HCI Shipping Select 26: Landgericht Chemnitz verurteilt Sparkasse

Das Landgericht Chemnitz hat die Erzgebirgssparkasse verurteilt, einem Anleger des HCI Shipping Select 26 Schiffsfonds Schadensersatz zu leisten. Der Anleger war von der Sparkasse nicht anleger- und anlagegerecht beraten worden. Inwieweit hat dieses Urteil Bedeutung für die übrigen Anleger des HCI Shipping Select 26?

Keine anlegergerechte Beratung zu HCI Shipping Select 26

Das Landgericht Chemnitz stellte fest, dass die Beteiligung an dem HCI Shipping Select 26 Schiffsfonds nicht zum Anlageprofil des klagenden Anlegers passt. Der Anleger war weder vermögend noch ein Spitzenverdiener. Die finanziellen Unwägbarkeiten bei Schiffsbeteiligungen kommen aber nur für risikobereite, vermögende Anleger infrage. Zudem war der Anleger nicht darüber informiert worden, dass sein Kapital über einen weit über dem von ihm angestrebten Zeitraum von 10 Jahren gebunden sei. Der Prospekt wurde zu spät übergeben, der Anleger konnte sich also nicht mehr informieren.

Anleger des HCI Shipping Select 26 nicht über Innenprovision aufgeklärt

Und dann – einer der üblichen Knackpunkte der Falschberatung durch Banken und Sparkassen – die Sparkasse hat nicht auf die Provision in Höhe von 11 % der Zeichnungssumme hingewiesen. Dies ist aber die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes. Hier wird ein Interessenkonflikt gesehen, der vonseiten der Sparkasse ungefragt hätte offenbart werden müssen. Das Urteil wurde von Nittel erstritten. Es ist noch nicht rechtskräftig.

HCI Shipping Select 26 vor dem endgültigen Scheitern

Der Schiffsfonds HCI Shipping Select 26 hat ein Gesamtvolumen von rund 70 Millionen EUR. An dem 2008 und 2009 aufgelegten Fonds sind rund 1.900 Anleger beteiligt. Die vier Produkten- und Chemietanker des Fonds sind bereits insolvent. Die übrigen Schiffe sollen verkauft werden.

HCI Shipping Select 26 und Bankenhaftung

Für die Anleger war also die Beteiligung an dem HCI Shipping Select 26 ein Desaster. Daher ist nur folgerichtig, sich dann den Schaden durch die vermittelnde Bank ersetzen zu lassen. Sie muss den Kunden umfassend beraten, wie das Landgericht Chemnitz festgestellt hat.

Einzelfall entscheidet bei HCI Shipping Select 26

Letztlich kommt es aber immer auf den Einzelfall an. Die Rechtsprechung zu den Fragen des Schadensersatzes für die Vermittlung von Schiffsfondsbeteiligungen ist umfassend und insoweit auch weitgehend geklärt. Am Ende jedoch kommt es immer darauf an, dass im Einzelfall die Richtigkeit der Beratung bewiesen werden kann.

HCI Shipping Select 26: Landgericht Chemnitz verurteilt Sparkasse
HCI Shipping Select 26: Landgericht Chemnitz verurteilt Sparkasse

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

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