HCI Euroliner II ++ HCI Schiffsfonds ++ Totalverlust ++ Schadensersatz

Im Jahr 2007 emittierte die HCI Capital AG den Schiffsfonds HCI Euroliner II. Es ist ein Dachfonds, deren Objektgesellschaften 2014 Insolvenz anmelden mussten. Mit ihrer Beteiligung erleiden die Anleger des Schiffsfonds HCI Euroliner II Totalverlust. Können sie trotzdem Schadensersatz verlangen?

Was macht der Schiffsfonds HCI Euroliner II?

Der Schiffsfonds Euroliner II ist ein Dachfonds und investierte in die beiden Zielfonds

-          MS “Jork Ruler” Bernd Becker GmbH & Co. KG

-          MS “Jork Reliance” Bernd Becker GmbH & Co. KG

Das Gesamtinvestitionsvolumen des HCI Euroliner II betrug 35.910.000,00 EUR. Der Anteil der Anleger beträgt 12.550.000,00 EUR und der Rest wurde über Darlehen in Höhe von 23.360.000,00 EUR realisiert. Die prognostizierten Ausschüttungen sollten 40 % betragen, die Anleger erhielten aber im Jahr 2008 nur einmalig 6 %.

HCI Euroliner II:  Zielfonds in der Insolvenz

Durch die problematischen Entwicklungen des Weltschiffsmarktes geriet der Schiffsfonds Euroliner II zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Aufgrund der Überkapazität und dem damit verbundenen drastischen Verfall der Charterpreise konnten die Kosten nicht mehr gedeckt werden. Zwar wurde versucht, den Schiffsfonds HCI Euroliner II zu sanieren, aber schließlich wurde am 14.07.2014 auf Beschluss des Amtsgerichts Neumünster das Insolvenzverfahren über das Vermögen der beiden Schiffsfondsobjektgesellschaften eröffnet  (Az.: 93 IN 47/14 und Az.: 93 IN 46/14). Die Anleger des Schiffsfonds HCI Euroliner II erleiden mithin einen Totalverlust.

HCI Euroliner II wurde als sichere Kapitalanlage angeboten.

Vielen Anlegern war überhaupt nicht bewusst, dass sie mit der Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI Euroliner II ein unternehmerisches Risiko eingehen. Ihnen wurde eine sichere Rendite versprochen. In manchen Fällen wurde die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI Euroliner II als Altersvorsorge empfohlen. Dabei ist der Schiffsfonds HCI Euroliner II eine unternehmerische Beteiligung, der von vornherein das Risiko des Totalverlustes innewohnt. Für sicherheitsorientierte Anleger oder zur Altersvorsorge war die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI Euroliner II von vornherein ungeeignet.

HCI Euroliner II: Anleger müssen über Risiken aufgeklärt warden

Auf all diese Risiken hätte der Anlageberater hinweisen müssen. Nach Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist es die Aufgabe des Beraters, seine Kunden anleger- und anlagegerecht aufzuklären. Der Anlageberater muss also prüfen, ob der von ihm empfohlene Schiffsfonds HCI Euroliner II zu den persönlichen Bedürfnissen seines Kunden past. Für sicherheitsorientierte Anleger ist deshalb die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI Euroliner II von vornherein nicht zu empfehlen gewesen.

HCI Euroliner II nur für Anleger mit Mut zum Risiko

Den Schiffsfonds HCI Euroliner II hätte der Anlageberater nur einem Kundenkreis anbieten dürfen, der bereit ist, unternehmerische Risiken zu tragen und der auch einen Verlust in Kauf zu  nehmen bereit ist.  Dies ist nach den Erkenntnissen von Resch Rechtsanwälte jedoch in vielen Fällen nicht geschehen.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

HCI Euroliner II: Bank muss über Rückvergütung informieren

Wurde die Beteiligung über eine Bank vermittelt, muss zudem über die Rückvergütung (Kick-back-Zahlung) aufgeklärt werden, die die Bank für die Vermittlung der Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI Euroliner II kassiert. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung dieser Innenprovision einen Interessenkonflikt, über den der Kunde ungefragt aufgeklärt werden muss.

HCI Euroliner II: Anleger erhalten Schaden ersetzt

Wird der Anleger falsch beraten oder werden ihm wesentliche Tatsachen verschwiegen, steht ihm ein Schadensersatzanspruch zu. Trotz der Insolvenz der beiden Zielfonds und des damit verbundenen Totalverlustes haben also die Anleger einen Anspruch auf Schadensersatz. Sie müssen sich nicht mit dem Totalverlust abfinden, sondern können ihren Schaden komplett ersetzt erhalten. Sie werden so gestellt, als hätten sie die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI Euroliner II nicht gezeichnet.

29.02.2016

HCI Euroliner II ++ HCI Schiffsfonds ++ Totalverlust ++ Schadensersatz
HCI Euroliner II ++ HCI Schiffsfonds ++ Totalverlust ++ Schadensersatz

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

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