KGAL 238 SeaClass 10 BATEA ++ Insolvenz ++ Totalverlust

Der erst im Jahre 2011 von der KGAL GmbH & Co. KG aufgelegte Schiffsfonds KGAL 238 SeaClass 10 BATEA Mobiliengesellschaft mbH & Co. KG ging bereits 2014 in die Insolvenz. Fahrlässiger Weise hatte man auf den von der technischen Entwicklung bereits überholten Panamax-Schiffstyp gesetzt. Anleger erleiden einen Totalverlust. Von wem können sie Schadensersatz verlangen?

Basisdaten des Schiffsfonds KGAL 238 SeaClass 10 BATEA
Das Gesamtinvestitionsvolumen des Schiffsfonds KGAL SeaClass 10 BATEA beträgt 29.474.500,00 USD. Die Anleger erbringen davon mit ihren Einlagen 12.200.000,00 USD. Die Fremdfinanzierung beträgt insgesamt 17.000.000,00 USD. Es gibt ein Agio in Höhe von 274.500,00 USD. Hinzu kommt ein Agio in Höhe von 274.500,00 USD.

Die KGAL SeaClass 10 BATEA Mobiliengesellschaft mbH & Co. KG hält den Panamax-Schüttgutfrachter MV „Fearless I“. Für das Geschäftsjahr 2011 erhielten die Anleger kumulierte Ausschüttungen in Höhe von 10 %.

KGAL 238 SeaClass 10 BATEA: Der Weg in die Pleite
Das Objektschiff MV „Fearless I“ sollte mit Hilfe eines sogenannten Bareboat-Vertrages bereedert werden. Das bedeutet eine Vermietung an den Charterer ohne Besatzung und ohne Ausrüstung. Damit hätte sich die KGAL SeaClass 10 BATEA Mobiliengesellschaft mbH & Co. KG nicht um die laufenden Betriebskosten und die weiteren Ausgaben kümmern müssen. Diese Ausgaben übernimmt der Charterer. Freilich sind dadurch auch die Einnahmen sehr viel geringer.

KGAL 238SeaClass 10 BATEA: Auf falschen Schiffstyp gesetzt
Hinzu kommt, dass KGAL SeaClass 10 BATEA auf den falschen Schiffstyp gesetzt hat. Die MV „Fearless I“ ist ein sogenannter Panamax-Bulker, der genau auf den Tiefgang im Panamakanal zugeschnitten war. Seit dem Ausbau des Panamakanals sind diese Schiffe aber technisch und kapazitätsmäßig überholt. Das hätte mit Auflage des Fonds KGAL SeaClass 10 Batea im Jahr 2011 berücksichtigt werden müssen.

KGAL SeaClass 10 BATEA: Mit der „sicheren“ Kapitalanlage in die Insolvenz
So kam dann das Ende des Schiffsfonds bereits 2014. Vor dem Amtsgericht München musste der Insolvenzantrag gestellt werden (Az. 93 IN 47/14). Dabei ist den Anlegern die Beteiligung an dem Schiffsfonds KGAL SeaClass 10 BATEA als eine sichere Kapitalanlage empfohlen worden. Eine erstaunliche Empfehlung angesichts der schon 2011 vorhandenen Überkapazitäten und angesichts der Tatsache, dass sich die Panamax-Schiffe als konkurrenzunfähig erweisen mussten.

KGAL 238 SeaClass 10 BATEA: Haftung des Kommanditisten
Zudem wurde den Anlegern regelmäßig auch nicht deutlich gemacht, dass sie einer Kommanditgesellschaft beitreten und unter bestimmten Umständen persönlich in die Haftung genommen werden können. Das gilt insbesondere dann, wenn die Anleger Ausschüttungen erhalten, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet sind. Zwar ist die Haftung des Kommanditisten erloschen, wenn er seine Einlage vollständig erbracht hat, werden aber Ausschüttungen geleistet, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet sind, lebt die Haftung in Höhe dieser Ausschüttungen wieder auf.

KGAL SeaClass 10 BATEA: Umfassende Aufklärung der Anleger
Ein Anlageberater muss seinen Kunden anleger- und anlagegerecht beraten. Das ist die Vorgabe nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes. Er muss also prüfen, ob der von ihm empfohlene Schiffsfonds KGAL SeaClass 10 BATEA auf die persönlichen Bedürfnisse des Anlegers passt. Schwer vorstellbar, denn im Jahr 2011 hat die Panamax-Schiffsklasse nur zu einem Hasardeur gepasst. Das Risiko, dass dieser Schiffstyp nach dem Ausbau des Panama-Kanals wirtschaftlich in Bedrängnis gerät, war für Experten längst erkennbar. Darauf hätte der Berater hinweisen müssen. Mit diesen Warnungen wäre allerdings kein Anleger dem Schiffsfonds KGAL SeaClass 10 BATEA beigetreten.

KGAL SeaClass 10 BATEA: Bankenhaftung bei verschwiegener Provision

Wird die Beteiligung an dem Schiffsfonds KGAL SeaClass 10 BATEA über eine Bank vermittelt, muss diese ungefragt über die Kickback-Zahlung (Rückvergütung) aufklären, die sie für die Vermittlung erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung dieser verdeckten Innenprovision einen Interessenkonflikt, der dem Kunden ungefragt mitgeteilt werden muss.

KGAL SeaClass 10 BATEA: Anleger verlangen Schadensersatz
Wegen der fehlenden Aufklärung, aber auch wegen des Verschweigens der Innenprovision, steht den Anlegern des Schiffsfonds KGAL SeaClass 10 BATEA ein Schadensersatzanspruch zu. Dies ist die ständige höchstrichterliche Rechtsprechung. Der Anleger wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Schiffsfonds KGAL SeaClass 10 BATEA nicht gezeichnet.

04.07.2016

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

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