HCI MT Hellespont Providence ++ HCI Schiffsfonds ++ Insolvenz

Der im Jahr 2008 von der HCI Capital AG aufgelegte Schiffsfonds HCI MT Hellespont Providence GmbH & Co. KG musste im Jahr 2013 Insolvenz anmelden. Den Anlegern des Schiffsfonds HCI MT Hellespont Providence droht der Totalverlust. Können Sie Schadensersatz verlangen? 

 

Basisdaten des Schiffsfonds HCI MT Hellespont Providence

Das Gesamtinvestitionsvolumen des HCI MT Hellespont Providence betrug 36.053.703,00 Euro. Anleger haben ein Eigenkapital von rund 9.200.000,00 Euro aufgebracht. Weitere 2.300.000,00 Euro erfolgten als stille Beteiligung, eine ungewöhnliche Variante. Die restliche Summe wurde über Fremdkapital finanziert, das in japanischen Yen und amerikanischen Dollar aufgenommen wurden. Bis Ende 2011 hatten die Anleger Ausschüttungen von 5 % ihres eingezahlten Kapitals erhalten.

HCI MT Hellespont Providence in der Insolvenz

Mit dem Kapital wurde von der HCI MT Hellespont Providence GmbH & Co. KG das gleichnamige Containerschiff MT Hellespont Providence erworben. Von Anfang an kämpfte der HCI MT Hellespont Providence Schiffsfonds mit der anhaltenden Schiffskrise. Die Anleger mussten 2013 über ein Sanierungskonzept abstimmen. Obwohl dem neuen Finanzierungsplan zugestimmt wurde reichten die Gelder nicht aus. Zudem sollten über den unlimitierten und freihändigen Verkauf zugestimmt werden. Anleger lehnten dies ab. Die finanzierenden Banken stellten das Darlehen im Juli 2013 fällig. Das Amtsgericht Bremen eröffnete das Insolvenzverfahren über die HCI MT Hellespont Providence GmbH & Co. KG (Az.: 509 IN 25/13).

HCI MT Hellespont Providence für sicherheitsorientierte Anleger nicht geeignet

Für sicherheitsorientierte Anleger war die Beteiligung an dem HCI MT Hellespont Providence Schiffsfonds völlig ungeeignet. Vielen Anlegern ist nicht einmal bewusst, dass sie sich bei der HCI MT Hellespont Providence GmbH & Co. KG an einer Kommanditgesellschaft beteiligt haben und mithin auch die unternehmerischen Risiken tragen mussten. Ihnen wurde die Anlage als eine sichere Kapitalrendite angepriesen, die als Altersvorsorge geeignet sein sollte. Dabei ist von vornherein offenkundig, dass einer unternehmerischen Beteiligung grundsätzlich das Risiko des Totalverlustes innewohnt, dass sich im Falle des Schiffsfonds HCI MT Hellespont Providence durch die Insolvenz nun verwirklicht hat.

HCI MT Hellespont Providence: Anleger- und anlagegerechte Beratung erforderlich

Auf alle diese Risiken hätte der Anlageberater hinweisen müssen. Ein Anlageberater muss anleger- und anlagegerecht beraten, er muss also prüfen, ob der von ihm empfohlene Schiffsfonds HCI MT Hellespont Providence auch den persönlichen Bedürfnissen seines Anlegers entspricht. Sicherheitsorientierte Anleger hätte er die Beteiligung an dem  HCI MT Hellespont Providence zu keinem Zeitpunkt anbieten dürfen. Der HCI MT Hellespont Providence Schiffsfonds ist nur für Anleger geeignet, die auch bereit sind Risiken zu tragen und den Verlust ihrer Einlage hinnehmen wollen.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen. 

HCI MT Hellespont Providence: Bank muss über Innenprovision aufklären

Wird die Beteiligung über eine Bank vermittelt, muss diese auf die verdeckten Innenprovisionen hinweisen, die sie für den Vertrieb des Schiffsfonds HCI MT Hellespont Providence erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht nämlich in der Zahlung einer solchen verdeckten Innenprovision einen Interessenkonflikt. Es war zu befürchten, dass die Bank eher an ihre eigenen Interessen denkt als an das Wohl des Kunden. Dies erfordert, dass der Kunde über diese verdeckte Innenprovision, die neben dem Agio gezahlt wird unaufgefordert aufgeklärt wird.

 

HCI MT Hellespont Providence: Anleger erhalten Schadensersatz

Wird der Anleger falsch beraten oder werden ihm wesentliche Fakten, wie die Innenprovision, verschwiegen steht dem Anleger ein Anspruch auf Schadensersatz zu. Der Anleger wird so gestellt als hätte er die Beteiligung nicht erworben. Er erhält sein Geld zurück und gibt seine inzwischen wertlose Beteiligung an den insolventen Schiffsfonds HCI MT Hellespont Providence GmbH & Co. KG ab.

14.03.2016

HCI MT Hellespont Providence ++ HCI Schiffsfonds ++ Insolvenz
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