Ideenkapital Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“ ++ Schiffsfonds

Im Jahr 2006 hat das Emissionshaus Ideenkapital GmbH den Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“ aufgelegt. Die gleichnamigen Fondsschiffe wurden 2014 an das US-Investitionshaus Apollo Global Management verkauft. Die Anleger nehmen an den Ausschüttungen aus dem Gesamtpool der von der Apollo Gruppe übernommenen Ideenkapital Navalia Schiffe teil. Der Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“ besteht also weiter. Trotzdem drohen Anlegern herbe Verluste. Können Anleger Schadensersatz verlangen?

Fondskonzept des Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“

Das Gesamtinvestitionsvolumen des Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“ betrug  69.127.000,00 EUR. Diese Summe setzte sich durch die Einlagen der Gesellschafter in Höhe von 30.700.000,00 EUR sowie einem Fremddarlehen in Höhe von 38.427.000,00 EUR zusammen. In der Leistungsbilanz 2009 konnte der Schiffsfonds Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“ in den Jahren 2007 und 2008 die prognostizierten Ausschüttungen von je 12 % p. a. an die Anleger auszahlen. Im Jahr 2009 sind die Ausschüttungen ganz ausgeblieben. Im Jahr 2010 konnten die Anleger noch einmal Ausschüttungen in Höhe von 5 % erhalten.

Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 8: Fondsschiffe werden verkauft

Im Jahr 2014 wurden sämtliche Schiffe der Ideenkapital Navalia Flotte an das US-Investitionshaus Apollo Global Management verkauft. Dazu gehörten auch die gleichnamigen Schiffe des Ideenkapital Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“. Der Gesamtpreis errechnet sich aus der Restschuld, die noch auf dem jeweiligen Schiff lag. Der Kaufpreis wurde zu 115.000.000,00 USD von der Nord LB und der Warburg Bank kreditiert. Apollo Global Management hat aus eigenen Mitteln 57.500.000,00 USD Geld aufgebracht. Für die Anleger der älteren Schiffsfonds mit einer geringen Kreditbelastung ein schlechtes Geschäft. Gleichwohl - immerhin bleiben die Anleger des Schiffsfonds Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“ am Betriebsergebnis der Ideenkapital Navalia Schiffe beteiligt.

Wie viel Geld werden die Anleger des Schiffsfonds Navalia 8 erhalten?

Die Einnahmen sämtlicher Schiffe werden in einem Pool gebündelt. Davon werden die laufenden Kosten beglichen. Für sich selber hat das Apollo Global Management eine Verzinsung von 10 % auf ihr Eigenkapital kalkuliert. Der Rest soll im Verhältnis von 55 % für die Anleger zu 45 % für Apollo Global Management geteilt werden. Ob für die Anleger tatsächlich noch was übrig bleibt, ist mehr als zweifelhaft. Der Weltschiffsmarkt steckt in einer tiefen Krise. Viele Schiffe erwirtschaften kaum noch ihre Betriebskosten. Zwischenzeitlich sind mehr als 400 Schiffsfonds in der Insolvenz. Eine Besserung der Lage ist auch 2016 nicht in Sicht.

Ideenkapital Navalia 8: Ungeeignet für sicherheitsorientierte Anleger

Dabei war die Beteiligung an dem Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“ als eine sichere Kapitalanlage empfohlen worden, die sogar zur Altersvorsorge dienen sollte. Für sicherheitsorientierte Anleger war eine Beteiligung an dem Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“ ungeeignet. Es handelt sich um eine unternehmerische Beteiligung, der deshalb immer auch das Risiko des Totalverlustes droht.

Ideenkapital Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“: Umfassende Information notwendig

Ein Anlageberater muss seinen Kunden anleger- und anlagegerecht beraten. Er muss prüfen, ob der von ihm empfohlene Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“ den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen seines Kunden entspricht. Angesichts der mit dem Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“ verbundenen Risiken hätte er die Beteiligung sicherheitsorientierten Anlegern nie vermitteln dürfen.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

Ideenkapital Navalia 8: Banken haften für Falschberatung

Wenn die Beteiligung über eine Bank vermittelt wurde, muss diese zudem auf die Provisionen hinweisen, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“ erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung einer solchen Kickback-Zahlung bzw. Rückvergütung einen Interessenkonflikt, der dem Kunden ungefragt offenbart werden muss.

Ideenkapital Navalia 8: Anleger verlangen Schadensersatz

Wird ein Anleger nicht anleger- und anlagegerecht beraten oder wird ihm die Innenprovision verschwiegen, steht dem Anleger ein Schadensersatzanspruch zu. Der Anleger des Schiffsfonds Ideenkapital Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“ wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung nicht gezeichnet.

20.04.2016

Ideenkapital Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“ ++ Schiffsfonds
Ideenkapital Navalia 8 MS „Port Mouton“ und MS „Port Nelson“ ++  Schiffsfonds

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