HCI Deepsea Oil Explorer ++ HCI Schiffsfonds ++ HCI Capital AG

Die HCI Capital AG legte im Jahr 2008 den Fonds HCI Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG auf. Dabei wird zusammen mit der MPC Capital AG und dem praktisch identischen MPC Deepsea Oil Explorer in eine Tiefsee-Halbtaucher-Erkundungsplattform investiert. Dieses Projekt ist ein Desaster für die Anleger. Dem HCI Deepsea Oil Explorer droht der Totalverlust.

 

Basisdaten des HCI Deepsea Oil Explorer Fonds

Der HCI Deepsea Oil Explorer hat mehr als 5.500 Anleger und ist einer der größten geschlossenen Fonds. Das Eigenkapital des HCI Deepsea Oil Explorer liegt bei 104.586.000,00 US Dollar. Das Zusammen mit dem MPC Capital Deepsea Oil Explorer investierte Gesamtkapital beträgt über 500 Millionen Dollar. Die Tiefsee-Halbtaucher-Erkundungsplattform zur Erkundung neuer Öl- und Gasvorkommen ist ein Projekt mit Pleiten und Pannen und zeugt von einer vollständigen Ahnungslosigkeit in diesem Geschäftsfeld.

HCI Deepsea Oil Explorer: Pleiten, Pech, Pannen und ein Desaster für Anleger

Die hochseetaugliche Öl- und Gaserkundungsplattform HCI Deepsea Explorer wurde mit erheblicher Verspätung im Jahre 2012 endlich fertiggestellt. Dies führte dazu, dass es zu Strafzahlungen und Einnahmeausfällen kam. Der Charterer, eine brasilianische Firma, drohte sogar mit einem Sonderkündigungsrecht, was zur sofortigen Insolvenz der HCI Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG geführt hätte. Demzufolge wurde den Anleger des HCI Deepsea Oil Explorer erstmals im Jahr 2010 auf einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung ein Konzept zur Zustimmung vorgelegt. Im Ergebnis musste weiteres Kapital in Höhe von rund 100 Millionen US Dollar nachgeschossen werden. Den Anlegern des HCI Deepsea Oil Explorer wurde mitgeteilt, dass Ausschüttungen vor 2016 nicht zu erwarten seien. Zweifel daran sind berechtigt.

Kann HCI Deepsea Oil Explorer jemals Gewinne machen?

Die Auslieferung der Ölplattform HCI Deepsea Oil Explorer verzögerte sich weiter und konnte erst 2012 in Dienst gestellt werden. Da es aufgrund der Verzögerung zu Einnahmeausfällen bei der Charter, zu Strafzahlungen und zu einem erhöhten Liquiditätsbedarf für die laufenden Kosten gekommen ist, bleibt mehr als fraglich, ob der Fonds HCI Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG jemals Gewinne für die Anleger abwerfen wird. Schon jetzt wurden die Zahlen stetig nach unten korrigiert:  „Aufgrund der erheblichen Mehrkosten während der Bauphase und der neu geordneten Beteiligungsstruktur liegt der neu kalkulierte Gesamtmittelrückfluss vor Steuern bei rund 210 % bezogen auf das Kommanditkapital (Stand Juli 2011). Auszahlungen an die Anleger erfolgen gemäß dem neuen Finanzierungskonzept erst für die Jahre ab 2016.“ Voller Skepsis werden die Anleger des HCI Deepsea Oil Explorer abwarten müssen.

HCI Deepsea Oil Explorer für sicherheitsorientierte Anleger nicht geeignet

Die Anleger des HCI Deepsea Oil Explorer sind maßlos enttäuscht. Ihnen wurde die Beteiligung an dem HCI Deepsea Oil Explorer Fonds als eine sichere Kapitalanlage mit ebenso sicherer Rendite empfohlen. Dass sie sich bei der HCI Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG  an einer Kommanditgesellschaft beteiligen und das diese erhebliche unternehmerische Risiken beinhaltet, die bis zum Totalverlust gehen, wurde den Anlegern nicht erklärt. Für sicherheitsorientierte Anleger ist die Beteiligung an dem HCI Deepsea Explorer nicht geeignet gewesen.
Das hätte auch den Vermittlern bewusst sein müssen, die den ahnungslosen Anlegern eine derartige Risikobeteiligung an dem HCI Deepsea Oil Explorer Fonds empfohlen haben. Ein Vermittler muss anleger- und anlagegerecht beraten. Das heißt, der Vermittler muss prüfen, ob die von ihm empfohlene Beteiligung an dem HCI Deepsea Oil Explorer den persönlichen Bedürfnissen seines Anlegers entspricht.
Die Beteiligung an dem HCI Deepsea Oil Explorer hätte er nur Anlegern anbieten dürfen, die das Risiko nicht scheuen und die auch bereit sind, einen Totalverlust ihrer Anlage hinzunehmen.


HCI Deepsea Oil Explorer: Bank muss über Innenprovision aufklären

Wenn die Beteiligung über eine Bank vermittelt wurde, musste diese zudem auf die verdeckten Innenprovisionen hinweisen, die sie für die Vermittlung der Beteiligung an dem HCI Deepsea Oil Explorer erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung einer Innenprovision, die der Anleger nicht erkennen kann, einen Interessenkonflikt, über den der Kunde unaufgefordert aufgeklärt werden muss. Hierzu gibt es eine Vielzahl vonhöchstrichterlichen Urteilen.

HCI Deepsea Oil Explorer: Anleger fordern Schadensersatz

Wird ein Anleger falsch beraten oder werden ihm diese Innenprovisionen verschwiegen steht dem Anleger ein Schadensersatzanspruch zu. Der Anleger wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem HCI Deepsea Oil Explorer nicht gezeichnet.

14.03.2016

HCI Deepsea Oil Explorer ++ HCI Schiffsfonds ++ HCI Capital AG
HCI Deepsea Oil Explorer ++ HCI Schiffsfonds ++ HCI Capital AG

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des HCI Deepsea Oil Explorer die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 97 70.