Deutsche Oel & Gas S.A.: Hauptversammlung 2018 wählt Bruce Webb und Rainer Klee zu neuen Mitgliedern des Verwaltungsrats. Kay Rieck versäumt ein weiteres Mal die Hauptversammlung 2018!
Hauptversammlung 2018

Deutsche Oel & Gas S.A. - Hauptversammlung am 17.12.2018

Man schwelgte auf der Hautversammlung 2018 der Deutsche Oel & Gas S.A. in gigantischen Zahlenspielen. Leider wurden diese nicht vorgetragen von dem CEO Kay Rieck. Dieser versäumt ein weiteres Mal die Hauptversammlung. Stärker kann man die Missachtung seiner Aktionäre kaum ausdrücken. Sein Stellvertreter Rainer KLee trug in seinem Bericht des Jahres 2017, der auch den Ausblick in Gegenwart und Zukunft enthielt, die grandiosen Zahlen vor. Aber ist denn überhaupt noch Geld da, fragten sich besorgte Aktionäre?

Deutsche Oel & Gas Hauptversammlung: Wo kommen die Bilanzwerte her?

Über 1,7 Milliarden Euro ist die Bilanzsumme der Deutsche Oel & Gas S.A. Im Wesentlichen setzt sie sich aus den Beteiligungen an der Cornucopia und der Deutsche Oel & Gas AG zusammen. Auf der Grundlage eines Gutachtens, das trotz massiver Forderungen der Aktionäre nicht vorgelegt werden soll, belaufen sich die Reserven an Öl und Gas auf fast 6,6 Milliarden Euro. Aus Gründen der Vorsicht habe man aber nur diese mit rund 1,3 Milliarden Euro bewertet.

Deutsche Oel & Gas Hauptversammlung: Über 1 Milliarde investiert
Aber trotzdem sei kein Geld zum Verteilen da. Alles müsse investiert werden, um die Öl- und Gasproduktion aufzubauen. Einschließlich der Tax Credits von 360 Millionen US-Dollar habe man insgesamt rund 1 Milliarde Euro investiert. Schaut man sich allerdings den Gewinn an, ist der mehr als mickrig von weniger als 1 %.

Deutsche Oel & Gas Hauptversammlung: Hohe Belastung durch Fremdkapital
Zudem wurden zur Errichtung der Förderstruktur hohe Kredite aufgenommen, die zudem wegen des hohen Risikos auch mit bis zu 15 % Zinsen bedient werden müssen. Kay Rieck sei jetzt dabei, hier die Finanzierungsstruktur umzubauen, so hieß es zu seiner Entschuldigung für seine Abwesenheit.

Deutsche Oel & Gas Hauptversammlung: Zweifel am Zahlenwerk
Das Rechenwerk des Vorstandes wurde von einer Reihe Anlegervertretern in Zweifel gezogen. Fällige Verbindlichkeiten stünden an und müssten bezahlt werden. Der Vorstand wies die Sorgen zurück und verwies auf das hohe Eigenkapital der Gesellschaft. Dieses hohe Eigenkapital wurde freilich durch die mehr als fragwürdige Umtauschaktion der ECI US Öl- und Gasbeteiligungen in Aktien der Deutsche Oel & Gas S.A. erbracht.

Deutsche Oel &Gas Hauptversammlung: Anleger wollen Geld zurück
Immer wieder wurde aus dem Kreis der Anleger gefordert, sie wollten ihr Geld zurück. Viele hofften, dass sie endlich durch den immer wieder angekündigten Börsengang ihr Geld zurückerlangen können. Verwaltungsrat betonte immer wieder, man habe alles getan, um den Börsengang in Riga zu ermöglichen. Mehr sei nicht möglich. Woraus man nur den Schluss ziehen kann, dass dann wohl kein Börsengang stattfinden wird. Denn wenn der Verwaltungsrat alles getan hat, was möglich ist, und es geht nicht, dann geht es eben nicht.

Deutsche Oel & Gas: Gibt es jemals Börsengang?
Diese klare Aussage mochte allerdings der Verwaltungsrat nicht treffen. Man werde weiter hart an dem Listing in Riga arbeiten und es werde sicherlich auch irgendwann klappen. Aber selbst bei der theoretischen Annahme, der Gang an die Börse sei in Riga tatsächlich möglich, bleiben am Wert der Aktien erhebliche Zweifel. Nach den vielen Frustrationen und Versprechungen der Vergangenheit werden viele Anleger sofort von der Verkaufsmöglichkeit Gebrauch machen, was zur Konsequenz hätte, dass die Aktie abstürzt. Also auch mit einem Börsengang wäre für die frustrierten Aktionäre nicht wirklich etwas gewonnen.

Deutsche Oel & Gas Hauptversammlung: Klare Machtverhältnisse
Natürlich wurden alle Beschlusspunkte mehr oder weniger durchgewunken. Von den rund 500 000 Aktien hält Kay Rieck rund 300.000. So gab es dann Abstimmungsergebnisse von 95% bis 96% Zustimmung. Allein bei der Entlastung von Kay Rieck wurden die tatsächlichen „Machtverhältnisse“ deutlich. Zwar bekam Kay Rieck mit rund 66 % auch hier die Mehrheit, aber immerhin rund 33 % sprachen ihm das Misstrauen aus.

Deutsche Oel & Gas: Schadensersatzansprüche verjähren
Viele Anleger wollen sich  nicht länger vorführen lassen. Sie fühlen sich getäuscht und machen Schadensersatzansprüche geltend. Ziel ist es, so gestellt zu werden, als hätten sie ihre Beteiligungen an den ECI-Fonds nie gezeichnet. Hier allerdings läuft die Frist zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen zum 31.12.2018 aus.

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