GEBAB MS „Nona“ ++ GEBAB Schiffsfonds ++ Insolvenz

Im Jahr 2006 hat die GEBAB Unternehmensgruppe den Schiffsfonds GEBAB MS „Nona“ aufgelegt. Nach der Insolvenz des Schiffsfonds GEBAB MS „Nona“ im Jahr 2014 fragen sich Anleger, ob sie für ihren Totalverlust entschädigt werden können. Wer haftet?

Daten zum Schiffsfonds GEBAB MS „Nona“
Das Gesamtinvestitionsvolumen Schiffsfonds GEBAB MS „Nona“ beträgt 42.758.000,00 EUR. Durch die Einlagen der Anleger wurden 17.770.000,00 EUR aufgebracht. Die Fremdfinanzierung beläuft sich auf 24.170.000,00 EUR. Hinzu kommt ein Agio in Höhe von 889.000,00 EUR.

Der Schiffsfonds GEBAB MS „Nona“ investiert in die NONA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG aus Elsfleth, die das gleichnamige Containerschiff MS „Nona“ verchartert. Die Anleger haben in den Jahren 2007 und 2008 Ausschüttungen in Höhe von 15 % erhalten.

Insolvenz des Schiffsfonds GEBAB MS „Nona“
Bereits im Jahr 2010 war der Schiffsfonds GEBAB MS „Nona“ in Schwierigkeiten gekommen. Es galt, der Schiffsfonds stünde vor der Alternative, einem Sanierungskonzept zuzustimmen oder aber das Schiff verkaufen zu müssen. Die Betriebskosten konnten nicht durch die Vercharterung eingefahren werden. Die Anleger investierten noch einmal 2.843.000,00 EUR, um den Fonds weiter über Wasser zu halten. Die immer weiter sinkenden Charterraten vermochten die Kosten für den Schiffsfonds GEBAB MS „Nona“ nicht abzudecken. Deswegen wurde im März 2013 beim zuständigen Amtsgericht Hamburg ein Insolvenzantrag gestellt (6 IN 36/13).

GEBAB MS „Nona“: Anlegern droht Rückzahlung

Viele Anleger sind nicht umfassend über die Risiken der Beteiligung an dem Schiffsfonds GEBAB MS „Nona“ informiert worden. Manchen Anlegern ist nicht einmal bewusst, dass sie als Kommanditist einer Kommanditgesellschaft beitreten und damit unternehmerische Risiken eingehen, die auch zum Totalverlust führen konnten. Dieses Risiko hat sich durch die Insolvenz der NONA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG realisiert. Anlegern droht aber weiteres Ungemach. Ein Kommanditist ist von der Haftung grundsätzlich befreit, wenn er seine Einlage vollständig erbracht hat.

GEBAB MS „Nona“: Persönliche Haftung der Anleger
Wenn aber Ausschüttungen erfolgen, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet sind, lebt die Haftung in dieser Höhe wieder auf. Die Rückforderung von Ausschüttungen ist keine abstrakte Gefahr, sondern wird in unzähligen gescheiterten Fonds praktiziert. Diese Rückforderungsansprüche können nur abgewehrt werden, wenn dazu keine auch für den Laien verständlichen Regelungen im Gesellschaftsvertrag enthalten sind.

GEBAB MS „Nona“: Anleger müssen umfassend beraten werden
Auf all diese Risiken hätte der Anlageberater hinweisen müssen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes muss ein Anleger anleger- und anlagegerecht beraten werden, das heißt, der Vermittler muss genau prüfen, ob der von ihm empfohlene Schiffsfonds GEBAB MS „Nona“ zu den persönlichen Bedürfnissen seines Kunden passt. Für sicherheitsorientierte Anleger war diese Beteiligung von vornherein ungeeignet. Der Vermittler hätte den Schiffsfonds GEBAB MS „Nona“ nur Anlegern anbieten dürfen, die bereit sind, erhebliche Risiken einzugehen und auch den Verlust ihres Geldes verkraften können.

GEBAB MS „Nona“: Aufklärungspflicht der Bank

Wird die Beteiligung über eine Bank vermittelt, muss diese zudem auf die Rückvergütung hinweisen, die sie für die Vermittlung des Fonds erhält. Der Bundesgerichtshof sieht in dieser verdeckten Innenprovision einen Interessenkonflikt, der dem Kunden ungefragt offengelegt werden muss.

GEBAB MS „Nona“: Anleger fordern Schadensersatz
Wird ein Anleger nicht auf alle mit der Beteiligung an dem Schiffsfonds GEBAB MS „Nona“ verbundenen Risiken aufgeklärt, das heißt, werden ihm wesentliche Fakten, wie die Innenprovision, verschwiegen, steht ihm grundsätzlich ein Schadensersatzanspruch zu. Dies ist die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes. Der Anleger wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Schiffsfonds GEBAB MS „Nona“ nicht gezeichnet.

20.06.2016

GEBAB MS „Nona“ ++ GEBAB Schiffsfonds ++ Insolvenz
GEBAB MS „Nona“ ++ GEBAB Schiffsfonds ++ Insolvenz

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Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
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Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
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