Hesse Newman Real Estate Dachfonds Nr. 1 – Hesse Newman Classic Value 7 - Immobilienportfolio Deutschland (Typ A und Typ B)

Die Hesse Newman Capital AG legte im Dezember 2014 mit der Beteiligungsgesellschaft Hesse Newman Real Estate Dachfonds Nr. 1 GmbH & Co. KG einen geschlossenen Immobilienfonds (neudeutsch: AIF - Alternativer Investment Fond) auf. Mit diesem konnten Anleger in Immobilienbeteiligungen aus zweiter Hand, die sich über unterschiedlichste Beteiligungen an insgesamt rund 50 Büro-, Einzelhandels- und Wohnimmobilien mit jeweils verschiedener Mieterstruktur an Standorten wie Hamburg, München, Düsseldorf, Stuttgart, Frankfurt und London erstrecken, investieren. Es lagen zwei Möglichkeiten vor. Beim Genussrecht Typ A musste die Anlagesumme vollständig eingezahlt werden. Beim Typ B betrug die Einzahlung 80 Prozent und der Restbetrag erfolgte durch die Thesaurierung von anfänglichen Zinszahlungen. Die Verzinsung sollte bei beiden Varianten direkt nach Zeichnung beginnen. Bei dem im Prospekt genannten sieben Prozent, handelte es sich freilich nur um einen Prognosewert. Letztlich ist die Zinszahlung von der vorhandenen Liquidität abhängig. Ob die vorhergesagte Entwicklung, unter anderem eine jährliche Ausschüttung von, liquiditätsabhängig, sieben Prozent, bezogen auf das eingezahlte und nicht zurückgezahlte Genusskapital,war von Anfang an fraglich.

Hesse Newman Real Estate Dachfonds Nr. 1: Basisdaten
Das Gesamtinvestitionsvolumen dieses Fonds sollte ursprünglich inklusive Agio (drei Prozent) bei 15.460.000,00 Euro liegen. In der Realität kamen dann lediglich vier Millionen Euro zusammen, wohl auch deshalb wurde die Zahl der geplanten Investitionen, um die Hälfte, auf 50 reduziert. Der Fonds soll planmäßig bis Dezember 2019 laufen. Die Investitionsobjekte sind Anteile an rund 50 Immobilien an attraktiven Standorten wie Hamburg, Berlin, München, Düsseldorf, Bonn, Stuttgart, Frankfurt und London. Am 1. Januar 2015 übernahm die Nordcapital AG das Fondsmanagement und die Anlegerbetreuung von der Hesse Newman AG.

Hesse Newman Real Estate Dachfonds Nr. 1: Anlegersituation
Die Erwartungen der Anleger bei einem Investitionskonzept, wie hier prospektiert, also einer Investition von Genusskapital in Immobilienbeteiligungen (Zweitmarkt-Portfolio), sind selbstverständlich hoch. Schließlich wurde die Anlage vom Emittenten und den Vermittlern mit Worten wie, "Vermögensanlage mit 7 % p.a. Zinsen" angepriesen. Weit weniger deutlich wurde auf die der Anlage innewohnenden Risiken für die Anleger hingewiesen.

Hesse Newman Real Estate Dachfonds Nr. 1: Genussrechte statt Kommanditbeteiligung
Diese Konzept ermöglicht eine kürzere Laufzeit und andere steuerliche Möglichkeiten als eine Kommanditbeteiligung. Allerdings handelt es sich bei diesen Genussrechten um eine spezielle Mezzanine-Finanzierung, bei der die Anleger keine Anteile an Immobilien erwerben. Das heißt, sie haben lediglich Anspruch auf Verzinsung und Rückzahlung des Kapitals. Im Grunde, entspricht das Ganze einer Blindpool-Konstruktion mit all den Nachteilen für die Anleger.

Hesse Newman Real Estate Dachfonds Nr. 1: Wurden die Anleger über die Risiken aufgeklärt?
Zahlreiche Anlageberater haben diese Anlage als sicher empfohlen und argumentierten dabei mit Argumenten aus den Verkaufsunterlagen der Fondsgesellschaft. Dort wurde den Vermittlern unter "Haftungsminimierung durch Sicherheitskonzept" etwas vorgeschwafelt, was sich bei genauerem Hinsehen, als völlig substanzlos erweist. Denn bei solchen Anlagen können keine wirtschaftlichen Erfolge seriös vorhergesagt werden, denn es handelt sich immer um unternehmerische Beteiligungen. Der Anleger hat bei einem Blindpool so gut wie keine Kontrolle. Auch das Risiko des Totalverlustes ist nicht ausgeschlossen. Eine solche hochriskante Investition ist für sicherheitsorientierte Anleger völlig ungeeignet und darf ihnen nicht zum Kauf empfohlen werden.

Hesse Newman Real Estate Dachfonds Nr. 1: Beratung unzureichend
Ein Vermittler von Kapitalanlagen ist verpflichtet seine Kunden anlegergerecht zu beraten. Das heißt, er muss zuerst die Risiken der Kapitalanlage prüfen und darf sie dem Kunden, erst danach und nur wenn sie für ihn geeignet ist, anbieten. Den Kunden wurde diese riskante Anlage aber immer wieder als sicher angepriesen. Möglicherweise ist der Immobilienfond nicht richtig überprüft oder völlig falsch eingeschätzt worden, oder wurden Kunden da bewusst in die Irre geführt.

Hesse Newman Real Estate Dachfonds Nr. 1: Schadensersatz

Wird der Anleger nicht auf alle Risiken hingewiesen und werden ihm wichtige Tatsachen verschwiegen, stehen ihm Schadensersatzansprüche zu. Wird ein Anleger falsch beraten oder werden ihm wichtige Fakten verschwiegen, steht diesem getäuschten Anleger Schadensersatz zu. Der Anleger wird dann so gestellt, als hätte er die Beteiligung nicht erworben. Dabei kommt es immer auf den Einzelfall an.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des Hesse Newman Real Estate Dachfonds Nr. 1 die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Bitte füllen Sie dazu den Fragebogen aus oder rufen Sie an, unter 030 885 97 70.