HCI Shipping Select XIX ++ HCI Schiffsfonds ++ Totalverlust ++ Verjährung droht!

Im Jahr 2006 wurde von HCI Capital AG der Schiffsfonds HCI Shipping Select XIX aufgelegt. Die Insolvenz vom Zielfonds bzw. als Dachfonds aufgelegten HCI Shipping Select XIX weckt die Anleger auf. Ausschüttungen wurden zurückgefordert. Erleiden Anleger des HCI Shipping Select XIX einen Totalverlust oder können sie Schadensersatz verlangen? Verjährung der Schadensersatzansprüche droht in 2016!

Was macht HCI Shipping Select XIX?

Der HCI Shipping Select XIX ist als Dachfonds konzipiert. Der HCI Shipping Select XIX beteiligt sich an den Zielfonds:

MS „Jork Rover“ Bernd Becker Schifffahrts GmbH & Co. KG

MS “Beluga Constitution” Beluga Fleet Management GmbH & Co. KG

MT “Hellespont Prosperity” Hellespont Hammonia GmbH & Co. KG

Die Gesamtinvestitionssumme des Schiffsfonds HCI Shipping Select XIX belief sich auf 76.008.333,00 EUR. Davon wurden von den Anlegern als Eigenkapital 28.700.000,00 EUR aufgebracht.

HCI Shipping Select XIX: Haftung der Kommanditisten

Den Anlegern wurde vielfach erklärt, die Beteiligung an dem HCI Shipping Select XIX sei eine Kapitalanlage mit einer sicheren Rendite. Dass die Anleger Kommanditisten werden und damit auch gewisse Risiken eingehen, wurde verschwiegen. Dieses Risiko wurde den Anlegern bewusst, als sie die Ausschüttungen zurückzahlen sollten. Ein Kommanditist ist zwar von der Haftung befreit, wenn er seine Einlage vollständig erbracht hat, werden aber Ausschüttungen vorgenommen, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden, lebt die Haftung wieder auf. Dies hätte den Anlegern vorher gesagt werden müssen.

HCI Shipping Select XIX ist keine sichere Kapitalanlage

Die Beteiligung an einem HCI Shipping Select XIX ist keineswegs eine sichere Kapitalanlage, sondern eine unternehmerische Beteiligung. Einer unternehmerischen Beteiligung wohnt aber immer auch das Risiko des Totalverlustes inne. Für sicherheitsorientierte Anleger ist eine solche Beteiligung grundsätzlich ungeeignet.

HCI Shipping Select XIX: Anleger müssen umfassend aufgeklärt werden

Ein Anlageberater muss aber umfassend auf alle Risiken hinweisen. Er muss seinen Kunden anleger- und anlagegerecht beraten. Der Anlageberater muss also prüfen, ob der von ihm angebotene HCI Shipping Select XIX zu den persönlichen Bedürfnissen des Kunden passt. Einem sicherheitsorientierten Anleger oder gar zur Altersvorsorge kann er den HCI Shipping Select XIX nicht anbieten. Als Kundenkreis kommen dafür nur Anleger infrage, die bereit sind, Risiken zu tragen und die auch einen Totalverlust in Kauf nehmen können.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

HCI Shipping Select XIX: Bank muss auf Provision hinweisen

Wird die Beteiligung über eine Bank vermittelt, muss diese zudem auf die Innenprovision hinweisen, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds HCI Shipping Select XIX erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung einer Innenprovision einen Interessenkonflikt, den die Bank ihrem Kunden ungefragt offenlegen muss. Der Kunde muss wissen, dass die Bank wohl zu ihrem eigenen Vorteil und nicht unbedingt zum Vorteil des Kunden tätig wird.

HCI Shipping Select XIX: Anlegern erhalten Schaden ersetzt

Wird die Innenprovision verschwiegen oder wird der Anleger über die Risiken nicht hinreichend aufgeklärt, steht ihm grundsätzlich ein Schadensersatzanspruch zu. Der Anleger wird dann so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem HCI Shipping Select XIX nicht gezeichnet.

26.02.2016

HCI Shipping Select XIX ++ HCI Schiffsfonds ++ Totalverlust
HCI Shipping Select XIX ++ HCI Schiffsfonds ++ Totalverlust

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

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