GEBAB MT „Arctic Bay“ ++ Schiffsfonds ++ Risiko Totalverlust

Im Jahr 2007 hat die GEBAB Unternehmensgruppe den Schiffsfonds GEBAB MT „Arctic Bay“ aufgelegt. Alle Prognosen sind Makulatur. Anleger fragen sich, ob sie Schadensersatz verlangen können.

Basisdaten zum Schiffsfonds GEBAB MT „Arctic Bay“
Das Gesamtinvestitionsvolumen des Schiffsfonds GEBAB MT „Arctic Bay“ beträgt 47.664.000,00 EUR. Die Summe setzt sich durch die Einlagen der Anleger in Höhe von 22.960.000,00 EUR und einem Agio in Höhe von  1.148.000,00 EUR sowie einer Fremdfinanzierung in Höhe von 23.556.000,00 EUR zusammen. Bis 2012 wurden Ausschüttungen in Höhe von 9 % vorgenommen.

GEBAB MT „Arctic Bay“: Wird Sanierungskonzept greifen?
2010 konnte der Schiffsfonds GEBAB MT „Arctic Bay“ nur mit einem Sanierungskonzept vor der drohenden Insolvenz bewahrt werden. Die Gesellschafter investierten dafür Mittel in Höhe von 2.530.000,00 EUR. Die drastisch gefallenen Charterraten führten zu Liquiditätsproblemen. Ob sie ausreichen werden, um die Kredite zu bedienen, bleibt zu hoffen.

GEBAB MT „Arctic Bay“: Keine sichere Renditeanlage
Den Anlegern des Schiffsfonds GEBAB MT „Arctic Bay“ wurde die Beteiligung als eine sichere Renditeanlage empfohlen. Vielen Anlegern wurde nicht einmal klar, dass sie als Kommanditist eine unternehmerische Beteiligung eingehen. Diese ist immer auch mit dem Risiko des Totalverlustes verbunden. Den Anlegern ist dies spätestens seit der drohenden Insolvenz durchaus bewusst. Für sicherheitsorientierte Anleger ist jedenfalls die Beteiligung völlig ungeeignet.

GEBAB MT „Arctic Bay“: Nichts für sicherheitsorientierte Anleger

Dabei muss ein Vermittler seinen Kunden anleger- und anlagegerecht beraten. Er muss ihn auf alle Risiken hinweisen. Er muss prüfen, ob der von ihm empfohlene Schiffsfonds GEBAB MT „Arctic Bay“ den persönlichen Bedürfnissen des Anlegers entspricht. Er konnte deshalb diesen Schiffsfonds nur Anlegern anbieten, die bereit sind, erhebliche Risiken einzugehen und die auch den Totalverlust ihrer Einlage verkraften können.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

GEBAB MT „Arctic Bay“: Bankenhaftung bei verschwiegener Provision
Wird die Beteiligung über eine Bank vermittelt, musste diese zudem auf die Kickback-Zahlung hinweisen, die sie für die Vermittlung erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht in dieser Rückvergütung, also einer Art verdeckten Innenprovision, einen Interessenkonflikt, der dem Kunden ungefragt offengelegt werden muss.

GEBAB MT „Arctic Bay“: Anleger haben Anspruch auf Schadensersatz

Wird ein Anleger falsch beraten oder werden ihm wesentliche Fakten, wie die Innenprovision, verschwiegen, steht ihm grundsätzlich ein Schadensersatzanspruch zu. Er wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Schiffsfonds GEBAB MT „Arctic Bay“ nicht gezeichnet.

29.06.2016

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des Schifssfonds GEBAB MT "Arctic Bay" und MT "Arctic Blizzard" die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 97 70.

Imagefilm

Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.

Referenzen

Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.