HT-Flottenfonds V ++ Hansa Treuhand ++ Urteil Schadensersatz

 

Die Hansa Treuhand Schiffsbeteiligung GmbH & Co. KG hat den Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V im Jahr 2007 aufgelegt. Anleger des Schiffsfonds Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V wurden aufgefordert, ihre Ausschüttungen zurückzuzahlen. Viele Anleger des Schiffsfonds Hansa HT-Flottenfonds V fragen sich, ob sie ihre Beteiligung kündigen und ihr Geld zurückverlangen können.

Das Fondskonzept des Hansa Treuhand HT Flottenfonds V
Das Gesamtinvestitionsvolumen des Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V beträgt 131.491.000,00 EUR. Davon wurden 69.200.000,00 EUR durch die Einlagen der Kommanditisten und 62.741.000,00 EUR durch Fremdkapital aufgebracht.
Der Schiffsfonds HT-Flottenfonds V beteiligt sich an 3 Schifffahrtsgesellschaften und zwar der
- MT „HS ELEKTRA“ GmbH & Co. KG
- MS „HS BERLIOZ“ GmbH & Co. KG
- MS „HS SCOTT“ GmbH & Co. KG.

Über Jahre kämpfte der Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V mit den drastisch gefallenen Charterraten. So musste dann die MT „HS ELEKTRA“ GmbH & Co. KG 2013 verkauft werden. Der Schiffsfonds MS „HS SCOTT“ GmbH & Co. KG meldete 2014 Insolvenz an.
Im Zuge dieser Probleme wurden die Anleger des Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V zur Rückzahlung von Ausschüttungen aufgefordert. Ob dieses berechtigt war, ist mehr als fraglich.

HT-Flottenfonds V: keine sichere Kapitalanlage
Dabei war den Anlegern die Beteiligung an dem Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V als eine sichere Kapitalanlage verkauft worden. Sie sollte sogar zur Altersvorsorge geeignet sein. Den Anlegern wurde aber allerdings vielfach nicht deutlich gemacht worden, dass sie sich an einer Kommanditgesellschaft beteiligen und selber Kommanditist sind. Daraus kann eine persönliche Haftung entstehen. Zwar ist die Haftung des Kommanditisten erloschen, wenn er seine Einlage vollständig erbracht hat. Werden aber Ausschüttungen vorgenommen, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet sind, lebt die Haftung in Höhe dieser Ausschüttungen grundsätzlich wieder auf. Ob diese Rückforderung allerdings im konkreten Falle berechtigt ist, hängt von dem jeweiligen Gesellschaftsvertrag der Kommanditgesellschaft ab.

HT-Flottenfonds V: Für sicherheitsorientierte Anleger nicht geeignet
Ein Anlageberater hätte auf all diese Risiken im Vorfeld hinweisen müssen. Der Anleger hat den Anspruch, anleger- und anlagegerecht beraten zu werden. Der Vermittler muss also genau prüfen, ob der von ihm angebotene Schiffsfonds Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V den persönlichen Bedürfnissen des Kunden entspricht.
Sicherheitsorientierten Anlegern hätte er diese Beteiligung nicht empfehlen dürfen. Der Schiffsfonds Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V ist nur für Anleger geeignet, die bewusst Risiken eingehen wollen und die auch den Verlust ihrer Kapitalanlage verkraften können.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

HT Flottenfonds V: Bank muss über Provision aufklären
Wird die Beteiligung über eine Bank vermittelt, muss diese zudem auf die Innenprovision hinweisen, die sie für die Vermittlung des Hanse Treuhand HT-Flottenfonds V erhalten hat. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes stellt diese Rückvergütung, auch Kickback-Zahlung genannt,  einen Interessenkonflikt dar, der dem Kunden ungefragt offengelegt werden muss.

HT-Flottenfonds V: Anleger erhalten Schadensersatz
Wird der Anleger falsch beraten oder werden ihm wesentliche Fakten, wie die Innenprovision, verschwiegen, steht dem Anleger Schadensersatz zu. So haben Anleger des Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V vor dem Landgericht Stuttgart ein Urteil auf Schadensersatz erstritten. Dies entspricht der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des HT Flottenfonds V die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Rufen Sie an unter 030 885 97 70 oder füllen Sie den Fragebogen aus.



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Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
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Referenzen

Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.