DOGSA Deutsche Oel & Gas S. A. ++ Hauptversammlung 2017

Am 29.06.2017 fand die Hauptversammlung für die Deutsche Oel & Gas S.A. in Luxemburg statt. Für die meisten Anleger wurde die wichtigste Frage nicht beantwortet: Wann gibt es das Geld zurück, das seinerzeit in die ECI US Öl und Gasfonds investiert wurde und durch einen von vielen Anlegern empfundenen Putsch in Aktien der Deutschen Oel & Gas S. A. umgewandelt wurde?

DOGSA Deutsche Oel & Gas: Kay Rieck glänzt durch Abwesenheit

60 Aktionäre bzw. deren Vertreter waren in der ordentlichen und außerordentlichen Hauptversammlung DOGSA Deutsche Oel & Gas S.A. am 29.06.2017 in Luxemburg zugegen. Zum Erstaunen fehlte der Vorsitzende des Verwaltungsrat Kay Rieck, der Macher hinter den Kulissen. Der Verdacht liegt nahe, dass er sich vor den unbequemen Fragen einer zunehmend nervöser werdenden Aktionärsfront drücken wollte.

DOGSA Deutsche Oel & Gas: Zweifel an der Glaubwürdigkeit
Verwaltungsrat Quacken, der stattdessen durch die Hauptversammlung der DOGS Deutsche Oel & Gas S.A. führte, erklärte, Rieck und auch Verwaltungsrat und Chief Financial Officer (CFO) Degenhardt seien zu Verhandlungen in den USA. Die Glaubwürdigkeit dieser Aussage wird schon deshalb infrage gestellt, weil an dem der Hauptversammlung folgenden Wochenende vermeldet wurde, dass Verwaltungsrat und Chief Financial Officer (CFO) Degenhardt „das Unternehmen nach 5 Jahren in gegenseitigem Einvernehmen verlässt, um sich neuen Herausforderungen zu stellen“. Das will Hauptversammlungsleiter Quacken wenige Tage vorher nicht gewusst haben?

Im Rahmen seiner Berichterstattung erörterte Verwaltungsrat Quacken dann die Unternehmensentwicklung sowohl die neuen Entwicklungen im Bereich der Erdgasförderung, der Produktionsvorräte und der Produktionserlöse.

DOGSA Deutsche Oel & Gas: Tax Credits werden zurückgefahren
Die Anleger wurden über die sogenannten Tax Credits informiert. Der Bundesstaat Alaska habe eine neue Regierung und deshalb sei auch mit einer Veränderung der Energiepolitik zu rechnen. Vor diesem Hintergrund der wohl wegfallenden langfristigen Subventionierung der Gasförderung sei eine Restrukturierung der finanzierenden DOGSA Deutsche Oel & Gas S. A. notwendig.

DOGSA Deutsche Oel & Gas: Und immer wieder kommt der Börsengang!
Wichtiges Thema und von besonderem Interesse für die Zwangsaktionäre der DOGSA Deutsche Oel & Gas S.A. war das Thema Börsengang. Fast schon ein Runnig Gag, denn der erste Börsengang wurde Ende 2015 angekündigt. Jetzt ist also für den Juli 2017 ein Listing an der Börse in Luxemburg geplant. Der Börsenprospekt sei zur Prüfung eingereicht, berichtete Verwaltungsrat Quacken.

DOGSA Deutsche Oel & Gas S.A. soll Societas Europaea werden
Im Jahr 2018 solle dann eine Notierung der Aktien in Deutschland erfolgen. Dafür muss die innere Struktur des Unternehmens den Anforderungen eines börsennotierten Unternehmens angepasst werden. In diesem Rahmen soll die Gesellschaft in eine europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea), kurz SE, umgewandelt werden. Die Anleger sollten es mit Skepsis sehen. Wie soll man bei der ganzen Intransparenz der DOGSA Deutsche Oel & Gas vertrauen?

DOGSA Deutsche Oel & Gas: Wie werthaltig sind Beteiligungen?
Auch der Jahresabschluss 2016 der Deutschen Oel & Gas S.A. ist nicht transparent. Es sind Beteiligungen aufgelistet, deren Werthaltigkeit nicht oder nur schwer nachvollziehbar ist. So sei hier auf die Deutsche Oel & Gas AG in Stuttgart verwiesen, deren letzter Jahresabschluss 2014 veröffentlicht wurde. Voller Misstrauen ist auch das komplexe Firmen- und Beziehungsgeflecht und dessen Bewertung im Anlagevermögen der Deutschen Oel & Gas einzuschätzen. Es ist eine Komplexität gegeben, die offenkundig keinen Sinn macht bzw. deren Sinn mehr als erklärungsbedürftig wäre.

DOGSA Deutsche Oel & Gas: Nur mickriger Gewinn ausgewiesen
Aus all diesen Erfolgsmeldungen, die die Anleger in den letzten Jahren von Seiten der ECI Öl und Gasfonds und jetzt von Seiten der DOGSA Deutsche Oel & Gas S. A. gehört haben, bleibt ein kläglicher Jahresüberschuss von € 27.547,00 für das Geschäftsjahr 2016 übrig? Das passt nur schwer zu den Jubelmeldungen.

DOGSA Deutsche Oel & Gas: Das Aktienrückkaufprogramm
Wie in der letzten Hauptversammlung wurde auch das Aktienrückkaufprogramm wieder auf die Tagesordnung gebracht. Entscheidend ist dabei die Liquidität des Unternehmens. Bei den vinkulierten D-Klasse-Aktien ist zudem bis zum 06.10.2018 kein Verkauf ohne Zustimmung der Gesellschaft möglich.

Angesichts der strukturellen Aktienverteilung nimmt es nicht wunder, dass alle Beschlüsse in der Hauptversammlung mit der notwendigen Mehrheit angenommen wurden.

DOGSA Deutsche Oel & Gas: Statutenänderung durchgezogen
Im Anschluss daran folgte die außerordentliche Hauptversammlung 2017 der Deutsche Oel & Gas. Hier ging es um die Umwandlung und die Statutenänderung der Gesellschaft. Zur Vorbereitung des Börsenhandels der Aktien der DOGSA sollen die Aktienklassen B bis E einheitlich in die Aktienklasse A umgewandelt werden. Zudem wurden erhebliche Veränderungen in den Statuten der Deutsche Oel & Gas S. A. vorgenommen. Wichtig ist dabei der Artikel 5 der Statuten (Kapital, Aktien und Aktienzertifikate).

DOGSA Deutsche Oel & Gas: ANLEGER AUFGEPASST! ACHTUNG!
Mit der Änderung wurde die Möglichkeit geschaffen, dass die Gesellschaft selber eigene Aktien erwerben kann. Damit kann die Deutsche Oel & Gas S. A. ein Aktienrückkaufsprogramm einführen. Wichtig ist allerdings, dass die DOGSA-Anleger sich genau informieren und die formalen Regeln beachten. So müssen die Aktionäre bei einem Rückkaufangebot innerhalb kurzer Fristen reagieren, ansonsten gilt der Rückkauf als angenommen. Die Konditionen bestimmt die Deutsche Oel & Gas AG. Wird hier eine zweite Enteignung vorbereitet? Anleger müssen hier höllisch aufpassen!

Natürlich wurden auch diese Beschlüsse aufgrund der strukturellen Aktienverteilung mit Mehrheit angenommen. Es ist unschwer festzustellen, dass das Unbehagen der von Resch Rechtsanwälte vertretenen Anleger nicht beseitigt wurde.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
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