DOGSA Deutsche Oel & Gas - TB Treuhand zu Schadensersatz verurteilt

Das Landgericht Stade hat die TB Treuhand auf Schadensersatz verurteilt, weil TB Treuhand ihre Pflichten aus dem Treuhandvertrag verletzt, indem sie in der Anlegerversammlung vom 08.10.2015 der Änderung der Anlagebedingungen mit sämtlichen nicht weisungsgebundenen Stimmen zustimmte. Dadurch sei die Struktur der Anlagebedingungen grundlegend verändert worden.


ECI Fonds: Statt Geld DOGSA Aktien

Die ECI Energy Capital Invest erhielt mit dieser Änderung das Recht, die Anleger statt mit der fristgemäßen Rückzahlung ihrer Einlagen vorzeitig durch Übertragung von Aktien der Deutsche Oel & Gas S.A. aus Luxemburg zu erfüllen. Mit Hilfe dieser Option, so das Landgericht, konnte sie die Beteiligung der Anleger nach ihren Bedürfnissen umgestalten. Sie konnte die Laufzeit beliebig verkürzen, indem sie die Rückgewähransprüche vorzeitig befriedigte.

DOGSA Deutsche Oel & GAS Aktien mit langer Haltepflicht
Zugleich konnte sie das Kapital der Anleger über die prospektierte Laufzeit hinaus binden, indem sie ihnen an Erfüllung statt Aktien der Deutsche Oel & Gas S. A. übertrug, die mit einer langen Haltefrist versehen waren. Die im Gesellschaftsvertrag vereinbarten Entscheidungskompetenzen der ECI bzw. ihrer Geschäftsführung wurden somit erheblich erweitert, während die Mitwirkungs- und Kontrollrechte der Anleger faktisch erloschen.

TB Treuhand lässt Verschlechterung der Rechtsposition zu
Die TB Treuhand war aber laut Treuhandvertrag verpflichtet, die Rechte der Anleger aus den Vermögensanlagen in deren Interessen wahrzunehmen. Die beschlossene Änderung verschlechterte die Rechtsposition aller Anleger aber erheblich. Die TB Treuhand hätte also nur zustimmen dürfen, sofern sie für die Anleger gleichwohl das geringere Übel darstellte. TB Treuhand hat dieses jedoch nicht mit der hinreichenden Substanz dargelegt.

TB Treuhand lässt Verschlechterung der Rechtsposition zu
DOGSA Deutsche Oel & GAS Aktien mit langer Haltepflicht

Schadensersatzansprüche gegen TB Treuhand verjähren am 8.10.2018
Die TB Treuhand hatte sich in dem Prozess auf die Verjährung der Ansprüche berufen. Das Gericht kommt zu der Erkenntnis, dass die Ansprüche der Anleger nicht verjährt sind. Der Schadensersatzanspruch entstand, als die TB Treuhand am 08.10.2015 der Änderung der Anleihebedingungen zustimmte. Das Gericht geht von einer 3-jährigen Verjährung aus. Damit sind die Ansprüche gegen TB Treuhand, wenn andere Anleger sie noch geltend machen wollen, am 08.10.2018 verjährt.

DOGSA Anleger müssen SOFORT HANDELN!

Anleger, die ihre Schadensersatzansprüche gegenüber der TB Treuhand geltend machen wollen, müssen also sofort handeln. Nachdem dieses Urteil gefällt ist, sollte es einem leichtfallen, diesen Schritt zu gehen und sich anzuschließen.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern der Deutsche Oel & Gas die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Rufen Sie an unter 030 885 97 70 oder füllen Sie den Fragebogen aus.