KGAL 188 SeaClass 5 – KINTARI ++ KGAL Schiffsfonds ++ Verjährung droht

Die KGAL GmbH & Co. KG hat den Schiffsfonds KGAL SeaClass 5 – KINTARI Mobiliengesellschaft mbH & Co. KG ab dem Jahr 2005 aufgelegt. Die Prognosen sind nicht eingehalten. Ein erheblicher wirtschaftlicher Druck liegt auf dem Schiffsfonds KGAL SeaClass 5. Anleger fragen sich, ob sie ihre Beteiligungen rückabwickeln können. Schnelles Handeln ist erforderlich. Verjährung droht!

Basisdaten des Schiffsfonds KGAL SeaClass 5 - KINTARI:
Das Gesamtinvestitionsvolumen des Schiffsfonds KGAL SeaClass 5 beträgt 45.469.200,00 EUR. Die Anleger bringen davon mit ihren Einlagen einen Betrag von 27.400.000,00 EUR auf. Die Fremdfinanzierung beläuft sich auf 45.615.000,00 EUR. Das Agio beträgt 1.370.000,00 EUR.

Die Fondsgesellschaft SeaClass KINTARI Mobilien mbH & Co. KG hält das Panamax-Containerschiff MS „SC Rotterdam“. Es wird von der V.Ships (Germany) GmbH & Co. KG bereedert. Bis zum Jahr 2011 erfolgten kumulierte Ausschüttungen von 23,93 %.

KGAL 188 SeaClass 5: Probleme vorprogrammiert
Mehr als fraglich ist, ob der Schiffsfonds KGAL SeaClass 5 – KINTARI mit dem Panamax Schifftyp eine gute Investitionsentscheidung getroffen hat. Zum Zeitpunkt der Platzierung gingen durch den Ausbau des neuen Panamakanals die gebuchten Charterraten anderer Panamax-Containerschiffe stark zurück. Noch größere und kostengünstigere Schiffe konnten auf der Panama-Handelsroute eingesetzt werden.

KGAL 188 SeaClass 5: Vom Pech verfolgt
Zu dieser strategischen Fehlentscheidung folgte dann noch das Pech. Es gab 2011 eine Kollision mit einem anderen Schiff. Durch die Reparatur kam es zu Ausfallzeiten. Die dadurch entstandenen Sonderbelastungen und gestiegenen Betriebskosten führten zu finanziellen Engpässen. Der im Jahr 2012 geschlossene Chartervertrag wurde nicht verlängert. Für das Jahr 2012 konnte nur ein kurzfristiger neuer Chartervertrag abgeschlossen werden. Eine Besserung ist nicht in Sicht.

KGAL 188 SeaClass 5: nichts für sicherheitsorientierte Anleger
Dabei war die Beteiligung an dem Schiffsfonds KGAL 188 SeaClass 5 – KINTARI den Anlegern als eine sichere Kapitalanlage empfohlen worden. Vielen Anlegern wurde sogar erklärt, dass diese zur Altersvorsorge geeignet sei. Allerdings ist vielen Anlegern nicht einmal bewusst, dass sie sich an einer Kommanditgesellschaft beteiligen und damit per se auch das Risiko einer unternehmerischen Beteiligung eingehen. Dieses Risiko kann bis zum Totalverlust gehen.

KGAL 188 SeaClass 5: Persönliche Haftung des Kommanditisten
Dadurch kann auch die persönliche Haftung eines Kommanditisten wieder aufleben. Zwar ist die Haftung des Kommanditisten grundsätzlich erloschen, wenn er seine Einlage vollständig erbracht hat. Wenn aber Ausschüttungen erfolgen, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden, droht den Anlegern die Rückzahlung der gewinnunabhängigen Ausschüttungen.

KGAL 188 SeaClass 5: Anleger nicht ausreichend aufgeklärt

Über all diese Risiken sind die Anleger häufig nicht aufgeklärt worden. Dabei ist es Aufgabe des Vermittlers, seinen Kunden anleger- und anlagegerecht zu beraten. Der Vermittler muss also genau darauf achten, dass der von ihm empfohlene Schiffsfonds KGAL 188 SeaClass 5 zu den persönlichen Bedürfnissen des Anlegers passt. Sicherheitsorientierten Anlegern hätte er diese Beteiligung  nicht anbieten dürfen. Der Schiffsfonds KGAL 188 SeaClass 5 ist nur etwas für Anleger, die bereit sind, erhebliche Risiken einzugehen und die auch den Verlust ihrer Einlage akzeptieren.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

KGAL 188 SeaClass 5: Bankenhaftung bei mangelnder Aufklärung

Wird die Beteiligung über eine Bank vermittelt, muss diese ungefragt auf die Rückvergütung (Kickback-Zahlung) hinweisen, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds KGAL 188 SeaClass 5 – KINTARI erhalten hat.  Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes besteht ein Interessenkonflikt, der dem Kunden mitgeteilt werden muss.

KGAL 188 SeaClass 5: Bankenhaftung
Wird ein Anleger falsch beraten oder werden ihm die verdeckten Innenprovisionen (Rückvergütung) nicht mitgeteilt, steht ihm grundsätzlich ein Schadensersatzanspruch zu. Der Anleger wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Schiffsfonds KGAL 188 SeaClass 5 nicht gezeichnet.

04.07.2016

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des KGAL 188 SeaClass 5 KINTARI die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Rufen Sie an unter 030 885 97 70 oder füllen Sie den Fragebogen aus.