HCI MS WS Schlüter ++ HCI Schiffsfonds ++ Insolvenz

Der im Jahr 2007 von der HCI Capital AG aufgelegte Schiffsfonds HCI MS WS Schlüter ist in Insolvenz. Die Anleger erleiden Totalverlust und müssen damit rechnen, erhaltene Ausschüttungen wieder zurückzuzahlen. Von wem können die Anleger des HCI MS WS Schlüter Schadensersatz verlangen?

Basisdaten des Schiffsfonds HCI WS Schlüter

Das Gesamtinvestitionsvolumen des Schiffsfonds HCI MS WS Schlüter betrug 39.857.000,00 EUR. Diese Summe setzt sich durch die Kommanditeinlagen mit knapp 13.000.000,00 EUR, einer Initiatorenbeteiligung in Höhe von 525.000,00 EUR sowie Fremddarlehen in Höhe von 26.320.000,00 EUR zusammen. Nur am Anfang gab es Ausschüttungen von 7 %.

Schiffsfonds HCI MS WS Schlüter in Insolvenz


Der Schiffsfonds HCI MS WS Schlüter folgt einer endlosen Reihe von Schiffsinsolvenzen der HCI Schiffsfonds. Dies führt zu geringen oder sogar ausfallenden Chartereinnahmen. Damit lassen sich die laufenden Betriebskosten sowie die Kredite nicht bedienen. Für den Schiffsfonds HCI MS WS Schlüter wurde dadurch die Insolvenz unausweichlich. Mit Beschluss des Amtsgerichts Neumünster wurde 2015 das Insolvenzverfahren eröffnet (Az.: 93 IN 24/15). Die Anleger erleiden einen Totalverlust. Sie müssen sogar befürchten, dass bereits erhaltene Ausschüttungen zurückgefordert werden.

HCI MS WS Schlüter: Anleger müssen über Risiken aufgeklärt werden

Dabei ist die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI MS WS Schlüter den Anlegern als eine sichere Kapitalanlage empfohlen worden, die sogar zur Altersvorsorge geeignet sein sollte. Vielen Anlegern ist aber nicht einmal bewusst, dass sie als Kommanditist auch persönliche Risiken eingehen, wenn sie Ausschüttungen erhalten, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. In diesem Fall droht die Rückzahlung der Ausschüttungen, wenn nicht im Gesellschaftsvertrag entsprechende Regelungen enthalten sind. Für sicherheitsorientierte Anleger ist die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI MS WS Schlüter jedenfalls völlig ungeeignet.

Schiffsfonds HCI MS WS Schlüter nur etwas für wagemutige Anleger


Dabei  muss ein Anlageberater seinen Kunden anleger- und anlagegerecht beraten. Im Ergebnis muss er prüfen, ob der von ihm vorgeschlagene Schiffsfonds HCI MS WS Schlüter den persönlichen Bedürfnissen seines Kunden entspricht. Sicherheitsorientierten Anlegern hätte er diese Beteiligung also nie vermitteln dürfen. Nur für Anleger, die bereit sind, hohe Risiken einzugehen und auch den Verlust ihrer Kapitalanlage akzeptieren, wäre die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI MS WS Schlüter eine Option gewesen.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

HCI MS WS Schlüter: Banken müssen auf Rückvergütung hinweisen

Wenn die Beteiligung über eine Bank vermittelt wurde, musste diese ungefragt auf die Rückvergütungen bzw. Innenprovision hinweisen, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds HCI MS WS Schlüter erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung einer verdeckten Innenprovision einen Interessenkonflikt, der dem Kunden unaufgefordert offenbart werden muss.

HCI MS WS Schlüter: Anleger fordern Schadensersatz wegen Falschberatung


Wird über diese Innenprovision nicht aufgeklärt oder wird der Anleger nicht anleger- und anlagegerecht beraten, steht ihm ein Schadensersatzanspruch zu. Der Anleger wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem HCI MS WS Schlüter nicht gezeichnet. Anleger müssen ihre Ansprüche schnell geltend machen, denn 2017 drohen die Ansprüche zu verjähren.

17.03.2016

HCI MS WS Schlüter ++ HCI Schiffsfonds ++ Insolvenz
HCI MS WS Schlüter ++ HCI Schiffsfonds ++ Insolvenz

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