HCI Shipping Select XVII ++ HCI Schiffsfonds ++ Hanseatische Schiffsfonds

 

Bereits im Jahre 2006 wurde von der HCI Capital AG der geschlossene Schiffsfonds HCI Shipping Select XVII initiiert. Die Prognosen werden bei weitem nicht eingehalten. Im Frühjahr wurde der Kurs auf dem Zweitmarkt mit nur noch 3 % gehandelt. Einige Anleger Fragen sich, ob sie die Beteiligung an dem HCI Shipping Select XVII kündigen und ihr Geld zurück verlangen können.

 

Was macht der Schiffsfonds HCI Shipping Select XVII?

Der HCI Shipping Select XVII ist ein Dachfonds, der laut Prospekt in fünf Einzelschiffsfahrtsgesellschaften als Zielfonds investiert. Das Investitionskapital des Dachfonds HCI Shipping Select XVII belief sich auf 47.800.000 Euro. Bei den Fondsschiffen handelt es sich um den Produktentanker MS „Hellespont Triumph“, das Mehrzweckfrachtschiff „Emily C“, das Containerschiff MS „Beluga Majesty“ sowie die beiden Bulk Carrier MS „Stadt Solingen“ und MS „Lake St. Clair“.

Im Jahre 2012 mussten trotz intensiver Restrukturierungsbemühungen die „Hellespont Triumph“ und die MS „Beluga Majesty“ Insolvenz anmelden. Die MS „Lake St. Clair“ musste wegen des niedrigen Charterratenniveaus die Tilgungsraten aussetzen.

Anleger des HCI Shipping Select XVII nicht aufgeklärt

Nach den Beobachtungen von Resch Rechtsanwälten sind die Anleger des HCI Shipping Select XVII vielfach nicht hinreichend über die Risiken aufgeklärt worden. Ihnen wurde das Ganze als Renditemodell angeboten.

Anleger des HCI Shipping Select XVII sind Kommaditisten

Vielen Anlegern des Schiffsfonds HCI Shipping Select XVII war gar nicht bewusst, dass sie als Kommanditist einer Kommanditgesellschaft beigetreten sind. Die Risiken der Beteiligung wurden ihnen verschwiegen, wobei es nicht nur darum geht, dass sie eine wirtschaftliche Beteiligung per se das Risiko des Totalverlustes innewohnt.

Nachschusspflicht für Anleger des HCI Shipping Select XVII

Es droht den Kommanditisten sogar eine Nachschusspflicht. Zwar ist die Haftung des Kommanditisten grundsätzlich erloschen, wenn er seine Einlage, wie hier –vorliegend- erbracht hat. Wenn aber Ausschüttungen erfolgen, die nicht durch Gewinn erwirtschaftet sind, droht den Anlegern das Risiko, dass sie diese Ausschüttungen zurückzahlen müssen. Auch darauf wurde im Beratungsgespräch nicht hingewiesen.

Anleger des HCI Shipping Select XVII falsch beraten?

Dabei muss ein Vermittler anleger- und anlagegerecht beraten, die angebotene Kapitalanlage muss also individuell den Bedürfnissen des Kunden entsprechen. Vielfach wurde die Beteiligung sogar als zur Altersvorsorge geeignet angeboten, dabei ist die Beteiligung an dem HCI Shipping Select XVII für sicherheitsorientierte Anleger nicht zu empfehlen.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

HCI Shipping Slect XVII: Aufklärungspflicht der Banken

Wenn die Beteiligung über eine Bank vermittelt wurde, muss diese unaufgefordert auf die Innenprovision (Kickbackzahlung) hinweisen, die sie für die Vermittlung der Beteiligung an dem HCI Shipping Select XVII erhalten hat. Dies ist die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes. Zurecht erkennt der Bundesgerichtshof hier einen schweren Interessenkonflikt, der dem Kunden der Bank offenbart werden muss.

Anleger des HCI Shipping Select XVII erhalten Schadenersatz

Wenn der Anleger nicht über die erheblichen Risiken des Schiffsfonds an dem HCI Shipping Select XVII aufgeklärt wurde, stehen ihm grundsätzlich Schadensersatzansprüche zu. Der Anleger wird dann so gestellt, als hätte er seine Beteiligung an dem HCI Shipping Select XVII nicht gezeichnet.

30.11.2015

HCI Shipping Select XVII ++ HCI Schiffsfonds ++ Hanseatische Schiffsfonds
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Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern der HCI Shipping Select XVII die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 97 70.