Lloyd Schiffsfonds LF 90 MS “Bahamas” ++ Falschberatung ++ Schadensersatz

Im Jahr 2008 wurde der Lloyd Schiffsfonds LF 90 als Containerschiff MS „Bahamas“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG emittiert. Die prognostizierten Renditen wurden nicht annähernd erreicht. Anleger sind enttäuscht und fragen sich, ob sie ihr Geld jemals wiedersehen werden.

Basisdaten zu Lloyd Schiffsfonds LF 90 MS Bahamas

Das Investitionsvolumen des Lloyd Schiffsfonds LF 90 MS „Bahamas“ beträgt 46.686.000 Euro. Die Anleger bringen davon einen Anteil von 18.700.000 Euro. Die Ausschüttungen blieben weit hinter den Prognosen zurück. Laut Leistungsbilanz für die Jahre 2008 bis 2011 betrugen sie lediglich 4 % des Nominalkapitals. Für das Jahr 2012 musste die Fondsgesellschaft verkünden, dass sie keine Ausschüttungen vornehmen könne. Die Banken waren nicht mehr hinreichend abgesichert und forderten, dass die Ausschüttungen eingestellt werden.

Lloyd Schiffsfonds LF 90 MS „Bahamas“: Risiko des Totalverlustes

Viele Anleger haben die Beteiligung an dem Lloyd Schiffsfonds LF 90 MS „Bahamas“ als eine sichere Anlage empfohlen bekommen, die auch zur Altersvorsorge geeignet ist. Dabei ist der Lloyd Schiffsfonds LF 90 MS „Bahamas“ eine unternehmerische Beteiligung, der von vornherein das Risiko des Totalverlustes innewohnt.

Lloyd LF 90 MS „Bahamas“:  Nichts für sicherheitsorientierte Anleger

Als der Lloyd Schiffsfonds LF 90 MS „Bahamas“ 2008 aufgelegt wurde, befand sich die Weltwirtschaft am Anfang einer ungeahnten Krise. Das ohnehin schon viel zu große Angebot an vorhandenen und geplanten Containerschiffen musste dazu führen, dass die Charterraten drastisch sinken und dass dadurch viele Schiffsfonds dadurch in erhebliche Probleme geraten würden. Jedem sicherheitsorientierten Anleger hätte man von der Beteiligung an einem Lloyd Schiffsfonds LF 90 als Containerschiff MS „Bahamas“ abraten müssen.  

Anleger des Lloyd LF 90 MS „Bahamas“ müssen umfassend beraten werden

Ein Anlageberater muss nämlich seinen Kunden anleger- und anlagegerecht beraten. Er muss also überzeugt sein, dass die Beteiligung an dem Lloyd Schiffsfonds LF 90 MS „Bahamas“ für seinen Kunden individuell geeignet ist. Das war zu dem damaligen Zeitpunkt nur für extrem risikobereite Kunden der Fall.

Haftung der Anleger des Lloyd Schiffsfonds LF 90 MS „Bahamas“

 Dann hätte der Anlageberater aber auch darauf hinweisen müssen, dass etwa ausgezahlte Ausschüttungen unter dem Vorbehalt der Rückforderung stehen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet sind. Tatsache ist allerdings, dass die Beteiligung an dem Lloyd Schiffsfonds LF 90 MS „Bahamas“ auch sicherheitsorientierten Anlegern empfohlen wurde, die die Beteiligung als Altersvorsorge nutzen wollten. Eine solche Beratung ist nicht sachgerecht und falsch.

Lloyd Schiffsfonds LF 90 MS „Bahamas“: Aufklärungspflicht der Bank

Wenn die Beteiligung über eine Bank vermittelt wurde, muss der Kunde zudem auf die Innenprovision hingewiesen werden, die die Bank für die Vermittlung der Beteiligung erhält. Die höchstrichterliche Rechtsprechung sieht in der Provisionszahlung an die Bank einen Interessenkonflikt, der dem Kunden ungefragt offengelegt werden muss.

Lloyd Schiffsfonds LF 90 MS „Bahamas“: Schadensersatz für Anleger

Wird der Kunde falsch beraten oder werden ihm wesentliche Fakten, wie die Höhe der Innenprovision, verschwiegen, steht dem Anleger ein Schadensersatzanspruch zu. Der Anleger wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Lloyd Schiffsfonds LF 90 MS „Bahamas“ nicht gezeichnet.

27.01.2016

Lloyd Schiffsfonds LF 90 MS “Bahamas”
Lloyd Schiffsfonds LF 90 MS “Bahamas”

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