HCI Shipping Select XXI ++ HCI Schiffsfonds

Im Jahr 2006 emittierte die HCI Capital AG den Schiffsfonds HCI Shipping Select XXI. Alle Sanierungsmaßnahmen für den Schiffsfonds HCI Shipping Select HCI XXI sind gescheitert. Anleger erleiden einen Totalverlust. Von wem können sie Schadensersatz verlangen?

Basisdaten für den Schiffsfonds HCI Shipping Select XXI:

Der HCI Shipping Select XXI ist ein Dachfonds, der sich an vier Zielfonds beteiligt. Dabei handelt es sich um:

MS „JPO Sagittarius“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co KG
MS „JPO Scorpius“ Schifffahrtgesellschaft mbH & Co. KG
MS “Constantin S” H+H Schepers Reederei GmbH & Co. KG
MS “Conrad S” H+H Schepers Reederei GmbH & Co. KG.


Die Gesamtinvestition für den Schiffsfonds HCI Shipping Select XXI betrug 76.008.333 EUR. Das Eigenkapital beträgt 28.700.000 EUR, die Fremdfinanzierung beläuft sich auf 47.308.333 EUR.

Probleme des Schiffsfonds HCI Shipping Select XXI

Die verminderte Nachfrage nach großen Containerschiffen hat auch den HCI Shipping Select XXI getroffen. So mussten die Anleger des Schiffsfonds HCI Shipping Select XXI frisches Kapital nachschießen. Der Abwärtstrend des Schiffsfonds HCI Shipping Select XXI konnte dadurch jedoch nicht aufgehalten werden. Im Jahr 2014 wurde die MS „JPO Sagittarius“ verkauft. Über das Vermögen der MS „Constantin S“ H+H Schepers Reederei GmbH & Co. KG wurde im selben Jahr das Insolvenzverfahren eröffnet. Darüber hinaus gelten alle Sanierungsmaßnahmen der beiden verbleibenden Objekte als gescheitert. Es droht der Notverkauf. Den Anlegern droht der Totalverlust.

Der HCI Shipping Select XXI ist nichts für sicherheitsorientierte Anleger

Den Anlegern war die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI Shipping Select XXI als eine sichere Anlage empfohlen worden, die sogar zur Altersvorsorge geeignet sein sollte. Zwar handelt es sich bei der Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI Shipping Select XXI um eine unternehmerische Beteiligung, der von vornherein das Risiko des Totalverlustes innewohnt, für sicherheitsorientierte Anleger oder zur Altersvorsorge war die Beteiligung an dem HCI Shipping Select XXI ungeeignet.

HCI Shipping Select XXI: Haftung der Anleger

Vielen Anlegern war nicht einmal bewusst, dass sie sich als Kommanditist an dem Schiffsfonds HCI Shipping Select XXI beteiligen und damit auch ein persönliches Haftungsrisiko eingehen. Die Haftung des Kommanditisten erloschen ist, wenn er seine Einlage vollständig erbracht hat. Wenn aber Ausschüttungen erfolgen, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet sind, kann die Haftung in Höhe dieser Ausschüttungen wieder aufleben.

HCI Shipping Select XXI: Anleger müssen umfassend beraten werden

Auf all diese Risiken hätte der Vermittler die Anleger des Schiffsfonds HCI Shipping Select XXI hinweisen müssen. Ein Anlageberater muss nämlich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes anleger- und anlagegerecht beraten. Der Anlageberater muss also prüfen, ob der von ihm empfohlene Schiffsfonds HCI Shipping Select XXI zu den persönlichen Bedürfnissen seines Kunden passt. Sicherheitsorientierten Anlegern hätte er diese Beteiligung nie empfehlen dürfen. Der HCI Shipping Select XXI ist nur etwas für Anleger, die bereit sind, ein Risiko einzugehen und die auch den Verlust ihrer Einlage hinnehmen.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

HCI Shipping Select XXI: Banken müssen über Provision aufklären

Wird die Beteiligung über eine Bank vermittelt, muss diese zudem auf die Innenprovision hinweisen, die die Bank für die Vermittlung des Schiffsfonds HCI Shipping Select XXI erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht nämlich in der Zahlung einer Innenprovision (Kickback-Zahlung) einen Interessenkonflikt, der dem Anleger offenbart werden muss.

HCI Shipping Select XXI: Anleger erhalten Schadensatz

Wird ein Kunde falsch beraten oder werden ihm wesentliche Fakten verschwiegen, steht dem Anleger ein Schadensersatzanspruch zu. Der Anleger wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem HCI Shipping Select XXI nicht gezeichnet.

29.02.2016

HCI Shipping Select XXI ++ HCI Schiffsfonds
HCI Shipping Select XXI ++ HCI Schiffsfonds

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