König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II ++ Schiffsfonds ++ Totalverlust

Das Emissionshaus König & Cie. legte im Jahr 2007 den Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II auf. Im Jahr 2015 musste Insolvenz angemeldet werden. Anleger des Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II fragen sich, von wem sie Schadensersatz erhalten können.

Was macht der Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II?

Der Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II hat ein Gesamtvolumen von 80.340.000,00 EUR. Die Anleger haben ein Kapital von 37.344.000,00 EUR eingebracht. 42.996.000,00 EUR sind durch Darlehen fremdfinanziert. Ausschüttungen wurden in den Jahren 2007 und 2008 in Höhe von jeweils 6 % geleistet. Dem Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II gehörten die Einschiffgesellschaften:

- MT „King Edward“ Tankschifffahrts GmbH & Co. KG
- MT „King Eric” Tankschifffahrts GmbH & Co. KG.


König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II: Anlegergelder versenkt

Die wirtschaftliche Entwicklung des Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II ist schnell in Untiefen geraten. Ursache waren neben der geringen Nachfrage von großen Tankerschiffen die variabel vereinbarten Charterraten, die durch die Weltwirtschaftskrise entsprechend niedrig ausgefallen sind. Zwar haben die Anleger in den ersten beiden Jahren noch Ausschüttungen erhalten, doch bereits nach wenigen Jahren war die Sanierung des Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II nötig.

König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II steuert in die Pleite

Da sich aber die schwierige Lage auf dem Weltschiffsmarkt nicht änderte und damit auch die Charterraten nicht ausreichten, um die Kosten abzudecken, musste im September 2015 über das Vermögen des König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II der Insolvenzantrag vor dem Amtsgericht Neumünster (Az.: 93 IN 67/14) gestellt werden. Für die Anleger bedeutet das den Totalverlust. Sie müssen sogar befürchten, bereits geleistete Ausschüttungen wieder zurückzuzahlen.

König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II keine sichere Anlage

Den Anlegern des Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II wurde die Beteiligung freilich als eine sichere Kapitalanlage empfohlen. Auf Risiken wurde nicht ausreichend hingewiesen. So ist es Anlegern regelmäßig nicht bewusst gewesen, dass ihnen die Rückzahlung von Ausschüttungen droht, wenn diese nicht durch Gewinne erwirtschaftet sind. Der Kommanditist ist zwar von seiner Haftung befreit, wenn er seine Einlage vollständig erbracht hat, wenn aber Ausschüttungen erfolgen, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet sind, kann die Haftung in Höhe dieser Ausschüttungen wieder aufleben. Für sicherheitsorientierte Anleger und zur Altersvorsorge ist deshalb diese Beteiligung an dem Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II nicht geeignet.

König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II: Fehlende Aufklärung

Dabei müssen die Anleger des Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II umfassend aufgeklärt werden. Der Bundesgerichtshof sagt, dass eine anleger- und anlagegerechte Beratung erfolgen muss. Der Vermittler muss also prüfen, welche persönlichen Ziele der Anleger mit der Beteiligung verfolgt. Diesen persönlichen Zielen muss die Kapitalanlage entsprechen. Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze hätte der Vermittler den  Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II nur Anlegern empfehlen können, die bereit sind, erhebliche Risiken einzugehen und die auch den Verlust ihrer Kapitalanlage riskieren wollten. Das aber entspricht nicht der Wirklichkeit.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II: Bank muss über Provision aufklären

Wird die Beteiligung an dem Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II über eine Bank vermittelt, muss diese ungefragt auf die Innenprovision hinweisen, die sie für die Vermittlung erhalten hat. Diese Innenprovision, auch Rückvergütung oder Kickback-Zahlung genannt, stellt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes einen Interessenkonflikt dar, über den der Kunde von der Bank unaufgefordert informiert werden muss.

König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II: Anleger erhalten Schadensersatz


Wird der Anleger nicht umfassend beraten oder werden ihm wichtige Fakten, wie die Innenprovision, verschwiegen, steht ihm grundsätzlich ein Schadensersatzanspruch zu. Der Anleger wird dann so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II nicht gezeichnet.

12.04.2016

König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II
König & Cie. Renditefonds 60 Produktentanker Fonds II

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