HCI MS Hammonia Berolina ++ HCI Schiffsfonds ++ Verjährung 2016

Der im Jahr 2006 von der HCI Capital AG aufgelegte Schiffsfonds hat bislang keine Ausschüttungen an die Anleger geleistet. Der Schiffsfonds HCI MS Hammonia Berolina steckt in der finanziellen Klemme. Anleger fragen sich, ob sie Schadensersatz verlangen können.

Das Gesamtinvestitionsvolumen des Schiffsfonds HCI MS Hammonia Berolina betrug 36.091.000,00 EUR. Diese Summe setzte sich aus dem Kapital der Anleger mit knapp 11.900.000,00 EUR,  einer Initiatorenbeteiligung in Höhe von 375.000,00 EUR sowie einer Fremdfinanzierung in Höhe von  23.816.000,00 EUR zusammen. Die prognostizierten Ausschüttungen wurden bislang nicht geleistet.

Der Schiffsfonds HCI MS Hammonia Berolina steckt in Schwierigkeiten

Die Fondsverwaltung teilte 2012 mit, dass aufgrund der Marktlage die Charterraten auf einen Tagessatz gesenkt werden, der für einen kostendeckenden Betrieb einschließlich Tilgungszahlungen nicht ausreichend ist. Selbst die Tilgung des Kredites ist gefährdet. Von daher erscheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, wann die finanzierende Bank den Kredit kündigt.

HCI MS Hammonia Berolina keine sichere Kapitalanlage

Allerdings ist die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI MS Hammonia Berolina den Anlegern als eine sichere Beteiligung empfohlen worden, die gegebenenfalls auch zur Altersvorsorge eingesetzt werden kann. Dabei wurde nicht darauf hingewiesen, dass eine Kommanditbeteiligung immer auch dem unternehmerischen Risiko unterliegt, das bis zum Totalverlust gehen kann. Für sicherheitsorientierte Anleger ist diese Beteiligung völlig ungeeignet gewesen.

HCI MS Hammonia Berolina: Anleger müssen umfassend informiert werden

Dabei muss ein Anlageberater seinen Kunden anleger- und anlagegerecht beraten. Er muss also prüfen, ob der von ihm empfohlene HCI Schiffsfonds MS Hammonia Berolina den persönlichen Bedürfnissen seines Kunden entspricht. Ein Vermittler hätte also die Beteiligung nur Anlegern anbieten dürfen, die bereit sind, ein hohes Risiko einzugehen und die auch den Verlust ihrer Einlage verkraften können.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

HCI MS Hammonia Berolina: Banken müssen über Innenprovision aufklären

Wird die Beteiligung über eine Bank vermittelt, muss diese zudem auf die Innenprovision hinweisen, die sie für die Vermittlung der Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI MS Hammonia Berolina kassiert. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung einer verdeckten Innenprovision einen Interessenkonflikt, der dem Kunden ungefragt offenbart werden muss.

16.03.2016

HCI MS Hammonia Berolina ++ HCI Schiffsfonds ++ Verjährung 2016
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