HCI MS Helene S ++ HCI Schiffsfonds ++ HCI Capital AG

Der im Jahr 2007 von der HCI Capital AG aufgelegte Schiffsfonds HCI MS Helene S bleibt hinter den Prognosen zurück. Bislang sind keine Ausschüttungen erfolgt. Anleger fragen sich, ob sie kündigen und ihr Geld zurückverlangen können?

Was macht der HCI Schiffsfonds HCI MS Helene S?

Das Gesamtinvestitionsvolumen des Schiffsfonds HCI MS Helene S betrug 37.641.566,00 EUR. Diese Summe setzte sich durch die Kommanditbeteiligung in Höhe von 15.385.000,00 EUR sowie einer Fremdfinanzierung in Höhe von 22.256.566,00 EUR zusammen.

Die Überkapazitäten am internationalen Schiffsmarkt sowie die hohe Kreditaufnahme des Schiffsfonds HCI MS Helene S in Verbindung mit den niedrigen Charterraten führten dazu, dass die Ausschüttungen von Anfang an ausblieben. Immerhin konnte bislang der Kredit bedient werden. Angesicht der vielen Insolvenzen bei anderen HCI Schiffsfonds ist das keine Selbstverständlichkeit. Gleichwohl sind die Anleger enttäuscht, wurde ihnen doch etwas anderes versprochen.

Schiffsfonds HCI MS Helene S ist keine sichere Kapitalanlage

Den Anlegern des Schiffsfonds HCI MS Helene S wurde die Beteiligung als eine sichere Kapitalanlage mit hoher Rendite versprochen, die gegebenenfalls sogar zur Altersvorsorge geeignet sein würde. Dabei ist die Beteiligung an einer Kommanditgesellschaft immer auch eine unternehmerische Beteiligung, die per se immer auch das Risiko des Totalverlustes beinhaltet. Für sicherheitsorientierte Anleger oder gar zur Altersvorsorge ist die Beteiligung deshalb von vornherein nicht zu empfehlen gewesen.

Schiffsfonds HCI MS Helene S: Nur für risikobewusste Anleger geeignet

Ein Anlageberater muss aber seine Kunden anleger- und anlagegerecht beraten. Er muss die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche seines Kunden prüfen und ihm dann eine entsprechende Kapitalbeteiligung empfehlen. Die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI MS Helene S hätte er nur Kunden anbieten dürfen, die bereit sind, ein hohes Risiko zu tragen und auch den Verlust ihrer Kapitalanlage klaglos hinnehmen können.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

HCI MS Helene S: Bank muss über Rückvergütung aufklären

Wird die Beteiligung über eine Bank vermittelt, musste diese ungefragt auf die Innenprovision bzw. Rückvergütungen hinweisen, die sie für die Vermittlung der Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI MS Helene S erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht in der verdeckten Zahlung einer Innenprovision einen Interessenkonflikt, den die Bank ihren Kunden ungefragt offenbaren muss.

Schiffsfonds HCI MS Helene S: Schadensersatz bei Falschberatung

Wird der Kunde nicht über die Innenprovision aufgeklärt oder wird er ansonsten nicht anleger- und anlagegerecht beraten, steht dem Anleger ein Schadensersatzanspruch zu. Der Anleger wird bei einer solchen Falschberatung so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI MS Helene S nicht gezeichnet.

16.03.2016

HCI MS Helene S ++ HCI Schiffsfonds ++ HCI Capital AG
HCI MS Helene S ++ HCI Schiffsfonds ++ HCI Capital AG

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

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