HCI Shipping Select XXII ++ HCI Schiffsfonds ++ Totalverlust

Im Jahr 2007 hat die HCI Capital AG den Schiffsfonds HCI Shipping Select XXII emittiert. Der HCI Schiffsfonds Shipping Select XXII ist gescheitert. Anlegern des HCI Schiffsfonds Shipping Select XXII droht der Totalverlust. Können die Anleger Schadensersatz verlangen?

Basisdaten des Schiffsfonds HCI Schiffsfonds Shipping Select XXII

Der Schiffsfonds HCI Schiffsfonds Shipping Select XXII ist ein Dachfonds und beteiligt sich an den beiden Zielfonds:

-          MS „Hammonia Pacificum“ Reederei GmbH & Co. KG

-          MS „Passat Breeze“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

Das Gesamtvolumen des Schiffsfonds HCI Shipping Select XXII betrug 75.937.000,00 EUR. Durch Eigenkapital brachten die Anleger dabei 25.750.000,00 EUR auf. Das Fremdkapital belief sich auf 50.187.000,00 EUR.

Probleme des Schiffsfonds HCI Shipping Select XXII

Die Probleme auf dem Schiffsweltmarkt haben den Schiffsfonds HCI Shipping Select XXII untergehen lassen. Die laufenden Betriebskosten für die Zielfonds konnten durch die Einnahmen nicht gedeckt werden. Aufgrund der Zahlungsunfähigkeit musste die MS “Passat Breeze” Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG beim Amtsgericht in Hamburg im Dezember 2012 die Insolvenz beantragen (Az. 67e IN 375/12). Auch die MS “Hammonia Pacificum” Reederei GmbH & Co. KG  war nicht zu retten. Das Containerschiff MS “Hammonia Pacificum” wurde im Herbst 2015 verkauft. Der Verkaufserlös in Höhe von 12.000.000,00 US-Dollar reichte nicht aus, um die Kreditverbindlichkeiten abzudecken. Die Schiffsfonds HCI Shipping Select XXII sind damit gescheitert. Anleger müssen befürchten, die im Jahr 2008 erhaltene Ausschüttung wieder zurückzuzahlen.

HCI Shipping Select XXII: Haftung des Kommanditisten

Es war den Anlegern des Schiffsfonds HCI Shipping Select XXII die Beteiligung aber als eine sichere Kapitalanlage empfohlen worden, die sogar zur Altersvorsorge geeignet sein sollte. Vielen Anlegern ist aber nicht einmal bewusst geworden, dass sie sich an einer Kommanditgesellschaft beteiligen und selber Kommanditist sind. Sie tragen damit das unternehmerische Risiko, das, wie Anleger jetzt feststellen, bis zum Totalverlustrisiko geht. Vielen ist auch nicht bewusst, dass sie eine persönliche Haftung eingehen, wenn es gewinnunabhängige Ausschüttungen gibt. Zwar ist die Haftung des Kommanditisten erloschen, wenn er seine Einlage vollständig erbracht hat, wenn aber Ausschüttungen erfolgen, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet sind, lebt die Haftung in Höhe dieserAusschüttungen grundsätzlich wieder auf.

HCI Shipping Select XXII: Anleger müssen umfassend beraten werden

Für sicherheitsorientierte Anleger oder zur Altersvorsorge ist deshalb die Beteiligung an dem Schiffsfonds HCI Shipping Select XXII von vornherein nicht geeignet gewesen. Ein Anlageberater muss seinen Kunden aber anleger- und anlagegerecht beraten. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes muss er genau prüfen, ob das von ihm angebotene Produkt, hier also der Schiffsfonds HCI Shipping Select XXII, zu den persönlichen Bedürfnissen des Anlegers passt. Den HCI Shipping Select XXII konnte er deshalb nur Anlegern empfehlen, die bereit waren, ein unternehmerisches Risiko einzugehen und die auch einen Verlust ihrer Einlage hinnehmen wollen. Genau das aber darf bei einer Altersvorsorge natürlich nicht passieren.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

HCI Shipping Select XXII: Bank muss über Provision aufklären

Wenn die Beteiligung über eine Bank vermittelt wird, muss diese nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ungefragt auf die Innenprovision  (Kickback-Zahlung) hinweisen, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds HCI Shipping Select XXII erhalten hat. Die höchstrichterliche Rechtsprechung sieht hierin einen Interessenkonflikt auf Seiten der Bank. Wird die Bank im eigenen Interesse handeln oder denkt sie an das Wohl des Kunden? Über diesen Interessenkonflikt muss der Kunde aufgeklärt werden.

HCI Shipping Select XXII – Anleger erhalten Schadensersatz


Wenn ein Kunde nicht anleger- und anlagegerecht beraten wurde oder wenn ihm wesentliche Fakten, wie die Zahlung einer verdeckten Innenprovision an die Bank verschwiegen wird, stehen ihm Schadensersatzansprüche zu. Der Anleger wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem HCI Shipping Select XXII nicht gezeichnet. Hier gibt es Dutzende von höchtrichterlichen Entscheidungen.

04.03.2016

 

 

HCI Shipping Select XXII ++ HCI Schiffsfonds
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