Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“ ++ Schiffsfonds ++ Schiff verkauft

Im Jahr 2009 hat das Emissionshaus Ideenkapital GmbH den Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“ aufgelegt. Aus den Schiffsfonds der Ideenkapital Navalia wurde auch die MS „Port Elisabeth“ von dem US-Investitionshaus Apollo Global Management übernommen. Der Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“ besteht zwar weiter. Er ist aber auf Ausschüttungen aus dem Gesamtpool der von der Apollo-Gruppe übernommenen Schiffe angewiesen. Den Anlegern drohen herbe Verluste. Sie fragen sich, von wem sie Schadensersatz verlangen können.

 

Basisdaten des Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth

Das Gesamtinvestitionsvolumen des Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“ betrug 47.600.000,00 USD. Durch die Einlagen der Anleger wurden insgesamt 20.600.000,00 USD aufgebracht. Der Rest sind Kredite in Höhe von 27.000.000,00 USD. Der Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“ hatte trotz eines festen Chartervertrages erhebliche Schwierigkeiten auf dem Weltmarkt.


Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“ verkauft sein Objektschiff

Im Jahr 2014 wurden sämtliche Schiffe der Ideenkapital Navalia Flotte an das US Investitionshaus Apollo Global Management verkauft. Nach Informationen des Online Manager Magazins steckte der Apollo Fonds 57.500.000,00 USD eigenes Geld in das Geschäft. Knapp 115.000.000,00 USD wurden von der Nord LB sowie der Warburg Bank als Kredit zur Verfügung gestellt. Ein gutes Geschäft für den Apollo Fonds. Gezahlt wird der Kaufpreis in Höhe der Restschuld, die noch auf dem jeweiligen Schiff liegt. Für die Anleger der diversen Ideenkapital Schiffsfonds, also auch den Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“, folgt daraus kein Erlös. Die Anleger der Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“ bleiben aber am Betrieb der Schiffe beteiligt.

Werden Anleger der Ideenkapital Navalia 13 MS Port Elisabeth  noch Geld erhalten?

Die Einnahmen werden in einem Pool gebündelt. Davon werden die laufenden Kosten gegenüber Lieferanten und den Banken beglichen. Für sich selber kalkuliert der Apollo Fonds eine Verzinsung seines Einsatzes von 12 %. Sollte dann noch etwas übrig sein, wird diese im Verhältnis 55 % für die Anleger und 45 % für Apollo geteilt. Dieses scheint allerdings eher Theorie. Der Schiffsmarkt steckt in einer tiefen Krise. Viele Frachter erwirtschaften kaum ihre Betriebskosten. Mehr als 400 Schiffsfonds haben inzwischen Insolvenz beantragt. Eine Besserung der Lage ist auch in 2016 nicht in Sicht.

Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“: Für sicherheitsorientierte Anleger ungeeignet.

Dabei war den Anlegern des Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“ die Beteiligung an dem MS „Port Elisabeth“ als eine sichere Anlage empfohlen worden. Sie sollte sogar zur Altersvorsorge geeignet sein. Für sicherheitsorientierte Anleger war aber diese Beteiligung von vornherein ungeeignet. Es handelt sich um eine unternehmerische Beteiligung, der immer auch das Risiko des Totalverlustes innewohnt.

Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“: Anleger müssen umfassend informiert werden

Zu den Verpflichtungen eines Anlageberaters gehört es, den Anleger umfassend auf alle Risiken hinzuweisen, die mit der Beteiligung verbunden sind. Der Vermittler muss anleger- und anlagegerecht beraten. Er muss also prüfen, ob der von ihm angebotene Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“ den persönlichen Bedürfnissen des Anlegers entspricht.

Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“: Vertrieb mitten in der Krise

Einem Kunden im Jahr 2009 auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise einen Schiffsfonds anzubieten, ist schon schwer zu vermitteln. Guten Gewissens hätte man 2009 den Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“ nur einem Hasardeur anbieten dürfen, der ganz bewusst das Risiko sucht und der auch den Verlust seiner Kapitalanlage locker verkraften kann.

Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“: Bank muss über Provision aufklären

Wurde die Beteiligung über eine Bank vermittelt, musste diese ungefragt auf die verdeckte Innenprovision  hinweisen, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“ erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung einer Innenprovision einen Interessenkonflikt, der dem Kunden ungefragt offenbart werden muss.

Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“: Anleger verlangen Schadensersatz

Wird der Anleger nicht anleger- und anlagegerecht beraten oder wird ihm die Innenprovision verschwiegen, die die Bank für die Vermittlung des Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“ erhalten hat, stehen ihm Schadensersatzansprüche zu. Er wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“ nicht gezeichnet. Dies ist die ständige höchstrichterliche Rechtsprechung, mit deren Hilfe unzählige Anleger ihr Geld zurückerhalten haben.

18.04.2016

Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“ ++ Schiffsfonds ++ Schiff verkauft
Ideenkapital Navalia 13 MS „Port Elisabeth“ ++ Schiffsfonds ++ Schiff verkauft

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