HCI Shipping Select XXV ++ HCI Schiffsfonds ++ Insolvenzen

Im Jahr 2007 platzierte die HCI Capital AG den Schiffsfonds HCI Shipping Select XXV. Einzelne Zielfonds sind insolvent. Die Anleger des Schiffsfonds HCI Shipping Select XXV müssen mit dem Totalverlust rechnen. Können sie Schadensersatz verlangen?

Basisdaten des Schiffsfonds HCI Shipping Select XXV

Der HCI Shipping Select XXV Schiffsfonds beteiligt sich an vier Zielfonds mit vier gebrauchten Containerschiffen, den sogenannten Panamax-Bulkern. Das sind die:

MS "Voge Prosperity" GmbH & Co. KG
MS "Voge Prestige" GmbH & Co. KG
MS "Vogetrader" GmbH & Co. KG
MS "Vogevoyager" GmbH & Co. KG.

Die Gesamtinvestitionen beliefen sich auf 141.173.000,00 EUR, die aus Eigenkapital von den Anlegern in Höhe von 49.394.000,00 EUR übernommen wurden. Der Rest ist Fremdkapital in Höhe von 91.779.000,00 EUR. In den Jahren 2008 bis 2010 erfolgten Ausschüttungen von insgesamt 18 %.

Probleme des Schiffsfonds HCI Shipping Select XXV

Die weltweite Schifffahrtskrise machte auch vor den 4 Containerschiffen des HCI Shipping Select XXV nicht Halt. Die Schiffe fuhren ohne feste Charterverträge, sodass bei den dramatisch sinkenden Charterraten die Zielfonds des HCI Shipping Select XXV immer tiefer in die roten Zahlen rutschten.

HCI Shipping Select XXV: Zielfonds sind alle insolvent

Dadurch konnte die Bedienung der Kredite nicht mehr gewährleistet werden. Sanierungskonzepte schlugen fehl und so mussten im März 2012 vor dem Amtsgericht Hamburg die Insolvenzverfahren für die MS „Voge Prosperity“ (Az.: 67e IN 92/12), die MS“ Voge Prestige“ (Az.: 67e IN 91/12), die MS „Vogetrader“ (Az.: 67e IN 94/12) und die MS „Vogevoyager“ (Az.: 67e IN 93/12) eröffnet werden. Damit sind alle Zielfonds in der Insolvenz. Das Kapital der Anleger ist verloren.

HCI Shipping Select XXV: Anleger müssen umfassend beraten werden

Ein Anleger hat den Anspruch, anleger- und anlagegerecht beraten zu werden. Der Anlageberater muss prüfen, ob der von ihm empfohlene Schiffsfonds HCI Shipping Select XXV zu den persönlichen Bedürfnissen seines Kunden passt. Nach den Beobachtungen von Resch Rechtsanwälte ist vielen Anlegern überhaupt nicht bekannt, dass sie eine Beteiligung gezeichnet haben, die dem Risiko des Totalverlustes ausgesetzt sein könnte.

HCI Shipping Select XXV für sicherheitsorientierte Anleger nicht geeignet


Den Anlegern wurde vielmehr versprochen, dass sie eine sichere Rendite erwarten können, die sogar zur Altersvorsorge geeignet sein sollte. Viele Anleger sind also eindeutig falsch beraten worden, denn der HCI Shipping Select XXV war für sicherheitsorientierte Anleger von vornherein nie geeignet. Der Anlageberater hätte aber eine solche Beteiligung nur Anlegern anbieten dürfen, die bereit sind, ein Risiko einzugehen und die auch den Verlust ihrer Einlage verkraften können.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

HCI Shipping Select XXV: Bank muss auf Provision hinweisen

Wenn die Einlage über eine Bank vermittelt wurde, muss diese zudem auch auf die Innenprovision hinweisen, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds HCI Shipping Select XXV erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung einer Provision einen potenziellen Interessenkonflikt, der dem Anlegern offengelegt werden muss.

Können Anleger des HCI Shipping Select XXV Schadensersatz verlangen?

Wird ein Anleger falsch beraten oder werden ihm wesentliche Fakten, wie die Innenprovision, verschwiegen, stehen ihm Schadensersatzansprüche zu. Dies ist seit langen Jahren die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes und dem folgen die Oberlandesgerichte. Viele Anleger haben also schon ihren Schadensersatzanspruch gegen die vermittelnde Bank durchgesetzt. Der Anleger wird dann so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem HCI Shipping Select XXV Schiffsfonds nicht gezeichnet.

29.02.2016

HCI Shipping Select XXV ++ HCI Schiffsfonds ++ Insolvenzen
HCI Shipping Select XXV ++ HCI Schiffsfonds ++ Insolvenzen

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

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