Hesse Newman Private Shipping I – Schiffsfonds

Die Hesse Newman Capital AG legte im 31. Dezember 2009 mit der Beteiligungsgesellschaft Hesse Newman Private Shipping I GmbH & Co. KG einen geschlossenen Schiffsfonds auf. Mit diesem konnten Anleger in Schiffe zu vermeintlich außergewöhnlich günstigen Einkaufspreisen investieren. Die viel zu optimistische Prognose, unter anderem eine jährliche Ausschüttung von acht Prozent bei Klassik-Kapital oder sechs Prozent bei Vorzugskapital hat sich nicht mal ansatzweise erfüllt.

Hesse Newman Private Shipping I: Basisdaten
Das Gesamtinvestitionsvolumen dieses Fonds liegt bei 5.754.000 Euro, davon haben die Anleger insgesamt 5.754.000 Euro Eigenkapital eingebracht. Der Fonds soll planmäßig bis 2023 laufen. Das Investitionsobjekte sind die MS "Tasman Strait" und MS "Torres Strait", zwei 1.700 TEU-Containerschiffe sowie die MS „John Wullf“, ein 92.500-tdw-Massengutfrachter - jeweils anteilig beteiligt sowie Zweitmarktanteile an bestehenden Schifffahrtsgesellschaften. Am 1. Januar 2015 übernahm die Nordcapital AG das Fondsmanagement und die Anlegerbetreuung von der Hesse Newman AG.

Hesse Newman Private Shipping I: Anlegersituation
Die Erwartungen der Anleger bei einem Investitionskonzept, wie dem prospektierten Schiffsportfolio als Co-Investment mit Reedern und weiteren Investoren, sind selbstverständlich hoch. Schließlich wurde die Anlage vom Emittenten und den Vermittlern mit Worten wie, "Co-Investment mit renommierten Reedern" ausgelobt. Weit seltener wurde auf die enormen Risiken für die Anleger hingewiesen.

Hesse Newman Private Shipping I: Kommanditistenhaftung
Eigentlich haften die Anleger als Kommanditisten lediglich mit ihrem eingezahlten Kapital, allerdings kann sich das unter Umständen ändern. Wenn etwa, was häufig genug vorkommt, Rückzahlungen eingezahlter Gelder für Ausschüttungen gehalten werden. Eine bei den Fonds durchaus übliche Konstruktion, die allerdings mit erheblichen Risiken verbunden ist. Vor allem die getäuschten Kommanditisten, werden oft böse überrascht. Sobald die Liquiditätsprobleme oder gar der Insolvenzantrag bekanntgegeben werden, müssen die Anleger damit Rechnen, dass alle eigentlich zu Unrecht ausgeschütteten Gelder, zurückgefordert werden.

Hesse Newman Private Shipping I: Wurden die Anleger über die Risiken aufgeklärt?
Die Beteiligung am Hesse Newman Private Shipping I wurde von Vermittlern immer wieder als sichere Kapitalanlage empfohlen. Viele Anleger haben in Erinnerung, dass sie mit einer hohen Rendite geworben wurden. Eine unternehmerische Beteiligung kann aber keine festen Zinsen versprechen. Letztlich kommt es immer auf das Geschick der Geschäftsführung und auf die wirtschaftliche Entwicklung an. Das Totalverlustrisiko besteht auch bei einer Ansparbeteiligung und zwar in voller Höhe der gezeichneten Zahlungsverpflichtung, die auch bestehen bleibt, wenn der Fonds pleite geht. Die Zahlungsverpflichtung besteht dann gegenüber den Gläubigern der Fondsgesellschaft weiter. Für sicherheitsorientierte Anleger ist die Beteiligung an Hesse Newman Private Shipping I ganz sicher ungeeignet.

Hesse Newman Private Shipping I: Häufige Falschberatung
Den Anlegern wissen jetzt, dass es sich bei Schiffsbeteiligungen um eine hoch spekulative Anlage mit erheblichen unternehmerischen Risiken handelt. Zur Altersvorsorge oder für sicherheitsorientierte Anleger ist die Beteiligung an einem Schiffsfonds der König & Cie. nicht geeignet. Wenn ein Anlagevermittler die Vorgaben des Bundesgerichtshofes erfüllen wollte, durfte der Schiffsfonds Hesse Newman Private Shipping I nur Anlegern angeboten werden, die bereit sind, hohe Risiken einzugehen und die auch den Verlust ihrer Kapitalanlage in Kauf nehmen wollten.

Hesse Newman Private Shipping I: Aussichten auf Schadensersatz
Nach der langjährigen Rechtsprechung erhält der Anleger Schadensersatz, wenn die Beratung nicht anleger- und anlagegerecht erfolgt ist. Alle oben genannten Fakten müssen dem Anleger in Bezug auf seine ganz persönliche Situation erklärt werden. Bei unzureichender Beratung oder gar einer Falschberatung steht dem Anleger ein Schadensersatz zu. Der Anleger wird so gestellt, als habe er die Beteiligung am Hesse Newman Private Shipping I nie gezeichnet.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des Schiffsfonds Hesse Newman Private Shipping I die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Bitte füllen Sie dazu den Fragebogen aus oder rufen Sie an, unter 030 885 97 70.