GEBAB MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“ ++ GEBAB Schiffsfonds

Im Jahr 2006 hat die GEBAB Unternehmensgruppe den Schiffsfonds MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“ aufgelegt. Der Schiffsfonds ist in schwere Stürme geraten. An die versprochenen Ausschüttungen ist nicht zu denken. Anleger fragen sich, ob sie die Beteiligung kündigen und sie ihr Geld zurückverlangen können.

Basisdaten des Schiffsfonds GEBAB MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“
Das Gesamtinvestitionsvolumen des GEBAB MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“ beträgt 99.524.000,00 EUR. Anleger erbringen mit ihren Einlagen 45.625.000,00 EUR. Die Fremdfinanzierung beläuft sich auf 51.619.000,00 EUR.  Der Schiffsfonds investiert in die Arctic Breeze + MT „Arctic Blizzard Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, die zwei baugleiche Tankerschiffe verchartert. Im Jahr 2008 erfolgten Ausschüttungen von insgesamt 3,50 %.

Probleme des GEBAB MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“
Der Schiffsfonds GEBAB MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“ enttäuscht seine Anleger auf der ganzen Linie. Die versprochenen Ausschüttungen wurden nicht eingehalten. Das ganze Konzept ist faktisch gescheitert. Grund sind die fallenden Charterraten auf den Weltschiffsmärkten. Tilgungsraten für die Kredite konnten nicht mehr geleistet werden.

GEBAB MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“ im Krisenmodus
Im Jahr 2011 musste über ein Betriebsfortführungskonzept abgestimmt werden. Von den Gesellschaftern wurde noch einmal Kapital in Höhe von  5.250.000,00 EUR zur Verfügung gestellt. Damit konnte der Schiffsfonds zunächst gerettet werden. Ob allerdings damit der Schiffsfonds GEBAB MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“ gesichert ist, bleibt zu hoffen. Auf Ausschüttungen werden die Anleger allerdings wohl in Zukunft verzichten müssen.

GEBAB MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“ keine sichere Kapitalanlage
Dabei war die Beteiligung an dem Schiffsfonds GEBAB MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“ als eine sichere Kapitalanlage angeboten worden. Sogar zur Altersvorsorge sollte sie dienen. Für sicherheitsorientierte Anleger war die Beteiligung jedoch von vornherein ungeeignet. Anleger wissen spätestens seit 2011, dass auch das Risiko des Totalverlustes drohen kann.

GEBAB MT „Arctic Breeze“: Umfassende Beratung der Anleger
Auf all diese Risiken hätte ein Anlageberater hinweisen müssen. Der BGH sagt, dass jeder Anleger anleger- und anlagegerecht aufgeklärt werden muss. Ein Vermittler konnte den Schiffsfonds GEBAB MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“ nur Anlegern anbieten, die bereit sind, auch hohe Risiken einzugehen und den Totalverlust ihrer Einlage verkraften können.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

GEBAB MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“: Banken haften
Wird die Beteiligung über eine Bank vermittelt, muss diese zudem auf die Kickback-Zahlungen hinweisen, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds GEBAB MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“ erhalten hat. Diese verdeckten Innenprovisionen seien ein Interessenkonflikt, erklärt dazu der Bundesgerichtshof in zahlreichen Entscheidungen. Der Anleger muss ungefragt auf diese Rückvergütung (Kickback-Zahlung) hingewiesen werden.

GEBAB MT „Arctic Breeze“: Anleger verlangen Schadensersatz
Wird ein Anleger nicht anleger- und anlagegerecht beraten oder werden ihm wesentliche Fakten, wie die Innenprovision, verschwiegen, steht ihm grundsätzlich ein Schadensersatzanspruch zu. Der Anleger wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Schiffsfonds GEBAB MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“ nicht gezeichnet. So gibt es ein Urteil des Landgerichts Hanau, wo einem Anleger der Schiffsfonds GEBAB MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“ seine Einlage wieder zurückerstattet wurde. Der Anleger wurde nicht hinreichend auf das Risiko des Totalverlustes hingewiesen, entschied das Landgericht. Es folgt damit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes.

Anleger müssen sofort handeln. Im Jahr 2016 droht für die ersten Anleger Verjährung.

28.06.2016

GEBAB MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“ ++ GEBAB Schiffsfonds
GEBAB MT „Arctic Breeze“ und MT „Arctic Blizzard“ ++ GEBAB Schiffsfonds

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des Schifssfonds GEBAB MT "Arctic Breeze" und MT "Arctic Blizzard" die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 97 70.

Imagefilm

Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.

Referenzen

Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.