HCI MS Alexander Sibum ++ HCI Schiffsfonds ++ Insolvenz

Der im Jahr 2007 von der HCI Capital AG aufgelegte Schiffsfonds HCI MS Alexander Sibum musste Insolvenz anmelden. Die Anleger des Schiffsfonds HCI MS Alexander Sibum erleiden einen Totalverlust. Von wem können sie Schadensersatz verlangen?

Basisdaten zum Schiffsfonds HCI MS Alexander Sibum

Das Gesamtvolumen des Schiffsfonds HCI MS Alexander Sibum betrug 18.185.000,00 EUR. Die Summe setzte sich durch die Kommanditeinlagen mit knapp 6.025.000,00 EUR sowie einer Fremdfinanzierung in Höhe von € 12.160.000,00 zusammen. Nur im Jahr 2008 gab es Ausschüttungen von 7 %.

Schiffsfonds HCI MS Alexander Sibum in der Insolvenz

Die Probleme des HCI Schiffsfonds MS Alexander Sibum sind hausgemacht. Sinkende Charterraten und eine hohe Fremdkapitalquote schwächten den HCI Schiffsfonds. Im Jahr 2013 teilte die Bank den Anlegern mit, dass das vorgeschlagene Sanierungskonzept von der zuständigen Hausbank, der HSH, nicht akzeptiert worden ist. Im Januar 2014 wurde durch das zuständige Amtsgericht Bremen die Insolvenz eröffnet (Az. 10 IN 6/14). Den Anlegern könnte die Rückzahlung der Ausschüttungen drohen, wenn die nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurde.

HCI MS Alexander Sibum für sicherheitsorientierte Anleger nicht geeignet

Die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI MS Alexander Sibum wurde den Anlegern allerdings als eine sichere Kapitalanlage empfohlen, die sogar zur Altersvorsorge geeignet sei. Dabei wurde den Anlegern verschwiegen, dass es sich dabei um eine Kommanditbeteiligung handelt, der immer auch das unternehmerische Risiko des Totalverlustes innewohnt. Für sicherheitsorientierte Anleger oder zur Altersvorsorge ist die Beteiligung ungeeignet gewesen. Dabei muss ein Vermittler seinen Kunden anleger- und anlagegerecht beraten. Den Schiffsfonds HCI MS Alexander Sibum konnte der Anlageberater nur Anlegern empfehlen, die bereit waren, erhöhte Risiken einzugehen und die auch den jetzt eingetretenen Verlust der Kapitalanlage in Kauf nehmen wollten.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

HCI MS Alexander Sibum: Bank muss über Innenprovision aufklären

Wird die Beteiligung an dem HCI MS Alexander Sibum Schiffsfonds über eine Bank vermittelt, musste diese ungefragt auf die Innenprovision hinweisen, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds HCI MS Alexander Sibum erhalten hat. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist in der Zahlung einer verdeckten Innenprovision ein Interessenkonflikt zu sehen, der dem Kunden unaufgefordert offengelegt werden muss.

HCI MS Alexander Sibum: Geschädigte Anleger erhalten Schadensersatz

Wird der Anleger über die Risiken der Beteiligung an dem HCI Schiffsfonds falsch beraten oder werden ihm wesentliche Fakten, wie die Innenprovision, verschwiegen, stehen ihm grundsätzlich Schadensersatzansprüche zu. Der Anleger wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI MS Alexander Sibum nicht gezeichnet.

16.03.2016

HCI MS Alexander Sibum ++ HCI Schiffsfonds ++ Insolvenz
HCI MS Alexander Sibum ++ HCI Schiffsfonds ++ Insolvenz

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