KGAL Alcas 200 SeaClass 7 ++ KGAL Schiffsfonds

 

Der Schiffsfonds KGAL – Alcas 200 SeaClass 7 - LIWA Mobiliengesellschaft mbH & Co. KG wurde 2007 durch die KGAL GmbH & Co. KG aufgelegt. Schon seit einiger Zeit gibt es immer wieder Stockungen bei den prognostizierten Renditen. Es gibt zudem Überlegungen, das Fondsschiff „SC Sara“ zu verkaufen. Der Fonds ist gescheitert. Was können Anleger tun? Können sie ihr Geld zurückverlangen?

Was macht der Schiffsfonds KGAL SeaClass 7

Bei dem Fondsschiff „SC Sara“ des Schiffsfonds KGAL SeaClass 7 handelt es sich um einen Tanker der Aframax Klasse. Rund 66 Millionen USD umfasst das Finanzierungsvolumen für den Schiffsfonds KGAL SeaClass 7. Davon sind rund 32,5 Millionen USD Eigenkapital der Anleger, der Rest in Höhe von rund 33,8 Millionen USD  wurde durch ein Darlehen aufgebracht.

Fondsschiff „SC Sara“ des KGAL SeaClass 7 soll verkauft werden

Genau dies ist das Problem. Im Herbst 2012 erhielten die Anleger die Nachricht, dass im Rahmen des Rekonstruierungskonzeptes der Verkauf der „SC Sara“ vorgenommen werden muss. Dieses geschieht im Wesentlichen auf Betreiben der finanzierenden Bank. Es ist allerdings mehr als zweifelhaft, dass der zu erwartende Kaufpreis ausreicht, den noch offenen Restkredit auch vollständig zu tilgen. Das ist auch der Grund, warum es keine Ausschüttungen mehr gibt.

Haftung der Anleger des KGAL SeaClass 7

Vielen Anlegern ist es gar nicht bewusst, dass es eine solche Haftung gibt. Sie haben sich an einer Kommanditgesellschaft beteiligt und sind selber Kommanditist geworden. Auf damit verbundene Risiken wurde nicht hingewiesen. Eines dieser Risiken ist, dass unter bestimmten Umständen Ausschüttungen wieder zurückgezahlt werden müssen, nämlich dann, wenn sie nicht durch Gewinne generiert worden sind. Auf diese Risiken muss ein Anleger hingewiesen werden.

Risiko des Totalverlustes für Anleger des KGAL SeaClass 7

Den Anlegern ist nicht bewusst, auf welche Risiken sie sich eingelassen haben. Ihnen wurde die Beteiligung als eine sichere Anlage angeboten, die auch zur Altersvorsorge geeignet ist. Grundsätzlich besteht aber bei einer unternehmerischen Beteiligung, und eine solche ist die Beteiligung an dem Schiffsfonds KGAL Alcas 200 SeaClass 7, das Risiko des Totalverlustes.

Anleger des KGAL SeaClass 7 müssen umfassend aufgeklärt werden

Dass dies nicht nur ein theoretisches Risiko ist, erfahren die Anleger des KGAL SeaClass 7 jetzt sehr deutlich. Der Anlageberater hat die Pflicht, seine Kunden umfassend zu beraten. Es besteht nach den Grundsätzen des Bundesgerichtshofes die Pflicht, Kunden anleger- und anlagegerecht zu beraten, das heißt, der Vermittler muss auf die persönliche Situation des Kunden eingehen und ihm ein für seine persönlichen Zwecke geeignetes Anlageobjekt anbieten. Er muss dabei auf alle Risiken hinweisen, die durch die Beteiligung entstehen können.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

Bank muss Anleger des KGAL SeaClass 7 auf Provision hinweisen

Wenn die Beteiligung durch eine Bank vermittelt wurde, muss diese zudem auf die Innenprovision (Kickback Zahlung) ungefragt hinweisen, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds KGAL 200 SeaClass 7 erhalten hat. Denn nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes besteht bei einer provisionsorientierten Vermittlung ein Interessenkonflikt, der dem Kunden deutlich gemacht werden muss.

Anleger des KGAL 200 SeaClass 7 erhalten Schadensersatz

Wenn die oben genannten Beratungspflichten nicht eingehalten sind, stehen dem Anleger grundsätzlich Ansprüche auf Ersatz des ihm durch die Falschberatung entstandenen Schadens zu. Der Anleger wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem KGAL 200 SeaClass 7 nicht gezeichnet. Dabei kommt es immer auch auf den Einzelfall an.

24.11.2015

KGAL Alcas 200 SeaClass 7 ++ KGAL Schiffsfonds
KGAL Alcas 200 SeaClass 7 ++ KGAL Schiffsfonds

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