Lage, die Darlehen ordnungsgemäß zu bedienen. Infolgedessen wurden die Anleger aufgefordert, die Ausschüttungen zurückzuzahlen.

DS Rendite-Fonds Nr. 123 DS Sapphire keine sichere Kapitalanlage

Für viele Anleger war das ein schockartiges Erlebnis. Den Anlegern des DS Rendite-Fonds Nr. 123 war die Kapitalbeteiligung  als eine sichere Anlage vermittelt worden, die sogar zur Altersvorsorge geeignet sein sollte. Vielen Anlegern des DS Rendite-Fonds Nr. 123 wurde überhaupt nicht bewusst, dass sie sich an einer Kommanditgesellschaft beteiligen. Wenn allerdings ein Anleger als Kommanditist einem Schiffsfonds beitritt, so trägt er die Risiken der unternehmerischen Beteiligung, die bis zum Risiko des Totalverlustes gehen kann. Darüber hätten die Anleger aufgeklärt werden müssen.

Anleger des DS Rendite-Fonds Nr. 123 müssen über Risiken aufgeklärt werden

Ein Vermittler muss seine Kunden anleger- und anlagegerecht  beraten. Er muss ihnen erklären, dass sie als Kommanditist auch in die Haftung geraten können, wenn gewinnunabhängige Ausschüttungen erfolgen. Grundsätzlich ist die Haftung des Kommanditisten ausgeschlossen, wenn er seine Einlage vollständig erbracht hat. Wenn aber Ausschüttungen erfolgen, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet sind, lebt die Haftung grundsätzlich wieder auf. Dass dies nicht nur eine theoretische Gefahr ist, haben die Anleger des DS Rendite-Fonds Nr. 123 DS Sapphire am eigenen Leibe erfahren.

DS Rendite-Fonds Nr. 123 DS Sapphire nur für risikobereite Anleger

Wenn also ein Anlageberater anleger- und anlagegerecht beraten hätte, hätte er einem sicherheitsorientierten Anleger diese Beteiligung nie empfehlen dürfen. Aufgabe des Anlageberaters ist es, zu prüfen, ob die individuellen Bedürfnisse des Kunden zu dem von ihm angebotenen Schiffsfonds DS Rendite-Fonds Nr. 123 DS Sapphire passen. Diesen Schiffsfonds hätte er nur risikobewussten Anlegern anbieten dürfen, die auch einen Verlust ihrer Einlage hinnehmen wollen.

DS Rendite-Fonds Nr. 123: Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

DS Rendite-Fonds Nr. 123: Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

DS Rendite-Fonds Nr. 123: Banken müssen auf Provision hinweisen

Wird diese Beteiligung über eine Bank vermittelt, muss diese zudem auch auf die Innenprovision hinweisen, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds DS Rendite-Fonds Nr. 123 DS Sapphire erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung einer Innenprovision (Kickback) einen potenziellen Interessenkonflikt, der dem Kunden offengelegt werden muss. Der Kunde muss wissen, dass die Bank im Zweifel im eigenen Interesse handelt und nicht in seinem.

DS Rendite-Fonds Nr. 123: Anleger fordern Schadensersatz

Wird ein Anleger nicht umfassend beraten oder werden ihm wesentliche Dinge, wie die Zahlung einer Innenprovision, verschwiegen, stehen dem Anleger Schadensersatzansprüche zu. Er wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem DS Rendite-Fonds Nr. 123 DS Sapphire nicht gezeichnet.

22.02.2016

DS Rendite-Fonds Nr. 123 DS Sapphire ++ DS Schiffsfonds ++ Dr. Peters
DS Rendite-Fonds Nr. 123 DS Sapphire ++ DS Schiffsfonds ++ Dr. Peters

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Die Anlegerschutzkanzlei Resch Rechtsanwälte bietet allen Anlegern der DS-Rendite-Fonds 123 eine kostenfreie Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885077-0