HCI MS Jork Rider ++ HCI Schiffsfonds ++ Verjährung 2016 ++ Insolvenz

Der im Jahr 2006 von der HCI Capital AG aufgelegte Schiffsfonds HCI MS Jork Rider musste 2015 Insolvenz anmelden. Anleger erleiden den Totalverlust. Von wem können die Anleger des Schiffsfonds HCI MS Jork Rider Schadensersatz verlangen?

Basisdaten des Schiffsfonds HCI MS Jork Rider

Das Gesamtinvestitionsvolumen des Schiffsfonds HCI MS Jork Rider betrug 17.980.000,00 EUR. Diese Summe setzte sich durch die Kommanditeinlagen der Anleger mit knapp 6.550.000,00 EUR sowie einer Fremdfinanzierung in Höhe von 11.430.000,00 EUR zusammen. In den Jahren 2007 und 2008 wurden Ausschüttungen von 8 % vorgenommen.

Schiffsfonds HCI MS Jork Rider ist insolvent

Auch der Schiffsfonds HCI MS Jork Rider hatte von Anfang an mit der anhaltenden Schiffskrise zu kämpfen und konnte seine Prognosen nur in den ersten Jahren erfüllen. Im Jahr 2015 kam es zur Insolvenz. Das Insolvenzverfahren wird vor dem Amtsgericht Neumünster unter dem Aktenzeichen 93 IN 24/15 geführt. Die Anleger erleiden einen Totalverlust und müssen zudem damit rechnen, dass die alten Ausschüttungen zurückgezahlt werden müssen.

HCI MS Jork Rider: Persönliche Haftung der Kommanditisten

Dabei ist die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI MS Jork Rider als eine sichere Kapitalanlage empfohlen worden, die sogar zur Altersvorsorge geeignet sein sollte. Vielen Anlegern ist allerdings nicht einmal bewusst, dass sie sich als Kommanditist an einer Kommanditgesellschaft beteiligen und dass dadurch für sie sogar eine persönliche Haftung entstehen kann. Zwar ist die Haftung des Kommanditisten erloschen, wenn er seine Einlage vollständig erbracht hat, erfolgen aber Ausschüttungen, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden, kann die Haftung in Höhe dieser Ausschüttungen wieder aufleben. Einer solchen Gefahr sehen sich die Anleger jetzt ausgesetzt. Der Insolvenzverwalter muss alle Forderungen eintreiben und dazu gehören grundsätzlich auch die Forderungen gegen die Anleger, die eine gewinnunabhängige Ausschüttung erhalten haben. Ob diese Forderung tatsächlich durchgesetzt werden kann, ist rechtlich zu prüfen.

Schiffsfonds HCI MS Jork Rider von vornherein keine sichere Kapitalanlage

Ohnehin ist die Beteiligung an einem Schiffsfonds eine unternehmerische Beteiligung, der immer auch das Risiko des Totalverlustes innewohnte, wie es sich jetzt im Falle des Schiffsfonds HCI MS Jork Rider verwirklicht hat. Für sicherheitsorientierte Anleger war die Beteiligung von vornherein ungeeignet. Das hätte auch der Anlageberater wissen müssen, wenn er die Beteiligung einem sicherheitsorientierten Anleger empfiehlt. Der Anlageberater hat vielmehr die Vorgabe des Bundesgerichtshofes, dass er anleger- und anlagegerecht beraten muss. Der Vermittler muss also prüfen, ob die von ihm empfohlene Kapitalanlage auch zu den persönlichen Bedürfnissen seines Kunden passt. Die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI MS Jork Rider hätte er nur Anlegern empfehlen dürfen, die bereit sind, ein hohes Risiko einzugehen und die auch den Verlust der Kapitalanlage im Falle der Insolvenz verkraften können.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

HCI MS Jork Rider: Bank musste auf Rückvergütungen hinweisen

Wurde die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI MS Jork Rider über eine Bank vermittelt, musste diese über die Rückvergütungen bzw. Innenprovision aufklären, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds HCI MS Jork Rider erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung einer verdeckten Innenprovision einen Interessenkonflikt, den die Bank ihrem Kunden ungefragt offenbaren muss.

HCI MS Jork Rider: Anleger erhalten Schadensersatz. Verjährung in 2016

Wird diese Innenprovision nicht offengelegt oder wird der Anleger nicht anleger- und anlagegerecht beraten, steht ihm grundsätzlich ein Schadensersatzanspruch wegen Falschberatung zu. Der Anleger wird dann so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI MS Jork Rider nicht gezeichnet. Anlegern droht in 2016 die Verjährung! Sofort handeln!

HCI MS Jork Rider ++ HCI Schiffsfonds ++ Verjährung 2016 ++ Insolvenz
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Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des HCI Schiffsfonds MS Jork Rider die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 97 70.