HGA Mitteleuropa V Fonds ++ Verjährung droht ab 2016

Im Jahr 2006 hat die HGA Capital Grundbesitz und Anlage GmbH den HGA Mitteleuropa V Fonds aufgelegt. Die Prognosen werden nicht eingehalten. Was können Anleger tun?

Basisdaten zum HGA Mitteleuropa V Fonds
Der HGA Mitteleuropa V Fonds investiert in ein Portfolio von fünf Bürogebäuden in Budapest/Ungarn. Das Gesamtinvestitionsvolumen des HGA Mitteleuropa V Fonds beträgt 51.975.000,00 EUR. Der HGA Mitteleuropa V Fonds ist ein Eigenkapitalfonds, der keine Fremdkredite aufgenommen hat. Die Investitionen erfolgten in Budapest in einen Industrie- und Technologiepark unweit der Universität für Technologie und Wirtschaft. Die beiden anderen Immobilien stehen im Zentrum von Budapest und sind umfassend modernisierte Büro- und Geschäftshäuser.

HGA Mitteleuropa V Fonds: Budapest schwieriger Standort
Probleme macht allerdings der Standort. Die wirtschaftliche Situation in Ungarn ist prekär. Hohe Arbeitslosigkeit, regelmäßige Steuererhöhungen sowie die regelmäßige Verabschiedung neuer Gesetze belasten die Bevölkerung erheblich. Dies wirkt sich entsprechend schlecht auf den Immobilienmarkt aus. Trotz der hohen Leerstände in Budapest war die Vermietungssituation der Objekte des HGA Mitteleuropa V Fonds mit 84 % relativ gut. Gleichwohl reichten die Einnahmen nicht aus, um erhebliche Verluste und den laufenden Kapitaldienst auszugleichen.

HGA Mitteleuropa V Fonds: Keine sichere Kapitalanlage
Für sicherheitsorientierte Anleger war der HGA Mitteleuropa V Fonds ohnehin ungeeignet. Es ist eine unternehmerische Beteiligung, der immer auch das Risiko des Totalverlustes droht. Vielen Anlegern ist nicht einmal bewusst, dass sie sich als Kommanditist an einer Kommanditgesellschaft beteiligen. Daraus kann sich ein persönliches Haftungsrisiko ergeben. Zwar ist die Haftung erloschen, wenn der Kommanditist seine Einlage vollständig erbracht hat, was hier der Fall ist.

HGA Mitteleuropa V Fonds: Persönliche Haftung der Anleger

Wenn aber Ausschüttungen erfolgen, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet sind, droht potenziell die Rückforderung, wenn die Liquidationssituation des Unternehmens es erfordert oder gar wenn die Insolvenz eintritt. Auf dieses Risiko sind die Anleger nicht hingewiesen worden.

HGA Mitteleuropa V Fonds: Umfassende Aufklärung notwendig
Ein Anlageberater muss aber seinen Kunden umfassend beraten. Der Bundesgerichtshof fordert, dass der Kunde anleger- und anlagegerecht beraten werden muss. Der Berater muss also genau prüfen, ob der von ihm angebotene HGA Mitteleuropa V Fonds zu den persönlichen Bedürfnissen seines Anlegers passt. Sicherheitsorientierten Anlegern konnte er deshalb die Beteiligung an dem HGA Mitteleuropa V Fonds nicht empfehlen.

HGA Mitteleuropa V Fonds: Hinweis auf Innenprovision

Vielfach ist die Beteiligung an dem HGA Mitteleuropa V Fonds Sparkassen und Banken vermittelt worden. Neben der üblichen anleger- und anlagegerechten Beratung fordert der Bundesgerichtshof hier, dass der Anleger ungefragt auf die Innenprovision hingewiesen wird, die die Bank neben dem Agio von dem Anbieter erhält. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung einer solchen Kick-back-Zahlung (Rückvergütung) einen Interessenkonflikt, der dem Kunden ungefragt offenbart werden muss.

21.10.2016

HGA Mitteleuropa V Fonds ++ Verjährung droht ab 2016
HGA Mitteleuropa V Fonds ++ Verjährung droht ab 2016

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des HGA Mitteleuropa V Fonds die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 97 70.

Imagefilm

Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.

Referenzen

Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.