FHH Fonds Nr. 37 MS „Andes“ – MS „Austral“ ++ FHH Schiffsfonds ++ FHH Fondshaus Hamburg

 

Im Jahr 2006 hat das FHH Fondshaus Hamburg den Schiffsfonds FHH Fonds Nr. 37 MS „Andes“ – MS „Austral“ GmbH & Co. KG aufgelegt. Die erwarteten Prognosen des geschlossenen Fonds blieben von Anfang an aus. Anleger sind alarmiert. Haben sie im Fall des Verlustes ihrer Einlage Schadenersatzansprüche?

 Was macht der Schiffsfonds FHH Fonds Nr. 37?

Der Fonds hält zwei baugleiche Vollcontainerschiffe der Sub-Panamax-Klasse, die MS „Andes“ und die MS „Austral“. Das Investitionsvolumen liegt bei 85.184.000,00 Euro, der Eigenkapitalanteil beträgt dabei 35.590.000,00 Euro. Im Emissionsjahr lag der Anteil an Fremdkapital bei 49.594.000 Euro. Anleger sollten mit Auszahlungen in Höhe von 7,5 % p. a. ansteigend auf 23 % rechnen dürfen.

FHH Fonds Nr. 37 bleibt hinter den Prognosen zurück

Die Hoffnungen wurden enttäuscht: Bereits 2007 blieben die Nettoeinnahmen des FHH Schiffsfonds Nr. 37 um 9,5 Prozent hinter dem Prospektwert zurück, 2008 waren es schon 14,9 Prozent. In beiden Jahren führte die Fondsgesellschaft als Grund für die schwache Leistung vor allem den dauerhaft schwachen Euro-Dollar-Wechselkurs an. 2009 lag die prospektierte Auszahlung bei 4 Prozent. Die in diesem Jahr erwirtschaftete Liquidität für den Fonds verblieb dann aus Sicherheitsgründen in der FHH Fondsgesellschaft.

FHH Fonds Nr. 37 stellt Ausschüttungen ein

Auch im Jahr 2010 konnte die FHH Fondsgesellschaft die prospektierte Auszahlung nicht leisten. 2011 wurde die erwirtschaftete Liquidität wiederum umgehend für Sondertilgungen verwendet. Als Gründe wurden nicht auskömmliche Charterraten der Fondsschiffe und große Tilgungsrückstände genannt.

Haftung der Kommanditisten des FHH Fonds Nr. 37

Vielen Anlegern des FHH Fonds Nr. 37 ist nicht wirklich bewusst, dass sie als Kommanditist einer Kommanditgesellschaft beigetreten sind. Sie haben das Ganze als eine Renditeanlage gesehen, ohne die gesellschaftsrechtlichen Konsequenzen zu berücksichtigen. Zwar ist die Haftung des Kommanditisten erloschen, wenn er seine Einlage vollständig erbracht hat. Wenn jedoch Ausschüttungen erfolgen, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet worden sind, kann die Haftung in Höhe dieser Ausschüttungen wieder aufleben. Dies ist nicht nur eine theoretische Betrachtung. Immer wieder werden bei Resch Rechtsanwälte Anleger von Fonds in der Rechtsform der Kommanditgesellschaften aufgefordert, bereits erhaltene Ausschüttungen wieder zurückzuzahlen, wenn die Liquidität des Fonds es erfordert oder gar, wenn die Insolvenz eingetreten ist.

Anleger des Schiffsfonds FHH Fonds Nr. 37 müssen Risiken kennen

Auf diese Risiken müssen die Anleger hingewiesen werden. Ein Anlageberater muss seinen Kunden anleger- und anlagegerecht beraten. Er muss also im Vorfeld prüfen, ob das von ihm vorgeschlagene Finanzprodukt den Bedürfnissen seines Kunden entspricht. Dazu gehören auch die Währungsrisiken, die Teil der Probleme des FHH Fonds Nr.37 geworden sind. Häufig werden diese Beteiligungen als Altersvorsorge angeboten. Dabei ist die unternehmerische Beteiligung ein Risiko, das sogar bis zum Totalverlust des eingesetzten Geldes führen kann. Für sicherheitsorientierte Anleger und zur Altersvorsorge ist eine Beteiligung an dem FHH Schiffsfonds Nr. 37 ungeeignet.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

Bank muss Anleger des FHH Fonds Nr. 37 auf Provision hinweisen

Wenn die Beteiligung an dem FHH Schiffsfonds Nr. 37 über eine Bank vermittelt wurde, muss diese zudem auf die Innenprovision hinweisen, die sie für die Vermittlung des FHH Schiffsfonds Nr. 37 erhalten hat. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes kann die Provisionszahlung zu einem Interessenkonflikt führen, der dem Kunden offengelegt werden muss.

Anleger des FHH Fonds Nr. 37 erhalten Schadensersatz

Wird ein Anleger nicht richtig beraten oder werden ihm wesentliche Fakten verschwiegen, hat er einen Anspruch auf Ersatz des ihm entstandenen Schadens. Der Anleger wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem FHH Schiffsfonds Nr. 37 nie gezeichnet. Dabei kommt es regelmäßig auf den Einzelfall an.

08.01.2016

FHH Fonds Nr. 37 MS „Andes“ – MS „Austral“ ++ FHH Schiffsfonds ++ FHH Fondshaus Hamburg
FHH Fonds Nr. 37 MS „Andes“ – MS „Austral“ ++ FHH Schiffsfonds ++ FHH Fondshaus Hamburg

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des FHH Fonds 37  die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 97 70.

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Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
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Referenzen

Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
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