König & Cie. Renditefonds 63 MS „Stadt Köln“ ++ Insolvenz ++ Schiffsfonds ++ Verjährung 2016

Der im Jahr 2006 vom Emissionshaus König & Cie. aufgelegte Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 63 MS „Stadt Köln“ musste im Jahr 2015 Insolvenz anmelden. Anleger erleiden Totalverlust. Von wem können die Anleger des Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 63 MS „Stadt Köln“ Schadensersatz verlangen?

Basisdaten zum Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 63 MS „Stadt Köln“

Das gesamte Investitionsvolumen des Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 63 MS „Stadt Köln“ betrug 40.677.000,00 EUR. Sie wurden durch ein Darlehen in Höhe von 27.018.000,00 EUR sowie die Einlagen der Kommanditisten in Höhe von 16.965.000,00 EUR finanziert. In den Jahren 2008 und 2009 erhielten die Anleger Ausschüttungen von insgesamt 13 %.

König & Cie. Renditefonds 63 MS „Stadt Köln“ insolvent: Anleger erleiden Totalverlust

Bereits 2011 musste der Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 63 MS „Stadt Köln“ mit erheblichen Schwierigkeiten kämpfen. Aufgrund der geringen Nachfrage konnte die MS „Stadt Köln“ nur mit einem entsprechenden Sanierungskonzept gerettet werden. Aber die Probleme holten den  Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 63 MS „Stadt Köln“ bald wieder ein. Ein Teil der Schiffshypotheken wurde in japanischen Yen aufgenommen. Durch die Kursänderungen gegenüber dem US-Dollar sollten außerplanmäßige Sondertilgungen geleistet werden. Im November 2015 musste das Insolvenzverfahren vor dem Amtsgericht Hamburg (Az.: 67c IN 458/15) eröffnet werden. Die Anleger erleiden einen Totalverlust.

König & Cie. Renditefonds 63 MS „Stadt Köln“  keine sichere Kapitalanlage

Den Anlegern des Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 63  MS „Stadt Köln“ wurde die Beteiligung als eine sichere Kapitalanlage empfohlen, die sogar zur Altersvorsorge geeignet sein sollte. Die mit der Beteiligung verbundenen Risiken wurden verschwiegen. Dabei muss der Vermittler seinen Kunden anleger- und anlagegerecht beraten. Er hätte also auf die mit der Fremdfinanzierung verbundenen Währungsrisiken hinweisen müssen und auch auf die Risiken, dass bereits geleistete Ausschüttungen wieder zurückgefordert werden können, wenn sie nicht durch Gewinne erwirtschaftet sind.

König & Cie. MS Renditefonds 63 MS „Stadt Köln“: Persönliche Haftung der Anleger

Vielen Anlegern ist aber nicht einmal bewusst, dass sie beim Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 63 MS „Stadt Köln“ als Kommanditist einer Kommanditgesellschaft beigetreten sind. Zwar ist die Haftung des Kommanditisten erloschen, wenn er seine Einlage vollständig erbracht hat, wenn aber gewinnunabhängige Ausschüttungen gezahlt werden, dann droht den Anlegern die Rückforderung dieser Ausschüttungen, wenn die Liquidität es erfordert, aber insbesondere, wenn die Insolvenz droht.

König & Cie. Renditefonds 63 MS „Stadt Köln“: Für sicherheitsorientierte Anleger ungeeignet

Sicherheitsorientierten Anlegern hätte man also die Beteiligung an dem Schiffsfonds König & Cie. MS „Stadt Köln“ nie anbieten dürfen. Der Schiffsfonds König & Cie. MS „Stadt Köln“ wäre nur für Anleger geeignet gewesen, die bereit sind, erhebliche Risiken einzugehen und die auch den Verlust ihrer Kapitalanlage akzeptieren wollen.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

König & Cie. MS „Stadt Köln“: Bank muss über Kickback-Zahlungen aufklären

Wird die Beteiligung über eine Bank vermittelt, muss diese über die Kickback-Zahlung aufklären, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds König & Cie. MS „Stadt Köln“ erhält. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung einer solchen Rückvergütung (Kickback-Zahlung) einen Interessenkonflikt, der dem Kunden ungefragt offenbart werden muss. Es liegt der Verdacht nahe, dass die Bank durch die Zahlung einer solchen verdeckten Innenprovision eher an sich selber als an das Wohl des Kunden denkt.

Schiffsfonds König & Cie. MS „Stadt Köln“: Anleger fordern Schadensersatz


Wenn der Anleger des Schiffsfonds König & Cie. MS „Stadt Köln“ falsch beraten oder im wichtige Tatsachen, wie die Innenprovision verschwiegen wurde, stehen im Ansprüche auf Ersatz des Schadens zu. Der Anleger wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem  Schiffsfonds König & Cie. MS „Stadt Köln“ nicht gezeichnet. Verjährung der Schadensersatzansprüche droht in 2016.

12.04.2016

König & Cie. Renditefonds 63 MS „Stadt Köln“
König & Cie. Renditefonds 63 MS „Stadt Köln“

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